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Dieses Buch widme ich meinen geliebten Kindern, der gesamten Familie, all meinen Lieben.

Im Lebens-Licht Erwachen

Ein Bewusstwerdungsprozess

„Eine leise Stimme - hier, in mir, erzählt dir meine Lebensgeschichten auch in Form von Gedichten."

© tao.de in J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, Bielefeld

1. Auflage (2017)

Autorin: Gabriele Meißner

Fotografie und Umschlagfoto: Gabriele Meißner

Umschlaggestaltung: Wimalo.de

weitere Mitwirkende: Florian Meißner

Verlag: tao.de in J. Kamphausen Mediengruppe GmbH,

Bielefeld, www.tao.de, E-Mail: info@tao.de

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN Paperback: 978-3-96051-754-2
ISBN e-Book: 978-3-96051-755-9

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig.

Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und sonstige Veröffentlichungen.

Die Autorin

Gabriele Meißner, 1956 in Duisburg geboren, lebt seit 1962 mit ihrer Familie in Berlin. Viele Jahre war die gelernte Kontoristin in der Versicherungs- sowie Immobilienbranche tätig.

1998 veränderte eine heftige Blockadelösung im Herzzentrum ihr Leben. Dieses außergewöhnlich lichtvolle Erlebnis vertiefte ihren Kontakt zu jener Inneren Wesenheit, deren leise Stimme sie bereits seit der Kindheit weise begleitet. Eine nun entflammte Sehnsucht führte Gabriele auf ihrer Suche nach dieser höheren Anwesenheit auf den Weg der Bewusstwerdung. Die Reise zum wahren Selbst schenkte ihr tiefe Einblicke in Mutter Natur, deren schöpferische Intelligenz die innere wie äußere Welt gestaltet und belebt.

Als Hobbyfotografin versucht sie in ihren Fotos deren Schönheit zum Ausdruck zu bringen. Der zunehmende Wunsch nach Ganzheit, der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit öffnete Gabriele für geistige Heilarbeit. Bis zum heutigen Tag besucht sie Seminare, Meditationsabende und Workshops zu diesem Thema.

Das Buch

Das Buch beinhaltet Gabrieles Biografie und beschreibt in drei Kapiteln den Bewusstwerdungsprozess:

Kapitel 1 erzählt jenen Lebenslauf; Kapitel 2 veranschaulicht Einsichten und daraus gewonnene Erkenntnisse – die Prozessarbeit;

Kapitel 3 offenbart jene Lebenserfahrungen in Gedichtform. Dieses Buch gewährt einen tiefen Einblick in die menschliche Natur, zugleich in die Gefühlswelt der Autorin – auf ihrer Suche nach wahrer Liebe sowie dem Sinn des Lebens.

Inhaltsverzeichnis

Danksagung

Vorwort

Erläuterungen

Mein Lebensweg – ein Lehrpfad

Autobiografie

Prozessarbeit

Reiseerlebnis

Innere Schönheit

Mystische Lichterfahrung

Gedichte

In mir – so in Dir

Der Wortefluss

Fragen

Aus der Dunkelheit ins Licht

Beende Krieg und Hass

Dämmerland

Erwache aus dem Dämmerzustand

Dornröschen

Wahrheitssuche

Das Ego: „Ich will, ich brauche, ich muss...!"

Kreisende Gedanken

Mein Alter Ego - Wahnfried

Unheilvoller Quälgeist

Es ist an der Zeit

Aufsteigende An-Wesenheit

Anrufung

Aufgeweckter Verstand

Nächstenliebe

Die Gedankenflut befrieden

Aufstieg

Seelenfrieden durch Annehmen

Berührt von Dir – Dein Licht in mir

Mutter – Abschied nehmen

Im Lebens-Licht erwachen

Beendet ist die Flucht

Morgendämmerung

Geheimnisvoller Zeitenräuber

Lichte Bewusstheit

Schlusswort

Danksagung

Um Menschen dienen zu können, um ein Leben, frei von Angstzuständen und Selbstzweifel zu führen, interessierte ich mich für geistige Heilmethoden. Dazu sah ich es als erforderlich an, Körper, Seele und Geist in Einklang zu bringen. Voller Begeisterung widmete ich mich nun meiner spirituellen Entwicklung. So gewann ich erstaunliche Erkenntnisse über die innere wie äußere Natur und meine Verbundenheit mit ihr.

