Details

Gelebte und ungelebte Unterwerfung


Gelebte und ungelebte Unterwerfung

Doppelband mit zwei autobiografischen BDSM-Romanen
1. Auflage

von: Siri S

9,99 €

Verlag: Schwarze-Zeilen Verlag
Format: EPUB
Veröffentl.: 06.12.2018
ISBN/EAN: 9783945967614
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 486

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Die Autorin engagierte sich lange Zeit in der Berliner BDSM-Szene. Unter anderem leitete sie das weit über Berlin hinaus bekannte »Subbiekränzchen« und die Bondage-Gruppe »Miss Rope«. In ihrem ersten autobiografischen Roman beschrieb sie, wie sie BDSM für sich entdeckte und die ersten Schritte tat.
Aus Ihren Tagebuchaufzeichnungen hat sie zwei autobiografische Romane geschrieben, "Gelebte Unterwerfung" beschreibt die Entdeckung Ihrer submissiven und masochistischen Neigungen, bis hin zum ersten Ausleben.
In "Ungelebte Unterwerfung" erzählt sie davon, wie sie ihre Wünsche nach Unterwerfung immer offener auslebt. Dabei gibt sie einen tiefen Einblick in die Berliner SM-Szene.
Erstmals sind nun beide Romane zusammen in einem Band lieferbar und erzählen so die ganze Geschichte von Siri S.
Das Buch ermöglicht auch für Nicht-BDSMler tiefe Einblicke in eine andere Welt. Für BDSMler ist es interessant zu lesen, wie sie ihre Neigungen tagtäglich auslebt. Authentisch schildert sie ihre eigenen Zweifel, die Probleme in Beziehungen und auch die Konflikte in Gruppen. Kurzzeitig versucht sie sich auch auf der anderen Seite der Macht und muss feststellen, dass ihr die dominant-sadistische Rolle ebenfalls zusagt.
Wenn im ersten Roman am Ende die Erkenntnis stand, dass BDSMler auch nur ganz normale Menschen sind, so muss das im zweiten Buch korrigiert werden. Wenn Sie das Buch gelesen haben werden Sie feststellen:
BDSMler sind auch nur ganz normale Menschen – aber anders.
Die Autorin engagierte sich lange Zeit in der Berliner BDSM-Szene. Unter anderem leitete sie das weit über Berlin hinaus bekannte »Subbiekränzchen« und die Bondage-Gruppe »Miss Rope«. In ihrem ersten autobiografischen Roman beschrieb sie, wie sie BDSM für sich entdeckte und die ersten Schritte tat.
Aus Ihren Tagebuchaufzeichnungen hat sie zwei ...
Hinweis

Buch 1:

Vorspiel
Kapitel 1-10
Nachschlag

Buch 2:

Vorspiel
Kapitel 1-10
Nachschlag

Über die Autorin
Impressum
Siri S, 1969 geboren, hat ihr gesamtes Leben in Berlin verbracht. Dort arbeitete die als Juwelierin, zunächst als Angestellte, später mit ihrem eigenen kleinen Geschäft.

Sie lebte ein normales Familienleben, doch die Familienidylle war trügerisch, in ihr brodelt Unbekanntes, das bei einer verhängnisvollen Affäre aus ihr herausbricht. Erst nach der Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten entdeckte sie, wer sie wirklich ist und was sie tatsächlich möchte. Ihre Reise ins Innerste beginnt und sie verliert sich darin, in der Hoffnung, sich selbst und ihr Glück zu finden.

