Angela Wekx wurde 1966 in Viersen geboren und
lebt nun mit ihrer Familie, drei Hunden und einem
Kater in Nettetal. Sie veröffentlichte bereits
zahlreiche Gedichte und Essays in Anthologien und
Internetforen, sowie einen Fantasy-Roman für
Jugendliche und zwei Kinderbücher.

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© 2020 Angela Wekx

Herstellung und Verlag

BoD – Books on Demand GmbH Norderstedt

ISBN: 9783751911917

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1. Auflage

Printed in Germany

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Wo komme ich her und wo gehe ich hin? Das ist die Urfrage aller Fragen, die irgendwann jeden von uns einholt; den einen früher, den anderen später. Eine Frage, über die es sich lohnt nachzudenken, gerade jetzt. Die Welt verändert sich schneller, als uns lieb ist, dabei stellt sie uns täglich vor neue Herausforderungen, Krankheiten, Pandemien, Naturkatastrophen oder einfach nur alltägliche Probleme. Wer sich für verschiedene Bereiche rund um das Thema „Mensch“ interessiert, dürfte hier fündig werden. Ein bisschen Philosophie trifft auf ein bisschen Theosophie, um Antworten zu finden.

Es besteht in keinster Weise der Anspruch, belehren zu wollen. Die Gedichte und Essays sollen vielmehr dazu anregen, selber weiterzuforschen, worum es im Grunde wirklich geht. „Wer bin ich und was mache ich eigentlich hier?“ Oder, anders ausgedrückt, die Suche nach dem Sinn des Lebens gibt dem Leben einen Sinn.

Philosophie und Theosophie

Philosophie und Theosophie sind zwei Liebende, die man meines Erachtens nicht voneinander trennen sollte. Die man gar nicht voneinander trennen kann, um genau zu sein.

Philosophie, die Liebe zur Weisheit, beschäftigt sich in ihren Grundzügen mit dem Streben nach Erkenntnis, den Sinn des Lebens betreffend. Egal worüber philosophiert wird, es endet letztendlich bei der Frage, welche Stellung der Mensch auf der Welt einnimmt. Oder was ihn im Besonderen von anderen Lebewesen unterscheidet.

Die Theosophie ist keine moderne Erscheinung. Der Begriff wurde schon im 3. Jahrhundert n. Chr. von Ammonios Sakkas, einem antiken Philosophen aus Ägypten, benutzt. Genauso wie die Philosophie beschäftigt sich die Theosophie mit Weisheit und Wissenschaft, doch im Mittelpunkt der Betrachtungen steht nicht der Mensch, sondern Gott oder das Göttliche. Im Prinzip vereint die Theosophie in ihrem Anspruch alle Religionen. Überhaupt geht es bei der Kernaussage der Theosophie um Einheit. Alles Leben bildet demnach eine Einheit und steht in einer Wechselbeziehung zueinander. Hierbei nimmt der Mensch, aufgrund seiner Individualität und seines Denkvermögens, eine besondere Position ein. Diese Stellung in Zeit und Raum zu erkennen, die damit verbundenen Aufgaben anzunehmen und verantwortungsvoll im Gesamtkonzept zu wirken, das ist es, worum sich philosophisch und theosophisch alles dreht.

Und genau darum sind Philosophie und Theosophie wie füreinander geschaffen.

Der Mensch - ein Werkzeug auf Erden

Ein Werkzeug auf Erden

geschmiedet wie Stahl

durch Leben und Sterben

durch manch eine Qual.

Ein Werkzeug vernichtet

in maßloser Wut

ein Werkzeug, das schlichtet

aus Böse wird Gut.

Ein Werkzeug kann denken

mit Liebe und Mut

ein Werkzeug kann lenken

die himmlische Glut.

Ein Werkzeug geboren

nun sucht und beweist

was einst es verloren

den göttlichen Geist.

Mensch – wer bist du?

Was ist der Mensch und was macht ihn aus? Ist er die Krönung der Schöpfung, wie er gerne behauptet? Oder hat er noch einen langen Weg vor sich, bevor er diese Bezeichnung verdient hat? Sollte das so sein, kann er selber den Vorgang beschleunigen? Schneller, höher und weiter, mit Verstand und technischem Know-how die Lebensdauer allgemein verlängern. Schöner, klüger, kreativer, besser, mit Genmanipulation seine Lebensperspektiven entscheidend beeinflussen. Ergibt das überhaupt Sinn, für den Einzelnen, für die Allgemeinheit? Wäre das eine logische und erstrebenswerte Verbesserung des aktuellen Modells Mensch oder würde es uns vielmehr um Welten zurückwerfen? Ist es nicht eher eine Entwicklung, die nur nach außen geht, die unseren Wesenskern verleugnet und ihn daran hindert, sich zu entfalten? Eine globale Lebenslüge?

Fragen über Fragen, für die niemand aus unseren Reihen Antworten zu haben scheint. Doch es lohnt sich, darüber nachzudenken, zu philosophieren, zu spekulieren. Denn das ist es, was den Menschen kollektiv betrachtet zum Menschen macht. Seine besondere Eigenschaft nicht aufzugeben, gegen Mauern zu rennen, das Unmögliche möglich zu machen, alles wissen und können zu wollen. Auch wenn er sich dabei eventuell selber schadet, weil er oft genug das Wesentliche aus den Augen verliert und nicht auf seine innere Stimme hört.

Doch was verbirgt sich hinter unserem Bestreben nach Weiterentwicklung um jeden Preis? Endlich eine einfache Frage mit einer einfachen Antwort: Wir sind Kontrollfreaks! Unerklärliche Dinge, Eventualitäten, Ungenauigkeiten und Co. sind uns ein Dorn im Auge. Das an sich könnte als ein liebenswerter Charakterzug hingenommen werden. Doch die treibende Kraft, die uns anspornt und beflügelt, uns aber auch mit einem kleinen Fingerschnippen auf den Boden der Tatsachen und zurück in das Gefängnis unserer Menschlichkeit werfen kann, ist die Angst. Die Angst ist der unkontrollierbare Faktor, der Übeltäter unserer