Doch ohne professionelle Mitwirkung – vor allem der liebevollen Zuwendungen aller Beteiligten – hätte ich diese Herausforderung nicht in jener Leichtigkeit gemeistert. Deshalb möchte ich mich von ganzem Herzen bei all den wunderbaren Menschen bedanken, die mit ihrer hilfreich unterstützenden Heilarbeit eine Strecke meines Pfades begleiteten und teilweise noch begleiten.

Mein besonderer Dank geht an:

Helene Henke, das Team von Peter Hess,

Birgit Laabs, Daniel Aigner, Axel Müller-Blomeyer,

Sabine Kuschel, Marion Augustin, Shai Tubali,

Michael Großer, Carlos Michael, Lex van Sömeren,

Ines Nonnenmacher, René Lecoutré,

Carien Wijnen sowie Dr. Dr. Christoph Bergmann,

zugleich allen geschätzten Weggefährten, die hier

namentlich nicht einzeln aufgeführt sind.

Vorwort

Im Jahr 2012, von Panikattacken aufgewühlt und zusätzlich beunruhigt über eine zunehmende Sozialphobie, entschloss ich mich zu einer Gesprächstherapie. Denn seit frühester Jugend attackierten Angstzustände in einer Endlosschleife mein Leben und ich drohte darin unterzugehen. Erschrocken stellte ich fest, dass ich wieder einmal verstärkt Schwierigkeiten hatte Termine einzuhalten, mich in der Öffentlichkeit zu zeigen, sogar mich bei Freunden zu melden. Nur meine langjährige Freundin Andrea gab nicht auf, immer wieder rief sie an und lockte mich aus meinem Schneckenhaus. Doch so konnte und wollte ich nicht weiterleben. Um spirituell zu wachsen, musste ich mich jener folgenschweren Angst stellen. Glücklicherweise fand ich Dr. Bergmann, einen hochspezialisierten Facharzt der Psychiatrie und Psychotherapie mit einer ebenso fundierten spirituellen Ausbildung. Für mich, in jener widrigen Situation, eine grandiose Kombination, denn auf keinen Fall wollte ich, dass diese scheinbar grundlose Angst mit Tabletten unterdrückt wird. Ich wusste: Ihr konnte ich nur bewusst entgegentreten, ich musste ihr ins Gesicht sehen, um mich endlich davon zu befreien. Für die nun folgende Gesprächstherapie erbat Dr. Bergmann meinen Lebenslauf. Widerstrebend machte ich mich an diese Aufgabe. Erneut kostete es große Überwindung jenes desaströse Leben, besonders die Kindheit, anschauen zu müssen. Jedes Mal zuvor legte ich – schamhaft und schmerzlich berührt von den erzieherischen Maßnahmen der cholerischen Mutter, meinem Scheitern in der Schule sowie dem eigenen Versagen als Mutter – diese Arbeit unvollendet zur Seite. Mein früheres Leben bedeutete ein schreckliches Auf und Ab, eine Achterbahn der Emotionen.

Und jetzt ließ jener tiefe Einblick die leidvolle Vergangenheit, in der Gewalt eine große Rolle spielte, wiederaufleben: Ich sah die gestörte Beziehung zur äußerst traumatisierten Mutter, die gescheiterten Partnerschaften mit Männern, welche keine Verantwortung für ihre Kinder übernehmen konnten oder wollten, darüber hinaus meine verzweifelte Suche nach Liebe und Nähe. Doch zugleich blockierte mich eine tiefverwurzelte Angst, sabotierten Scham und Schuldgefühle sowie Minderwertigkeitskomplexe mein Leben. Diese Umstände trieben mich als Jugendliche fast in den Freitod und führten zu einer Taubheit in meiner Gefühlswelt, denn diese wurde zu oft mit Füßen getreten.