Sie wird zu einer Berliner Szene-Bekanntheit, engagiert sich in verschiedenen Clubs und Partylocations und betreut Neueinsteiger und junge Frauen als Leiterin des »Subbiekränzchen’s« und der Bondage-Gruppe »Miss Rope«.
Heute lebt sie auf einem Segelboot und bereist die Welt; allerdings gehört BDSM weiterhin zu ihrem Leben.
In ihrem ersten Buch hat sie ihre Erlebnisse und Gefühle aus den ersten Jahren ihres BDSM-Lebens niedergeschrieben. Der zweite Roman handelt dann von den folgenden Jahren ihres BDSM-Lebens.
Als ich vom Bahnhof herunterkam, sah ich ihn auch schon in dem Straßencafé sitzen, er sah so anders aus als auf seinem Profilbild. Aber das tat er schon auf all den Fotos, die er mir geschickt hatte. Irgendwie konnte man ihn auf keinem einordnen, jedes sah anders aus, als wenn es verschiedene Menschen wären. Und da saß er nun, in einem rosa Hemd, so ganz undomig und grinste mich breit an. Er musterte mich kurz von oben bis unten und begann gleich drauflos zu plaudern. Für ihn wäre es beinahe eine Weltreise gewesen und käme sonst nur selten aus seinem Dorf heraus. Er wäre aber ganz froh, mal in diesen Teil der Stadt zu kommen. Mit seinem Geplauder half er mir bewusst, oder unbewusst, mich zu entspannen und wir lachten bald herzlich und erzählten uns Storys aus unserem Leben. Irgendwann meinte er, dass zu einem guten Rotwein auch eine Käseplatte gehöre, und winkte den Kellner heran. Dieser kam sofort und erklärte sich bereit, uns die gewünschte Platte zu bringen, obwohl sie nicht auf der Karte stand. Es dauerte keine Viertelstunde, da stand er stolz wie Oskar mit einem überdimensionalen Teller, vollgepackt mit allen möglichen Sorten Käse, vor uns. Wir mussten beide schmunzeln, aber das unser lieber Kellner leider keine der Käsesorten mit Namen benennen konnte, verhalf Matthias noch mehr zur Belustigung. Ich lag beinahe auf dem Boden, so viel Dreistigkeit hatte ich noch nicht erlebt, da gab sich dieses arme Kellnerchen so viel Mühe, und er stellte ihn bloß. Kellnerchen lief auch gleich hochrot an, rannte sofort los und kam mit den dazugehörigen Papieren zurück. Aber welches Einwickelpapier gehörte nun zu welchem Käse? Ich musste mich so zusammenreißen, nicht laut loszuprusten, dabei tat mir das Kellnerchen so leid.
Irgendwann gab Matthias es auf, den armen Kerl zu quälen, und wir genossen hingebungsvoll den dargereichten Käse und versuchten zu erraten, welche Sorte welcher war. Es war ein rundum traumhafter Abend, und als ich irgendwann auf die Uhr schaute, bekam ich einen riesigen Schreck. Wir wohnten zwar in der Hauptstadt, der sogenannten Weltstadt, aber unter der Woche nachts um halb drei fuhr auch hier keine Bahn mehr. Matthias machte das wenig aus, er bestellte ein Taxi und bot mir an mich mitzunehmen. Ich dachte, nicht richtig gehört zu haben, und ignorierte einfach seinen Vorschlag. Stattdessen schlug ich vor, dass er mich ein Stück mitnehmen könnte. Seine Antwort war:
»Dieses Taxi fährt nur zu mir nach Hause, ohne Zwischenstopp, entweder du steigst ein oder du wartest bis fünf Uhr auf die Frühbahn.«
Der Kerl hatte doch nicht alle Tassen im Schrank, am ersten Abend mit zu ihm zu kommen, ich brodelte innerlich, kochte und stieg schließlich doch ins Taxi.
