Dela Kienle

Ein Jahr in Rom

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Impressum

Titel der Originalausgabe: Ein Jahr in Rom

© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2017

Alle Rechte vorbehalten

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Umschlaggestaltung: Designbüro Gestaltungssaal

Umschlagmotiv: © Eva Katalin Kondoros – istock

E-Book-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

ISBN (E-Book): 978-3-451-81147-0

ISBN (Buch): 978-3-451-06925-3

Inhalt

Prolog

Juni – Alle Wege ...

Juli – Das große Fressen

August – 40 Grad im Schatten

September – Im Namen des Vaters

Oktober – Ja, sie wollen!

November – Absurdistans Hauptstadt

Dezember – O du Fröhliche

Januar – Verkehrsbe(un)ruhigt

Februar – Falsche Marokkaner

März – Von Tigern und Teufeln

April – Zusammen

Mai – Hin und weg

Anmerkungen

Prolog

AM SCHÖNSTEN IST ROM im Frühjahr, wenn die Spanische Treppe unter pinkfarbenen Azaleen versinkt. Wobei … vielleicht ist der Sommer sogar noch schöner. Nach der flirrenden Tageshitze erwacht die Stadt erst abends zum Leben. Jede Piazza verwandelt sich zur Freiluftbar, und die Schatten tanzen zu den Akkordeonfetzen, die aus der nächsten Gasse herüberschweben. Ich mag aber auch den Herbst, wenn die Marktfrauen auf dem „Campo de Fiori“ Steinpilze aufhäufen. Und dann beginnt die magische Winterzeit, in der die kleinen Holzkohlefeuer der Maroni-Verkäufer duften und die ganze Altstadt glitzert.

Ein Jahr durfte ich in Rom verbringen, der wohl schönsten aller italienischen Städte. Einmal konnte ich alle Jahreszeiten auskosten – und nicht nur die touristischen Höhepunkte, sondern den normalen Alltag kennenlernen. Dann musste ich wieder in den Norden ziehen. Eine waschechte Römerin ist aus mir also nie geworden. Stattdessen ist schließlich mein Lieblings-Römer zu mir in die Kälte gezogen, wir sind in Holland gelandet, haben geheiratet. Und jetzt besuchen wir zumindest unsere große Verwandtschaft in Rom, wann immer es geht. Wenn wir dann zum ersten Mal wieder durch die Altstadtstraßen bummeln, zum brausenden Tiber hinabschauen und in der Nähe vom Pantheon den ersten frisch gebrühten caffè herunterkippen, fühlt sich das gut an. Vertraut. Ein bisschen wie nach Hause kommen.

Natürlich steht auch in Rom die Zeit nicht still. Seit meinem Jahr dort hat sich einiges geändert. Noch immer rumpeln die Dieselruß-hustenden Busse durch die Straßen, aber immer öfter steige ich nun auch in leise schnurrende Elektrobusse. Und an einigen Haltestellen blinken neuerdings digitale Anzeigentafeln, die voraussagen, wann der vermaledeite 85er-Bus endlich vorbeikommt. Vor dem Petersdom wundere ich mich über die ungeheure Menschenschlange, die sich jetzt auch an gewöhnlichen Werktagen rund um den riesigen Platz schiebt. Wahrscheinlich liegt es an den gesteigerten Sicherheitskontrollen. Jedenfalls kann man nicht mehr einfach in die Basilika hineinspazieren.

Dafür erstrahlen einige Monumente in neuem Glanz – allen voran der Trevi-Brunnen. Fast eineinhalb Jahr war das Wasser abgelassen, und die barocken Meeresgötter versteckten sich hinter Baugerüsten. Nicht die klamme Stadt, sondern eine römische Modemarke hat die Millionen teure Restaurierung ermöglicht. Die Mühe hat sich gelohnt. Jetzt besitzt der alte Brunnen sogar Hightech-Filter, damit das Wasser den Travertinstein weniger angreift. Mehr als hundert energiesparende LED-Lampen tauchen die Tritonen abends in schmeichelndes Licht. Und wie eh und je drängen sich nun wieder die Touristen, um eine Münze in das grün-blaue Wasser zu werfen – denn der Volksglaube sagt, dass sie so eines Tages wieder nach Rom zurückkehren werden.

