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Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Buch
Jede Frau kennt das Gefühl: Sie steht vor ihrem Kleiderschrank und findet einfach nichts, was ihr wirklich noch gefällt, nichts, das sie in diesem Moment tragen möchte. Verzweifelt kreischt sie: »Hilfe, ich hab nichts anzuziehen!«. Das ist natürlich Blödsinn. Wahrscheinlich hat Frau im Dickicht der schnell aufeinander folgenden Modetrends einfach den Überblick verloren. Vielleicht hat sie gerade in einer Modezeitschrift gesehen, dass Jude Laws Freundin Sienna Miller nur noch abgeschnittene Jeans-Minis mit Felljacke trägt und darin super aussieht und fragt sich, ob ihr dieses Outfit auch stehen würde. Oder sie weiß generell nicht so genau, was eigentlich ihr Stil ist. Falls sie überhaupt einen eigenen hat. Den Frauen, die dieses Gefühl kennen, also allen Frauen, kann geholfen werden. Denn Wäis Kiani hat sich über all das Gedanken gemacht und gibt wertvolle Tipps und Ratschläge zu Themen wie:Was trage ich bei einem Date? Was ziehe ich Silvester an? Wie sieht ein schönes Übergangsoutfit aus? Stiefel im Sommer? Modefarbe Gelb: Wer kann das tragen? Sommerschals? Sind Fakes erlaubt? Darf man den Style der Stars imitieren? Aber auch altersgemäße Kleidung, wenn man 35 ist? Wie geht Smart Shopping? Und überhaupt: Was ist guter Stil? Anhand zahlreicher amüsanter und auch abschreckender Beispiele erläutert Wäis Kiani, was man auf jeden Fall vermeiden sollte, und gibt wichtige Ratschläge, wie man garantiert unwiderstehlich aussieht. Ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle, die noch ein paar gute Tipps brauchen können – und wer sie alle schon kennt, der hat sie jedenfalls noch nie so unterhaltsam präsentiert und so schön illustriert bekommen wie hier. Eine kleine Modeschule mit integriertem Amüsierfaktor: wizig, böse, ehrlich, im Stil der echten Wäis.

Autorin
Wäis Kiani, geboren in der Nähe von Frankfurt am Main, schreibt als Life-Stylistin für verschiedene Tageszeitungen und Magazine (»Süddeutsche Zeitung«, »Financial Times«, »Jolie«, »Neon«, »Maxi«, »Annabelle« u.a.). Furore machte sie mit ihrem Bestseller »Stirb, Susi!«, dem »ultimativen Regelkatalog zum Mannsein« (Financial Times Deutschland).Wäis Kiani lebt und arbeitet neuerdings in Zürich.
 
Außerdem bei Goldmann lieferbar:
Stirb, Susi! Der Softie macht den Abgang (54230)

Nichts anzuziehen
Heute schon geseufzt: »Ich hab nichts anzuziehen!« Nein? Wann dann das letzte Mal? Gestern? Und wie oft bekommen wir dann zu hören: »Das ist gelogen. Du hast doch genug.« Oder, noch schlimmer, »Dein Schrank ist doch voll!«
Sind wir tatsächlich allesamt Lügnerinnen, die im Überfluss schwelgen? Jedenfalls scheinen einige von uns unter diesem Stigma zu leiden, treffen wir, die nichts zum Anziehen haben, doch so gut wie niemals auf Mitgefühl. Diese Aussage hört sich im Gegenteil für alle nicht-weiblichen Ohren an wie aus purer Langeweile frei erfundener Unsinn. Denn: der Kleiderschrank ist voll, und die Garderobe ist doch in Ordnung, keine Lumpen dabei oder so was. Aber Männer können die bittere Wahrheit nicht fassen: Niemand hat nichts anzuziehen, aber trotzdem hat keiner was.
Denn Männer sind wie Katzen: sie sehen immer gleich aus.
