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Taping. Kompakt-Ratgeber


Taping. Kompakt-Ratgeber

Wie Sie Schmerzen einfach wegkleben und wieder beweglicher werden
1. Auflage

von: Nora Reim

4,99 €

Verlag: Mankau
Format: EPUB
Veröffentl.: 27.02.2017
ISBN/EAN: 9783863743635
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 129

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Die bunten Baumwollpflaster auf Armen, Beinen und Rücken gehören schon seit Jahren zum Outfit der Profi-Sportler. Doch was hat es mit den Streifen in Blau und Pink auf sich? Die sogenannten Tapes sind nicht nur atmungsaktiv, elastisch und hautverträglich - sie machen auch jede Bewegung ihres Trägers mit, ohne im Alltag einzuschränken.

Taping regt die Durchblutung des Körpers an, stabilisiert beanspruchte Gelenke und reguliert schmerzhafte Muskulatur. Und das Beste daran ist: Es wird kein Experte zum Anlegen benötigt, vielmehr können Sie mit den kostengünstigen Klebebändern Rückenschmerzen und einen verspannten Nacken schnell und ganz einfach selbst behandeln.

Der reich bebilderte Kompakt-Ratgeber mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigt übersichtlich und leicht nachvollziehbar:
- wie Taping funktioniert;
- wann und bei welchen Beschwerden es anzuwenden ist;
- wie und wohin die Tapes selbst geklebt werden.

Nutzen Sie die Tipps der Profis für mehr Beweglichkeit und Lebensqualität!
INHALT

Vorwort
Einleitung

GRUNDLAGEN
Geschichte
Begriff
Wirksamkeit
Kosten
Kurse

Material
- Eigenschaften
- Funktionen

Methoden
- Rigides Taping
- Kinesio-Taping
- Myofasziales Taping

Exkurs: Faszinierende Faszien - Bindegewebe für jedermann
- Körperweites Netzwerk von Fasern
- Faszien und Muskeln im Doppelpack
- Übungen für mehr Beweglichkeit im Alltag
- Faszien-Training: Die fünf größten Irrtümer

Wie wirkt Taping?
- Schmerzlinderung
- Verletzungsprophylaxe
- Schwellungsreduktion
- Reflektorische Wirkung

Wie funktioniert Taping?
- Komfort
- Tragedauer
- Haltbarkeit
- Entfernung
- Farben

Welche Tape-Formen gibt es?
- I-Form
- Y-Form

Wie lege ich Tapes richtig an?
- Mit Zug
- Ohne Zug

HAND ON: TAPES ZUM SELBERKLEBEN
Schritt für Schritt anlegen
- 1. Abmessen
- 2. Abschneiden
- 3. Abrunden
- 4. Anlegen

Basis-Tapes für die häufigsten Beschwerden
- Rücken und Nacken
- - Lendenwirbelsäule
- - Halswirbelsäule
- Schultern mit Armen
- - Schulter
- - Arme
- - Hände
- Beine mit Füßen
- - Füße
- - Knie

Spezial-Tapes mit Gitterpflastern
- Narben
- Gesicht

ANHANG
Beschwerderegister
Taping-Schablonen
Danksagung
Infoservice
- Literatur
- Internetadressen

Register
Nora Reim studierte Rechtswissenschaften und Sport-Journalismus in Marburg und Norwich. Nach einer Weiterbildung zur Online-Journalistin arbeitete sie zunächst als Redakteurin in München. Im Jahr 2013 machte sich Reim als Sport-Journalistin selbstständig. Ihre Schwerpunkte sind Ausdauersport, Fitness und Fußball. Die gebürtige Schwäbin arbeitet in Nürtingen am Neckar. Im Mankau Verlag ist im Frühjahr 2016 ihr Kompakt-Ratgeber "Faszien" erschienen.
((Auszug aus dem Teil "Hands on: Tapes zum Selberkleben")

SCHRITT FÜR SCHRITT ANLEGEN

Zum Anlegen aller Tapes empfiehlt sich die folgende Vorgehensweise. Gut merken können Sie sich die Reihenfolge der einzelnen Schritte, wenn Sie sich die vier As einprägen:
1. Abmessen
2. Abschneiden
3. Abrunden
4. Anlegen
Sofern Sie diese vierteilige Alliteration - alle Wörter beginnen mit einem A - beherzigen, kann nichts mehr schiefgehen.
Hands on!

Hinweis:
Gute Grundlage: Fettfreie, trockene und ungeschminkte Haut

Achten Sie vor dem Anlegen eines Tapes darauf, dass die zu beklebende Stelle frei von Fetten wie Cremes und Ölen ist. Am besten klebt es sich auf reiner natürlicher Haut ohne Make-up. Eine saubere Grundlage schaffen Sie mit einer Dusche oder einem Bad vor dem Taping. Denken Sie jedoch daran, Ihre Haut an der entsprechenden Stelle anschließend gut abzutrocknen. Dann steht Ihrem ersten Tape nichts mehr im Weg!

