Details

(Sehn-)Sucht Computerspiel


(Sehn-)Sucht Computerspiel

Bedingungen der Entstehung und Verstetigung abhängiger Computerspielpraxis: ein rekonstruktiver Ansatz
1. Aufl.

von: Nadine Jukschat

36,99 €

Verlag: Beltz Juventa
Format: PDF
Veröffentl.: 10.05.2017
ISBN/EAN: 9783779947158
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 432

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

„Computerspielabhängigkeit" wird im gegenwärtigen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs bestimmt durch medizinisch-psychologische Perspektiven. Die Spielerinnen und Spieler werden tendenziell als „krank“ konzeptualisiert. Das vorliegende Buch nimmt eine andere Position Nadine Jukschat skizziert abhängiges Computerspielen in der Tradition sozialwissenschaftlicher Suchtforschung als eine Form devianten Verhaltens. Durch diesen Perspektivwechsel wird eine abhängige Computerspielpraxis nicht nur als paradox scheiternder Versuch der Lebensbewältigung sichtbar, sondern es werden verschiedene Dimensionen des Phänomens offengelegt, die in der bisherigen medizinisch-psychologisch dominierten Computerspielabhängigkeitsforschung vernachlässigt wurden.

Das Verständnis des Phänomens der Computerspielabhängigkeit wird im gegenwärtigen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs bestimmt durch medizinisch-psychologische Perspektiven. Die Spielerinnen und Spieler werden tendenziell als „krank“ konzeptualisiert.
Die vorliegende Arbeit nimmt demgegenüber eine andere Position ein und begreift abhängiges Computerspielen in der Tradition sozialwissenschaftlicher Suchtforschung als eine Form devianten Verhaltens. Ausgehend hiervon fragt sie nach der sozialen und biografischen Bedingtheit des Phänomens. Auf der Grundlage biografischer Interviews rekonstruiert Nadine Jukschat den voraussetzungsvollen Prozess der Entstehung und Verfestigung einer abhängigen Computerspielpraxis mit seinen Bindungsmechanismen und Dynamiken. Sie zeigt dabei, dass die abhängige Spielpraxis bezogen ist auf biografische Probleme, an denen die Spielerinnen und Spieler im Alltag scheitern. Computerspielabhängigkeit erscheint hier gerade nicht (mehr) als Ausdruck pathologischer Bedürfnisse und Wünsche, sondern als Bemühen der Spielerinnen und Spieler, doch noch Anerkennung, Zugehörigkeit und Autonomie im gesellschaftlich erwünschten Sinne zu erfahren – wodurch sie allerdings, als „Abhängige“ markiert, immer weiter ins gesellschaftliche Abseits geraten.
Durch diesen Perspektivwechsel wird eine abhängige Computerspielpraxis nicht nur als paradox scheiternder Versuch der Lebensbewältigung sichtbar, sondern es werden verschiedene Dimensionen des Phänomens offengelegt, die in der bisherigen medizinisch-psychologisch dominierten Computerspielabhängigkeitsforschung vernachlässigt wurden.

Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:

Die soziale Logik des Likes
Die soziale Logik des Likes
von: Johannes Paßmann
PDF ebook
26,99 €
Siegfried Kracauers Grenzgänge
Siegfried Kracauers Grenzgänge
von: Friedrich Balke, Johannes von Moltke, Sabine Biebl, Helmut Lethen, Stephanie Baumann, Peter Geimer, Gerhard Hommer, Ilka Mülder-Bach, Nia Perivolaropoulou, Drehli Robnik, Till van Rahden
PDF ebook
22,99 €
Hass, Neid, Wahn
Hass, Neid, Wahn
von: Tobias Jaecker
PDF ebook
26,99 €