Als mein Rom-Jahr vorbei war, habe ich hier an der Fontana di Trevi mein Münzfach ausgeräumt. Und auch heute noch schaue ich bei fast jedem Besuch kurz vorbei. Augen zu, zack, Münze über die Schulter … Ich will kein Risiko eingehen. Und ich schätze, dass auch Sie vorsichtshalber eine Münze werfen werden. Denn wer Rom einmal kennen und lieben gelernt hat, will nur eines: wieder und wieder zurückkehren in die Ewige Stadt.

Juni –

Alle Wege …

Erste Lektion, in der ich lerne, dass vielleicht alle Wege nach Rom, aber dort nicht gleich zu einer erträglichen Mietwohnung führen.

ES GIBT NICHTS UNERFREULICHERES, als den Morgen in einer Zugtoilette zu beginnen – in einer dieser klaustrophobisch kleinen Kabinen der „Ferrovie Italiane“. Zwölf Stunden braucht der Nachtexpress von München nach Rom, und mit jedem Kilometer, den der Zug Richtung Süden rattert, verschärft sich die Lage: Ab Kufstein quellen durchweichte Wegwerfhandtücher aus dem Mülleimer. Ab dem Brenner nimmt die Müdigkeit der Reisenden zu und die Pinkel-Treffsicherheit ab. Hinter Verona fängt der Wasserhahn an zu röcheln, egal wie energisch man das Pumppedal betätigt. Und diesmal hatte einer kurz vor Bologna mit Zahnpasta „Che schifo!“ auf den Spiegel geschmiert: „Wie eklig!“ Er hatte zweifellos recht. Bloß: Dieses eine Mal konnte mich all das nicht stören. Nicht an diesem Morgen, nicht auf dieser Reise – nicht knappe hundert Kilometer vor meinem Ziel.

Bei einem livrierten Zugbegleiter erstand ich ein cornetto1 und ein Plastikbecherchen mit dampfendem Espresso. Damit schwankte ich zurück zu meinem Abteil, stemmte mich gegen die quietschende Schiebetür – und blinzelte. Wo vor einer Viertelstunde noch eine dicke, beige Plastikjalousie für Dunkelheit gesorgt hatte, schien plötzlich die Morgensonne durchs Fenster, schaukelten draußen mattgrüne Hügelketten vorbei. Die dreistöckigen Schlafpritschen waren weggeklappt. Und auf der Sitzbank saßen meine beiden Reisegefährten und schauten mich erwartungsvoll an. Ich hatte sie bis dahin nur im Halbschlaf wahrgenommen. In Rosenheim waren sie mit großem Gepolter eingestiegen; später wechselten sie sich ab mit sonorem Schnarchen (Pritsche links unten) und unterdrücktem „Giuseppe! Pssst! Basta!“-Gezischel (Pritsche links Mitte). Es war ein ältliches Ehepaar. Exil-Italiener, ganz klar – wahrscheinlich in den 1950ern nach Bayern gezogen, als es noch keinen Latte-Macchiato-Hype gab, sondern nur den unfreundlichen Begriff „Gastarbeiter“. Man kann leicht erkennen, wenn Italiener seit Jahrzehnten im barbarischen Norden leben, weil sie dann etwa, wie diese beiden gerade, mit gutem Appetit Salamibrote frühstücken. Deftiges um 7.30 Uhr morgens gilt normalerweise als vollkommen unmöglich. „Buongiorno, Signorina! Gut geschlafen?“, schmetterte mir der Mann entgegen.