Es gibt diese seltenen Momente, zum Beispiel nach einer ausgedehnten Shoppingtour durch Paris, London oder Florenz, in denen sich verschiedene, der Menschheit einen Riesenschritt vorauseilende Outfits, ungetragen und vielleicht sogar noch in Seidenpapier eingeschlagen, im Kleiderschrank befinden. Hier warten sie auf die Gelegenheit, endlich einer staunenden Öffentlichkeit vorgeführt zu werden. Das sind die raren Momente, wo man sagen könnte: Ja, ich hab was anzuziehen. Sagt man aber nicht.
Von all dem verstehen Männer nichts, und sie können auch nichts davon nachempfinden, was in uns abläuft, wenn wir nach einem Blick in unseren Kleiderschrank verzweifelt zusammensinken:
»Ich bleibe zuhause. Ich hab nichts anzuziehen.«
»Der Titel von deiner Kolumnensammlung passt überhaupt nicht zu dir«, sagt mein geschätzter Freund Robert und sieht mich über seinen Teller Rigatoni con Ragú kopfschüttelnd an.
»Meinst du das im Ernst? Warum denn nicht?« Unglück! Mir schmecken meine Nudeln plötzlich nicht mehr. Mein Buch, mein Cover, mein Titel, immer mache ich Fehler. Ich bin eine Vollidiotin, weil ich mir den Titel nicht nur selbst ausgedacht habe, sondern ihn auch noch mag. Und außerdem ist es jetzt viel zu spät für eine Änderung. Mein Leben ist so gut wie ruiniert.
»Zu klein kariert. Nichts anzuziehen, bah. Das ist doch Quatsch. So was sagen doch nur Hausfrauen«, mault er mich weiter an.
Aha, nur Hausfrauen. Er hatte also überhaupt nicht die leiseste Ahnung. Er wusste nichts. Wir sind selbst schuld, wieso lassen wir die Welt, respektive die männliche Welt, an unseren Problemen teilhaben? Männer müssen sich immer in alles einmischen, und das Einzige, was sie dadurch erreichen, ist, dass wir total gehemmt sind und uns nicht auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren können, nämlich auf eine perfekt sortierte Garderobe.
Ich würde und werde ihm mit Sicherheit nicht verraten, wie präsent diese drei Worte in meinem Leben sind. Nie sollen Leute wie er erfahren, dass ich sie schon mit acht Jahren morgens beim Anblick meines unaufgeräumten Kleiderschranks ausrief und mich daraufhin weigerte, zur Schule zu gehen. Und dass mich meine Mutter unter Androhung von Schlägen in irgendetwas stopfte (es ist wirklich wahr, sie tat es ohne auch nur einen Funken von Mitgefühl) und die Treppe hinunterschubste, wo der Schulbus voller morgenfrischer, schlecht angezogener Mitschüler mit knatterndem Motor auf mich wartete.
Jahre später dachte ich, die Lösung liege in der Formel: Pracht durch Fülle. Also kaufte ich alles, was mir gefiel. Kaufte und stopfte meine Schränke voll. Die waren so voll gestopft, dass ich oft dreimal hintereinander eine fast identische weiße Hose oder schwarze Pumps nach Hause trug, weil ich aufgrund logistischer Probleme die Übersicht über meine Schränke verloren hatte. Was ich vergessen hatte und irgendwann wieder fand, konnte ich nicht mehr einordnen und schenkte es her. Meine Freundinnen freuten sich über meine Planlosigkeit. Aber das Gefühl, besonders gut und passend ausgestattet zu sein, blieb trotzdem aus. Heute weiß ich: weniger ist mehr! Juhu! Man braucht für jede Saison nur ganz wenige, aber sehr gut ausgesuchte Teile. Und es gibt ein paar Tricks.
• Niemals irgendwelche Sachen kaufen ohne zu wissen, wann und wie man sie tragen soll.