Während der Fahrt war ich völlig still, kämpfte mit mir. Das konnte doch nicht wahr sein, wieso war ich in dieses Taxi gestiegen? Dieser Mann neben mir war wildfremd, und ich hätte mir ja auch selbst ein Taxi nehmen können, warum aber saß ich neben ihm? Ich traute mich nicht, ihn anzusehen und spürte doch mit jeder Faser meines Körpers seine Anwesenheit. Es knisterte und kribbelte, Hunderte kleine Ameisen liefen über meine Haut. Was hatte dieser Kerl, was mich so unvorsichtig werden ließ? Irgendwann nach gefühlten 1000 Kilometern kamen wir vor seiner Haustür an, Vorort, Vorstadtvilla, Dachgeschoss, wie bei mir zu Hause. Er schloss auf, und ich stand in einem riesigen Wohnzimmer mit offener Küche. Er schaute mich Beifall heischend an, aber ich ließ mir nichts anmerken. Schließlich war meine Wohnung auch nicht zu verachten, und noch mehr Lorbeeren sollte er nicht ernten, es reichte schon, dass ich mitgekommen war. Er öffnete einen Rotwein und wir plauderten ausgelassen, rauchten ein paar Zigaretten und bewunderten den Sonnenaufgang, der von seinem Schlafzimmerfenster aus zu sehen war. Die Wolken schoben sich vor einen lila-blau-rötlichen Himmel, er hatte Sting und die Söhne Mannheims eingelegt und wir ließen uns einfach treiben. Wie ein altes Ehepaar, das nichts Besseres zu tun hat, als aus dem Fenster zu schauen, standen wir Ellenbogen an Ellenbogen da.
Plötzlich stellte er sich dicht hinter mich, aber nicht so dicht, dass er mich berührt hätte. Ich roch ihn, mein ganzer Körper spürte ihn, verlangte nach ihm, er sollte mich endlich berühren.
»Zieh deinen Rock hoch, ich will deinen Arsch sehen«, hörte ich ihn hinter mir mit seiner tiefen Stimme zischen.
Nein, alles nur nicht das, mein Hintern war doch noch grün und blau von Areia, das konnte er nicht verlangen.
»Aber du verstehst mich schon?«
Mir lief es eiskalt den Rücken hinunter, und ich konnte nur ein heiseres »Ja« hauchen.
»Rock hoch!«, befahl er laut.
Ich erschrak und zog ihn langsam und beschämt nach oben. Mein Kopf schien zu explodieren, er musste förmlich hören, wie mein Herz raste. Nach Minuten, Stunden, Jahren fragte er:
»Was ist das denn?«
Er griff mir in die Haare, sein Mund war ganz dicht an meinem Ohr:
»Schämst du dich nicht, hierherzukommen mit so einem blauen Arsch? Wer war das?«
Ich versank im Boden, ich war einfach nicht mehr da. Wenn ich mich nie wieder bewegte, würde er mich vielleicht gar nicht mehr bemerken. Ich konnte nur Ares stammeln und merkte, wie er innehielt, war Ares doch ständig um einiges schneller als er, und nun schon wieder. Er strich sanft darüber und meinte nur, dass er da ja ganze Arbeit geleistet hätte. Als ich ihm offenbarte, dass es eigentlich Areia gewesen wäre, war er dann erstaunt. Er drehte mich um, sah mich an und ich konnte ihm nicht in die Augen sehen denn ich fühlte mich zutiefst gedemütigt. Mir liefen die Tränen, und er zwang mich, ihn anzusehen.
»Warum hat er das getan?«, fragte er.
Ich antwortete ihm, dass ich etwas sagen sollte, was ich nicht sagen konnte und Ares mich deshalb bestraft hätte. Ich fühlte, wie er mich beinahe mitleidig ansah. Dann meinte er:
»Schläge sind doch keine Strafe, weiß das dieser Ares denn nicht? Schläge sind doch eine Belohnung. Was hat er noch mit dir gemacht?«
Ich zögerte und erzählte ihm stockend, dass er seine Hand in mich hineingesteckt hätte. Er ging gar nicht darauf ein, sondern befahl nur barsch:
»Jetzt zieh dein Oberteil aus, aber diesmal etwas schneller!«
Mein Oberteil flog in die nächste Ecke, und ich stand fast nackt vor ihm.
»Umdrehen!«