Im Laufe der Therapie offenbarten sich dann – zum allgemeinen Erstaunen – all jene Erfahrungen in Gedichtform (z. B.: Gedicht: „ Fragen", Seite 95). Auf diesem Wege fiel es mir wesentlich leichter in die qualvolle Vergangenheit einzutauchen. Und nun quollen ständig neue Details aus dem Unterbewusstsein empor. Es zeigten sich schmerzhafte Erinnerungen, jedoch sprudelten auch bedeutungsvolle Erlebnisse an die Oberfläche und setzten sich zu einem immer vollständiger werdenden Bild zusammen. Ich erkannte: Viele Jahre war mein Leben eine Suche nach einer anderen Wahrheit, außerdem eine Gratwanderung aus Süchten, mit einem unbändigen Verlangen nach einer liebevollen Partnerschaft. Daraus entwickelte sich Sehnsucht nach Erfüllung, die Suche nach einem Wohlfühlort – um endlich ankommen zu dürfen. Aber wo und bei wem?

Hier, in diesen Aufzeichnungen chronologisch aneinandergereiht, verdeutlichte sich mir, dass mein Leben erstaunlich planvoll verlief – wie von einer höheren Intelligenz geführt. Verblüfft nahm ich wahr, dass ich bereits als Jugendliche von einer leisen Inneren Stimme aufgefordert wurde, genauer hinzuschauen, achtsam zu sein und zu bleiben. Sie unterrichtete mich in allen Lebenslagen, führte und begleitete beachtlich weise meinen Werdegang. Doch es brauchte einige Zeit bis ich lernte den Weisungen jenes Inneren Lehrers zu vertrauen und seinen Anweisungen zu folgen.

Mit Hilfe dieser Autobiografie möchte ich aufzeigen, dass selbst tiefste Verletzungen – erlitten durch Kränkungen, Erniedrigungen, Gewalt sowie Missbrauch – sich in Liebe wandeln lassen, dass sogar Wut und Hass in einem verzeihenden – sich öffnenden, sich erwärmenden – Herzen verblassen. Um anderen Menschen, wie auch mir dienen zu können, erwachte mein Interesse für spirituelle Heilarbeit: Reiki, Meditation, die Chakrenlehre, Atemübungen, zusätzlich besuchte ich Gesangs- und Klangseminare. Jene Praktiken ermöglichten die Auflösung von Altlasten, von inneren Blockaden, gewährten die Befreiung vom übermächtigen Ego und sorgten für die Heilung des verletzten Inneren Kindes. Im Verstummen der ewig kreisenden Gedankenströme, fand der Verstand heilsame Ruhe und kam in Kontakt mit der geistigen Ebene. Die Gesprächstherapie diente der Bewältigung meiner Vergangenheit, sie gestattete eine besonders achtsame Selbstreflexion. Diese erweiterte Betrachtungsweise steigerte meine Selbstbewusstheit, sie erlaubte die Bereitschaft in liebevoller Einsicht allen zu vergeben, zugleich das, was sich nicht ändern ließ, anzunehmen. Jene befreiende Art der Wahrnehmung gab mir ein höheres Selbstvertrauen, sie förderte meine Präsenz im Hier und Jetzt. All das zusammen schenkte mir inneren Frieden, Ausgeglichenheit sowie eine heitere Leichtigkeit und führte schließlich zu diesem Buch: „ Im Lebens-Licht erwachen".

Hier beschreibe ich meinen Bewusstwerdungsprozess sehr ausführlich und möchte damit geplagten Menschen aufzeigen, dass es einen Weg gibt, der aus Kummer, Schmerz und Angst – also aus Unglück, Schwere und Dunkelheit herausführen kann. Ich wünschte meine Niederschrift könnte dem einen oder der anderen LeserIn Mut machen, ihren Weg der Selbst-Erkenntnis zu überdenken oder (mit Unterstützung) sogar den eigenen zu beschreiten.

Sieh! Hinter deinem Leid wartet ein strahlendes Juwel auf dich, gönne es dir und reiche es dir selbst zum Geschenk.'

Erläuterungen

Um den Fluss der Biografie (Kapitel 1) nicht zu unterbrechen, erscheinen meine Einsichten und Erkenntnisse in Kapitel 2 – der sogenannten Prozessarbeit. Die in Klammern gesetzten Seitenzahlen ermöglichen jedoch das Weiterlesen. Sie führen zu den inhaltlich entsprechenden Abschnitten, ebenso zu den Gedichten (Kapitel 3) und wieder zurück.