• Besser: ganze Outfits anschaffen. Also immer das passende Oberteil/ Schuhe dazu.
• Den Schlussverkauf meiden. Man kauft nur Zeug, das man gar nicht will.
• Niemals die komplette Sommergarderobe in zwei Tagen zusammenkaufen. Fehlkäufe sind dann garantiert.
• Zweimal im Jahr den Schrank ausmisten. Zum einen, um Platz zu schaffen, zum anderen, um sich daran zu erinnern, was man so hat.
• Niemals etwas anschaffen, wofür man eine spezielle Gelegenheit braucht. Bevor eine solche für das seidene Nichts von Versace eintritt, hat man schon wieder neue Sehnsüchte.
• Alles, was man an Freundinnen verleiht, notieren. Manche Leute sind skrupellos und bringen nichts zurück. Das Schlimmste: man selbst kann sich sowieso nie daran erinnern, und denkt, na ja, dann habe ich eben meinen weissen Overall von Stella verloren. Aber wo?

Was ist guter Stil?
Zwei Fragen, die mir immer wieder gestellt werden, lauten: »Wie kann ich guten Stil lernen? Kannst du mir etwas von deinem Geschmack vermitteln?« Die Antwort ist: »Nein.« Stil ist mehr als nur die richtige Kleidung tragen, und selbst das kann man niemandem beibringen. Beim Stil in der Mode handelt es sich doch um keine Technik, (Karos, ja, gelbe Blumen, nein usw.), sondern um eine tiefe Sehnsucht nach perfekter Garderobe.
Ich selbst zum Beispiel mache mir Gedanken über das richtige Outfit, seit ich drei bin. Schon im Kindergarten war meine größte Angst, zu irgendeinem Anlass (z.B. Spielzeugbazar) nicht adäquat gekleidet zu erscheinen. Später habe ich viele Frauen beobachtet, wirkliche und erfundene, im Kino. Die Kleider von Romy Schneider oder Sophia Loren führten mir vor Augen, worauf es ankommt, was Accessoires bedeuten und wie wichtig Körperhaltung ist. Dies sowie das regelmäßige Lesen, ja, Lesen, der britischen Vogue und Shopping-Eskapaden weiblicher Verwandter schulten meinen Blick dafür, worin die Gratwanderung zwischen todschick, billig oder unscheinbar liegt. Merkwürdigerweise können auch Menschen, die über keinen oder keinen guten Stil verfügen, durchaus guten Stil erkennen. Dass Jackie Kennedy beispiellos gut gekleidet war, wissen alle. Aber wie sie das gemacht hat, nur wenige. Modezeitschriften, die den »Look der Stars« zeigen, sind irre erfolgreich, weil viele denken: »Ah! Hollywood! Kann gar nicht schlecht sein! Will ich auch!« Dass viele Stars eine mehr als finstere Vergangenheit besitzen, und ein Team von Top-Stylisten bei jedem öffentlichen Auftritt des Stars die schönsten Roben anschleppt und einen Look nur für diesen Anlass kreiert, bleibt unerwähnt. Genau wie die Tatsache, dass so genannte Stil-Ikonen wie Sarah Jessica Parker im Privatleben aussehen wie eine Trailerpark-Mutti. Man will also nicht aussehen wie Parker, sondern wie Carrie Bradshaw, die ja eine Kunstfigur, eine Projektionsfläche ist. Aber wäre Carries Aussehen auch so beliebt, wenn die Serie, in der sie die Hauptrolle spielte, nicht so hochgeschossen worden wäre? Es ist letztendlich ein Stück Hype, oder Popularität, den man sich beim Stil der Stars abguckt. Interessant wäre, ob viele wissen, dass die Moderatorin Barbara Schöneberger bei jedem Auftritt Geschmacks-Abzugspunkte bekommen müsste. Im Gegensatz zu Michelle Hunziker, die immer fantastisch aussieht.Vielleicht, weil sie einen italienischen Ehemann hatte? Ein paar Regeln für einen stilvollen Auftritt gibt es nämlich doch. Zehn davon verrate ich hier:
• Die Mode schreibt nichts mehr vor, alles ist erlaubt. Deshalb nur einen Look für eine Saison wählen, z. B. Gatsby oder Palm Springs. Die Garderobe muss dann komplett zu diesem Stil passen.