Mein Hals war wie zugeschnürt, mein Atem überschlug sich, doch ich schaffte es irgendwie, mich umzudrehen. Sein Blick traf mich wie ein Pfeil, unvorbereitet, hart und verächtlich. Sein Griff war immer noch fest in meinen Haaren, er zog meinen Kopf nach hinten und kam ganz dicht an mich heran.
»Und jetzt soll ich dich wohl auch noch küssen?«
Ich versuchte zu nicken, aber es gelang mir nur bedingt, denn genau das wollte ich jetzt.
»Ja«, schrie es in mir, »lass mich deine warmen Lippen spüren!«
»Vergiss es!«, ruckartig ließ er mich los.
Ich klammerte mich hinter mir an der Heizung fest, versuchte dort Halt zu finden. Es vergingen gefühlte Stunden, in denen er mich begutachtete, abfällige Bemerkungen, aber auch Komplimente machte. Er fragte mich, ob ich so weitermachen wolle, oder ob ich nicht endlich einem einzigen Herrn gehören wolle, denn schließlich bräuchte ich schlussendlich mal eine anständige Erziehung. Mir flossen die Tränen, ich kämpfte mit mir, im Hintergrund spielten die Söhne Mannheims ›Dieses Lied‹ zum tausendsten Mal, und ich versuchte, seine Worte zu begreifen. Plötzlich fasste er mir in den Schritt und brachte mich zielsicher aus dem Stand zum Höhepunkt, so geil war ich. Ich schwebte, flog und landete unsanft, als er ruckartig von mir abließ, mir sehr fest in die Nippel kniff und daran zog.
»Du glaubst doch nicht etwa, dass du zum Vergnügen hier bist. Und in Zukunft hast du zu fragen, bevor du kommst!«
Ich war schlagartig wieder da. Seine Hand strich über meine Kehle, erst ganz sanft, dann immer fester, er blickte mir tief in die Augen und sagte dann sehr ernst:
»Du hast nur noch dieses eine Mal die Wahl. Entweder wirst du dich morgen früh in der SZ als meine Sub eintragen und morgen Abend wieder hier erscheinen oder du siehst mich nie wieder, haben wir uns verstanden?«
Ich war gerade dabei, in andere Sphären abzuheben, als er seine Hand wegnahm und ich nach Atem rang.
»Haben wir uns verstanden? Wiederhole es!«
Stockend wiederholte ich seine Worte, versuchte zu begreifen, was er da verlangte, und meine Gedanken zu sortieren. Er hatte mich eiskalt erwischt, mir liefen immer noch die Tränen, und meine Gefühle überschlugen sich. Dieser Mann war eine Waffe, und ich hoffte, dass er auch einen Waffenschein hatte. Mittlerweile war es schon hell, die Zeit lief uns davon und ich stand immer noch wie ein hypnotisiertes Eichhörnchen mit dem Rücken zum Fenster, als er mich unsanft auf die Knie drückte. Er hatte seinen Schwanz herausgeholt, der steil von ihm abstand. Er hielt meinen Kopf fest und stieß in meinen Mund, er stieß gnadenlos hinein, ich war einfach nur sein Loch.
Plötzlich ließ er ruckartig von mir ab.
»Du hast es noch nicht verdient, dass ich in dir komme, das darf nur meine Sub. Also du weißt, was du zu tun hast.«
Er drehte sich um und verließ das Zimmer. Ich kniete verheult, halb nackt und zutiefst gedemütigt in einem fremden Schlafzimmer und nahm erst jetzt die Skurrilität der Situation wahr. Als ich mich etwas gesammelt hatte, zog ich mich an und versuchte mich einigermaßen herzurichten, was aber nicht erfolgreich war. Ich ging ins Wohnzimmer, wo ich ihn pfeifend in der Küche Kaffee kochen sah. Er kam zu mir, nahm mich in den Arm und fragte mich:
»Mit Milch oder Zucker?«
Ich war absolut perplex, er war wie ausgewechselt, als wenn er ein anderer Mensch wäre

Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:

Späte Liebe am Meer
Späte Liebe am Meer
von: Stefan Raile
EPUB ebook
6,49 €
Morir por Perón
Morir por Perón
von: Edgardo Lois, Marcelo Caballero
EPUB ebook
4,99 €