In Kapitel 2 werden zur besseren Darstellung des Prozesses folgende drei Bewusstseinszustände genannt:

1. Kleines Ich: das Ego, die nach außen in die materielle Welt gerichtete Persönlichkeit – jene mal mehr oder weniger (selbst-)süchtige und (be-)herrschende Ich-Bewusstheit. Die materielle, körperliche Ebene.

2. Das Innere Kind: der innere Persönlichkeitsanteil – das Unterbewusstsein. Hier ist alles, was wir erfahren, erlebt und erlitten haben wie auf einer Festplatte gespeichert. Die Ebene der Gefühle, der Seele.

3. Das nichtpersönliche Hohe oder Wahre Selbst: reines Bewusstsein, unsere tief im Innersten verborgene Wesenheit – die ICH-BIN-Gegenwart, jene schöpferische, geistige Ebene.

Dämmerland drückt meine Unbewusstheit, den Zustand der geistigen Abwesenheit im Hier und Jetzt aus. Es beschreibt den, mit anderen Dingen beschäftigten, abgelenkten sowie von einem süchtigen Ego beherrschten Verstand. Aufgrund von unzureichendem Selbstbewusstsein sowie einem mangelnden Selbstwertgefühl war ich oftmals nicht in der Lage mich in der Öffentlichkeit zu zeigen oder die Präsenz anderer zu ertragen. In solch schwierigen Phasen zog ich mich zurück. Wie eine Schnecke, die sich bei drohender Gefahr in ihr Schneckenhaus zurückzieht. Dies wiederum führte zu Schuld- und Schamgefühlen. Denn leider versagte mir ebenso der Mut auf jene, von mir enttäuschten Menschen anschließend zuzugehen, um mich zu entschuldigen. Diese unverständliche Verhaltensweise bedauerte ich selbst zutiefst, dadurch verlor ich einige Freundschaften.

Denker und Lenker

Denker nenne ich den Verstand. Jenen Hilfsgeist, der mich im Alltag zurechtfinden lässt und mir bei allen Tätigkeiten dient. Der wissen will, fragt und nach Wahrheit sucht. Welcher lernt und daraus Schlüsse zieht. Der beurteilt, urteilt, wertet, bewertet und daraus Vergleiche zieht. Der Gedanken aufnimmt, überlegt und kommuniziert. Der mit allen Sinnen erfährt, erlebt, erkennt, alles verarbeitet und darauf zum Agieren sowie zum Reagieren anregt. Er verfügt über einen (freien) Willen und kann Entscheidungen treffen. Doch ist er nicht aufmerksam, kann ein machtvolles süchtiges Ego ihn übermannen, zum Knecht machen und in die Irre leiten. Zudem übernimmt er oftmals unbewusst oder unreflektiert die Sichtweisen anderer, besonders in der Kindheit sowie in der Jugendzeit. Entfernt er sich von seiner höheren Entsprechung und verfängt sich in der materiellen Welt, dann sieht er ihre äußere Erscheinung als einzige Wahrheit an. Der Träumer aber auch der Torwächter.

Lenker bedeutet für mich der geistige Aspekt des Denkers. Es ist der Ausdruck jener höheren An-Wesenheit, welche den größeren Plan meines Lebens kennt und mich bei dessen Erfüllung hilfreich unterstützt: Mein Innerer Lehrer – der Geistführer - dessen leise Stimme zu mir spricht und der weise meine Geschicke lenkt. Er ist Teil der schöpferischen Intelligenz, die Alles-was-ist durchdringt, erfüllt und belebt, der Zeuge.

Gedichte

Das erste Gedicht (,, Mutter – Abschied nehmen", Seite 171)weckte mich am Sonntag, den 23.06.2013, gegen halb fünf Uhr morgens. Ich brauchte es praktisch nur noch aufzuschreiben.

Diese Worte empfange ich im Zustand der Gedankenleere. In jenen Momenten äußert sich die Innere Quelle mit leiser Stimme, zusammen mit Gefühlen sowie in aussagekräftigen Bildern. Währenddessen verbreitet sich die hingebungsvolle Wärme der Seele in meinem Herzen. Diese ungewohnt gefühlsbetonte Ausdrucksweise überraschte mich zutiefst, denn seit jeher, bereitet sie mir enorme Schwierigkeiten – besonders in schriftlicher Form. Das Gedicht: „Der Wortefluss"„Durchsagen"