• Eine persönliche Stil-Ikone wählen, z. B. Kate Moss. Sie hat viel Gespür für Trends.
• Nie zwei Eyecatcher (Muster, auffällige Accessoires) zusammen tragen. Sie stehlen sich gegenseitig die Show.
• Nie billige Schuhe tragen. Es fällt auf. Sparen Sie an der Unterwäsche, wenn Sie müssen. Aber leisten Sie sich teure Pumps.
• Gehen Sie regelmäßig zum Schuster, zur Reinigung, zur Änderungsschneiderei.
• Verachten Sie Kunstfasern.
• Reden Sie nie darüber, wie viel etwas gekostet hat oder von welcher Marke es ist. Gehabe von Emporkömmlingen! Reden Sie auch sonst nur wenig über Kleidung.
• Achten Sie auf den perfekten Sitz. Was wie für Sie gemacht aussieht, wirkt doppelt edel.
• Zeigen Sie nur Ihre schönsten Stellen. Verstecken Sie die anderen raffiniert.
• Tragen Sie eine gute Uhr (z. B. eine Cartier Tank). Das zeugt von Extraklasse.

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Kann man zu reich
und zu schlank sein?
Stellen Sie sich einmal vor, wie sich das anfühlen würde: Sie sind eingeladen zu Roberto Cavallis Menswear-Show in Mailand. Sie sind die einzige Frau zwischen lauter geschmeidigen Hunk-Models. Sie sollen ein unglaubliches Gewand, das nur für Sie entworfen wurde, auf dem Laufsteg vorführen. Damit auch alles stimmt, hat ein Team der besten Hairstylisten und Visagisten keine Kosten und Mühen gescheut. So können die Paparazzi richtig durchdrehen. Das tun sie auch brav, und die Fotos von Ihnen schmücken am nächsten Tag alle Titelseiten. Auch wenn es unfein ist, über Geld zu sprechen, Sie haben das natürlich nicht nur aus purer Freundschaft getan, Sie dürfen als Geschenk aus der neuen Kollektion mitnehmen, was Ihnen gefällt.
Genau so läuft das Leben von Victoria Beckham ab. Hört sich eigentlich fantastisch an, nicht wahr? Aber wieso schaut sie immer so griesgrämig und unglücklich drein?
Ihr Auftritt in Mailand hätte eine öffentliche Zelebration ihres Hungers nach Ruhm und Celebrity Status sein können. Stattdessen sah man in dem Gesicht der meistfotografierten Frau Großbritanniens nur: Hunger. Hunger und nackte Panik sowie völlige Verkrampfung, so als müsste sie sich auf das Bewegen ihrer Arme und Beine konzentrieren. Währenddessen fragten sich alle Frauen im Publikum neidisch, ob sie diesen nahtlos-kakaobraunen Teint mit Teebeuteln, Spray oder Pillen hinbekommen hat.
Backstage erzählt Victoria mit Pokerface den Journalisten: »Ich war so nervös. Ich bin kein Model, und ich war die kleinste (shortest!) Person da draußen.«
Victoria hatte keine Unterstützung mitgebracht, Freundinnen, die ihr zusprechen, beispielsweise. Die einzigen Menschen, die man in ihrer Nähe sah, waren ihre Mutter, Mr. Cavalli und ihr Make-Up-Artist. Sie hat auch überhaupt gar keine Freundinnen, gibt sie freimütig zu. Obwohl sie dafür gesorgt hat, dass man sie bei einem Shopping-Trip in L.A. zusammen mit Katie Holmes fotografiert.