Ein paar Bahnstationen später kannte ich die Lebensgeschichte der Signori Pollari, vom kalabresischen Heimatdorf, in das sie gerade wegen der Hochzeit einer Nichte fuhren, bis hin zur Dackeldame Salsiccia (Wurst), die inzwischen auf langen Zugfahrten an Inkontinenz litt und deshalb derzeit bei Tochter und bayerischem Schwiegersohn logierte. „Und Sie, Signorina? Sie machen Urlaub, eh?“, sagte Giuseppe Pollari schließlich. „Aber viel Gepäck für Urlaub!“ – „Na ja“, sagte ich und schaute schuldbewusst auf zwei enorme Rollkoffer, den Computerrucksack und eine Reisetasche, die vollgestopft war wie ein Mastschwein und halb unter dem Sitz hervorlugte. „Es ist kein Urlaub. Eher ein kleiner Umzug. Wenn alles klappt, werde ich ein Jahr in Rom leben, meine Uni-Abschlussarbeit schreiben und nebenher ein bisschen als Journalistin arbeiten. Vielleicht will ich später dort auch einmal auf Dauer leben, wer weiß.“ – „Ganz alleine, in Rom?“, fragte Signor Pollari mit erschrocken aufgerissenen Augen. Italiener machen sich furchtbar gerne Sorgen um Familienmitglieder; und da mich Signor Pollari in der letzten halben Stunde so gut wie adoptiert hatte, lieferte es einen phantastischen Anlass zur Sorge, dass ich einsam und ahnungslos durch die römische Großstadt irren wollte. „Ach was“, widersprach seine Frau, „avrà un fidanzato a Roma, no?“ Und sie nickte zufrieden, als ich rot anlief wie eine San-Marzano-Tomate.

Der Ausdruck fidanzato ist für unabhängigkeitsliebende deutsche Mittzwanziger ziemlich gewöhnungsbedürftig. Wörtlich bedeutet er nämlich „Verlobter“. Er wird zwar schon gern gebraucht, sobald die ersten amourösen Verstrickungen gelöst sind und man, sagen wir mal, öffentlich händchenhaltend durch sein Viertel schlendert. Aber trotzdem: Wo Deutsche noch drucksend von „Freund“, „Beziehung“ und „mal sehen, wie’s weiterläuft“ sprechen, läuten in Italien – rein sprachlich gesehen – fast schon die Hochzeitsglocken. Das Wort fidanzato brachte mich regelmäßig in Verlegenheit. Erst recht, wenn es gerade um meinen Rom-Umzug ging.

Dass ich dort die Uni-Abschlussarbeit schreiben wollte, stimmte schon. Es war die offizielle Version für Professoren und „du-solltest-dich-nicht-so-viel-in-der-Weltgeschichte-herumtreiben“-Mahner. Als Journalistin arbeiten? Na ja. Ich hatte diverse Praktika und eine glorreiche Nebenjobkarriere beim Bonner General-Anzeiger (Lokalteil Beuel, Schulfest- und Verkehrsunfallgeschichten für 20 Cent pro Zeile) hinter mir. Außerdem hatte ich gerade die Zusage bekommen, dass ich an einer Hamburger Journalistenschule angenommen worden sei, an die ich nach Uni und Romjahr wahnsinnig gerne gehen wollte. Aus Rom würde ich vielleicht tatsächlich den einen oder anderen Artikel verkaufen können. Doch der wahre Umzugsgrund war schrecklich klischeehaft – denn ich hatte tatsächlich einen Fidanzato: Daniele, 27, waschechter Römer. Er hatte dunkle Wuschelhaare, einen verrosteten roten Renault Quattro und eine Abneigung gegen lange Telefonate, was unsere Fernbeziehung nicht gerade einfacher machte. Mit dem üblichen „mal sehen“ würden wir zwei nicht weiterkommen – aber vielleicht, wenn wir endlich in der gleichen Stadt lebten?

Daniele schien den Umzug wert, und unter uns: Einmal in Rom zu leben, empfand ich nicht gerade als Opfer. Ich hatte schon während des Studiums ein Jahr im überschaubar kleinen Florenz verbracht, das fest in der Hand von Erasmus-Studenten und Touristen war. Aber Rom mit seinem Hauptstadtchaos, seiner merkwürdigen Mischung aus Uraltem und Neuem, mit seinen schnoddrigen Einwohnern … das war etwas anderes! Das war Italien für Fortgeschrittene – auch wenn mir schon schwante, dass ich etliche Nachhilfestunden nötig haben würde. Ob ich da wohl zurechtkommen würde? Ob es mit Daniele klappen würde? Ob ich mir irgendwann vorstellen könnte, in Rom zu leben? „Gleich sind wir da!“, rief Signor Pollari plötzlich und begann, Koffer vom Gepäcknetz zu zerren und seine Jacketttaschen abzuklopfen nach den Reservierungen für die Weiterfahrt. Draußen hatten sich die Gleise vervielfacht; das Gewirr aus Oberleitungsdrähten zerschnitt den blauen Himmel, und der Zug holperte langsam durch einen Metallmasten-Wald: „Roma Termini“ stand auf einem großen Schild. Hauptbahnhof, Endstation. Plötzlich war ich nervös.