1. Abmessen

Bevor Sie das Band auf Ihre Haut kleben, sollten Sie dessen Länge an der zu behandelnden Stelle abmessen. Nehmen Sie dazu wie bei einem Meterstab Maß, indem Sie das Band noch auf der Taping-Rolle an Ihren Körper halten. Markieren Sie nun das Ende des Stücks, indem Sie das Klebeband an der entsprechenden Stelle festhalten oder mit einem Stift kennzeichnen. Ein ungedehntes Tape entspricht dabei eins zu eins der Länge auf der Rolle.

Soll das Band dagegen mit Zug auf Ihre Haut geklebt werden, müssen Sie die entsprechende Dehnung beim Abmessen berücksichtigen. Bei "deutlichem Zug" etwa müssen Sie die ausgemessene Länge um ein Viertel kürzen, damit das Tape anschließend auf der Haut gedehnt werden kann. Halbieren Sie dazu die erforderliche Länge zweimal und schneiden anschließend drei Viertel von diesem Stück ab. Dann haben Sie die richtige Länge für ein Tape mit "deutlichem Zug".

Soll das Tape dagegen mit "leichtem Zug" geklebt werden, kürzen Sie die abgemessene Länge um ein Achtel, indem Sie das letzte Viertel nochmals halbieren.

2. Abschneiden

Schneiden Sie nun das Stück samt Trägerfolie an der Markierung ab. Einen sauberen Schnitt (Cut) erzielen Sie mit einer Stoffschere, wie sie Schneider und Näherinnen benutzen. Diese geschmiedeten Scheren gibt es bereits ab 12 Euro im Haushaltsgeschäft. Ihre beiden Klingen sind sowohl rund als auch spitz und somit hervorragend für das Taping-Material aus Baumwolle geeignet. Einfache Papierscheren tun es am Anfang ebenfalls. Nagelscheren sind dagegen zu klein, Verbandscheren nicht scharf genug! (...)
- Physiotrend Taping
- Kostengünstige und risikofreie Eigenanwendung
- Leicht nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitungen
VORWORT

Liebe Leserin, lieber Leser,
in meinem Beruf läuft es rund: Als Physiotherapeut mit Praxen in Reutlingen und Mössingen betreue ich nicht nur den Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen, sondern seit den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona auch die deutsche Handball-Nationalmannschaft.

Wenn ein Spieler fällt und medizinische Hilfe braucht, bin ich zusammen mit dem jeweiligen Mannschaftsarzt zur Stelle. Der Ballsport und seine typischen Verletzungen sind mir bestens vertraut: Sie reichen von Muskelfaserrissen in Wade und Oberschenkel über Traumata im Sprunggelenk bis zu Leistenbrüchen der Kicker. Handballer wie der deutsche Kapitän Uwe Gensheimer klagen dagegen häufig über ein steifes Schultergelenk, einen verspannten Nacken sowie Schmerzen im Arm.

Seit 1990 behandle ich die Spieler nicht nur mit Eis-Spray, Kompressen und Massagen, sondern auch mit Tapes. Die farbigen Klebebänder habe ich bei einer Fortbildung für Physiotherapeuten im Jahr 2003 entdeckt und als Hilfsmittel im Spitzensport für gut befunden.

Taping ersetzt für mich nicht die physikalische Therapie eines Physiotherapeuten, sondern ist allenfalls eine Ergänzung zu Krankengymnastik und Co. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Technik des Tapens jeder, also auch der medizinische Laie, lernen kann. Dazu bedarf es keiner Vorkenntnisse, sondern lediglich etwas Übung im Anlegen des Klebebands.

So wie ein Handballer zigmal die Abfolge des sogenannten Kempa-Tricks trainiert, damit der spezielle Wurf im Spiel sitzt, so können auch Sie, liebe Leser, Ihre Klebetechnik verfeinern und letztendlich ein Profi-Taper werden.

Als praktische Anleitung lege ich Ihnen diesen Ratgeber der Autorin Nora Reim ans Herz. Mit dem vorliegenden Handbuch lernen Sie Schritt für Schritt in Wort und Bild, wie Sie sich im Fall von körperlichen Beschwerden schnell und einfach selbst helfen können. Also, tun Sie sich selbst und Ihren Mitmenschen etwas Gutes - ohne großen Kosten- und Zeitaufwand! Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Mit sportlichen Grüßen,
Ihr Peter Gräschus
Physiotherapeut der Handball-Nationalmannschaft
Olympia-Bronzemedaillengewinner 2016,
Weltmeister 2007, Europameister 2016

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