Aber Victorias glamouröses Leben hört an dieser Stelle nicht auf, mitnichten. Spult man einen Tag vor, sieht man sie in Paris bei der Chanel Couture-Show in der ersten Reihe sitzen. Glaubt etwa jemand, der Anblick der vielen wunderschönen und exklusiven Kreationen von Lagerfeld (die sie sich auch alle locker leisten kann) könnte ihre Miene erhellen oder ihr auch nur ein kurzes Freudenlächeln abringen? Mitnichten.Vollkommen underdressed, im Sinne von zu leicht bekleidet, in einem schwarzen Dolce&Gabbana Korsettkleid und strumpflos in High Heels, mit einer Gänsehaut, die sogar von der anderen Seite des Catwalks aus sichtbar war, sah sie einfach nur verfroren und erbärmlich aus.
Die Location war nämlich so kalt im Januar, dass die Herren mit Anzug und Wintermantel um eine Wolldecke baten, die sie sich um die Beine legten. Posh hat irgendwann aufgehört, Jacken und Mäntel zu tragen, weil sie auf Fotos keine gute Figur machen. Aber selbst die gigantische Puckfliegenbrille, mit der sie die Hälfte ihres Gesichtes verdeckte, konnte von ihrem Elend nicht ablenken.
Schwamm drüber.Vielleicht konnte sie sich ja nach der Show mit einem Mund wässernden Menü aufmuntern? Immerhin ist Paris die kulinarische Hauptstadt. Wohl kaum, denn Essen ist ein weiterer Genuss, den Mrs. Beckham komplett aus ihrem Leben verbannt hat. Im Ritz in Paris, wo sie während der Couture Woche wohnte, hat sie außer Fruchtsaft oder Wasser nichts bestellt, während ihre Begleiter sich durch Berge feinster Franzosenkost hindurch aßen. Beim Verlassen des Ritz trug sie natürlich wieder bei minus zwei Grad keine Jacke, warum auch? Der Grund ist klar: sie will kein Gramm mehr wiegen als 45 Kilo, denn auf Fotos sieht man immer etwa fünf Kilo dicker aus als in Wirklichkeit. Und Victoria ist sehr dünn, so dünn, dass man sogar ihr mageres Gerippe trotz der fünf Kilo plus auf Fotos erkennen kann. Jetzt fragt man sich:Warum?
Hungrig, frierend und ohne Freunde.Wenn der Gipfel des Ruhms so freudlos ist, warum ist es dann für sie so wichtig, ihren Status nicht zu verlieren? Warum verpasst sie sich die Höllenqualen öffentlicher Auftritte, wenn sie so sehr darunter leidet? Warum hungert sie sich fast zu Tode, um auf Fotos schlank wie ein Supermodel zu sein? Warum geht sie auf diese vielen Fashion Shows, wenn sie sich dann zu Tode langweilt?
Es erscheint alles so sinnlos, so unmotiviert. Posh hat in ihrer Geld-und-Ruhm-Rechnung etwas nicht mit einkalkuliert: was wie unermesslicher Reichtum, schöne Kleider, ein berühmter Mann und Schlankheit in Hochglanzmagazinen als der Gipfel des Glücks angepriesen wird, mag sich zwar für fast alle Frauen wie ein Lebenszenith anhören, hat aber nichts mit echtem Glück, nämlich Erfülltheit und Selbstliebe, zu tun. Poshs Gesicht ist leer oder voller Angst. Wovor aber hat so eine Frau Angst? Sie kann sich alles auf der Welt leisten, hat einen Mann, um den sie alle Frauen der Welt beneiden. Aber all das gibt ihr keine Sicherheit, es fehlt die feste Überzeugung, die Selbstsicherheit derjenigen, die das erreicht hat, was sie sich als Teenager in den Kopf gesetzt hatte.