Fast eine halbe Million Menschen durchkreuzen täglich Termini – Reisende, Bettler, illegale Taxifahrer, Pilger, fliegende Händler und unzählige Römer im Businesslook, die schnell zur Arbeit müssen, obwohl die Metro mal wieder streikt, verdammt. Von der halben Million, schätzte ich, wuselte etwa die Hälfte gerade auf dem Bahnsteig herum, auf dem ich jetzt mit Rollkoffern, Computerrucksack und Mastschwein-Reisetasche stand. Die Pollari hatten mir noch herzlich „In bocca al lupo!“2 gewünscht und waren dann in der Masse verschwunden. Ich fühlte mich verloren. Wo war Daniele?e? No, grazie, ich brauche kein Hotel! No, grazie, ich will nicht zum exklusiven Sonderpreis zum Kolosseum kutschiert werden! Mit Profiblick hatten Nepper und Schlepper mich als Rom-Neuling enttarnt, umkreisten mich wie hungrige Hyänen, die leichte Panik und lockere Euros witterten. Ein Schnurrbartträger setzte gerade zur nächsten multilingualen Attacke an: „Inglish? Deuts? You want cheap room?“ Doch da kam Daniele wild winkend angelaufen, außer Atem, lachend, erzählte irgendwas von Parkproblemen, und dann fielen wir uns in die Arme und küssten uns, und die Hyänen waren ratzfatz verschwunden. Ein einheimischer Fidanzato, tja, dann war wohl gerade nichts zu holen. Aber sie würden mich schon noch kriegen, sobald ich alleine unterwegs wäre. Auf irgendwas fällt jeder rein in Rom.

Danieles rostroter Renault Quattro war fragwürdig schräg zwischen einem Straßenlaternenpfahl und einem Müllcontainer geparkt. Ich kannte und mochte dieses Auto von früheren Besuchen. In besseren Zeiten hatte es Danieles Bruder gehört, und wenn man vorn in der Ablage wühlte, fand man noch Parkzettel von 1988. Zum letzten Mal durch den TÜV gekommen war es nur, weil der Bruder behauptet hatte, sein alter Vater nutze es nur noch auf Feldwegen, um damit zum Olivenhain der Familie zu fahren. Der Vater ist wohlgemerkt pensionierter Lehrer und besitzt keine Olivenbäume, sondern nur Blumenkästen auf dem innerrömischen Balkon. Die hintere Sitzbank des Renaults war schon lange ausmontiert, so dass tatsächlich Platz war für mein ausladendes Gepäck, zwischen Reservekanister, Picknickdecke, ein paar zerknitterten Ausgaben der Repubblica und einem halb aufgepumpten Fußball. Irgendwie war dieses Auto wie Daniele, dachte ich, während ich mich auf den Vordersitz plumpsen ließ: kein bisschen eitel, liebenswert und unkonventionell. Mit dem sauber ausgesaugten Alfa Romeo vom Papa protzen kann ja jeder. „Was hast du bloß alles mitgeschleppt?“, fragte Daniele, als er endlich alle Koffer verstaut hatte. „Alles Unikram! Ich hab sicher zwei Bibliotheksregale voll mit Büchern kopiert“, behauptete ich. „Brava! Meine strebsame deutsche Freundin“, grinste Daniele. „Hoffentlich hast du auch noch Zeit für anderes als für die Abschlussarbeit!“

Natürlich hatte ich Zeit, zunächst sogar mehr als jeder andere. Während Danieles Wecker frühmorgens klingelte und er sich schlaftrunken ins Pendlerchaos stürzte – er ist Ingenieur und arbeitete am anderen Ende Roms –, drehte ich mich auf meiner Gästematratze um, braute später mit der silbernen Caffettiera Espresso und brach dann zu Erkundungstouren in die Innenstadt auf. Am ersten Tag probierte ich ein halbes Dutzend Eisdielen auf der Suche nach dem perfekten Erdbeereis. Am zweiten Tag besichtigte ich das Forum Romanum. Und am dritten Tag ärgerte ich mich, dass ich weder auf der Spanischen Treppe noch auf der Piazza Navona in die Sonne blinzeln konnte, ohne gleich von kaugummikauenden Möchtegern-Latin-Lovers angequatscht zu werden. Ich machte also genau das, was Rombesucher eben so machen, und das war zweifellos großartig – aber eben kein Alltag, nicht das, was ich diesmal wollte. Am vierten Tag kaufte ich mir also das Anzeigenblatt Porta Portese.

„Ich hab mit der Wohnungssuche begonnen!“, verkündete ich abends und wedelte mit dem Immobilienteil, den ich inzwischen mit Kringeln und Ausrufezeichen dekoriert hatte. „Oje“, sagte Daniele, „in bocca al lupo!“ Den Ausspruch kannte ich jetzt ja schon. „Meinst du wirklich, dass es so schlimm wird?“, fragte ich verunsichert. „Ich bin doch die perfekte Mieterin: Nichtraucher, keine Haustiere, freundliches Wesen …“ – „Wahrscheinlich hast du’s tatsächlich leichter“, sinnierte Daniele. „Die denken sicher alle, so ein deutsches Fräulein putzt besonders gründlich und zahlt pünktlich die Miete.“ Ich streckte ihm die Zunge heraus. „Hör mal, im Ernst“, sagte er, „der Wohnungsmarkt in Rom ist wirklich schwierig. Das meiste läuft unter der Hand. Ich kann mich mal umhören, wenn du willst.“ Ich nickte ergeben, beschloss aber, es trotzdem mit den Anzeigen zu versuchen. Einige klangen gar nicht schlecht. Und das Ganze hörte sich nach einer wertvollen Lektion im Romverstehen an.

Nun mag sich der eine oder andere fragen, warum ich nicht gleich bei Daniele wohnen bleiben wollte. Ehrlich gesagt habe ich mich das in den Folgetagen ebenfalls öfter gefragt, während ich mit Porta Portese, ausgedruckten Internetanzeigen und Telefonnummerschnipselchen aus der Uni durch Rom irrte. Aber es gab mehrere Gründe. Zunächst fand ich’s schon spannend genug, mit ihm in der gleichen Stadt zu wohnen. Wir hatten uns einige Semesterferien zuvor bei einem deutsch-italienischen Theatercamp in Berlin kennengelernt und hatten dann mehr oder minder Kontakt gehalten – bis zu meinem Florenzjahr, als Wochenendbesuche einfacher wurden und es kurz vor meiner Heimreise zwischen uns funkte. Jetzt sofort zusammenzuziehen? Das fanden wir beide ein bisschen schnell. Dazu kam, dass Daniele gar nicht alleine wohnte. Nein, nein, er lebte nicht mehr bei Mamma – und wie ungewöhnlich das für einen Römer war, wurde mir erst ein paar Monate später klar, als ich einen größeren Bekanntenkreis hatte und wirklich niemand, niemand, niemand von zu Hause ausgezogen war. Aber zu diesem Thema komme ich später. Daniele jedenfalls hatte ein kleines WG-Zimmer in der Via Todi, ein paar Metrostationen südlich der Lateranbasilika. Der Wohnungsbesitzer war ein Bekannter, der nach Norditalien gezogen war. Er hatte ihm das Zimmer günstiger überlassen – unter der Bedingung, dass Daniele sich um die Wohnung, um Nebenkostenabrechnungen und um die Vermietung der anderen beiden Zimmer kümmerte. In einem wohnte schon länger Jochen, ein deutscher Archäologe, der an seiner Doktorarbeit schrieb, viel lachte und zweifelhaft kochte.3 In dem anderen war vor kurzem ein Engländer namens Ryan eingezogen, der an einer Sprachschule jobbte, dort viele Mädchen kennenlernte und fast jeden Abend geräuschvollen Sex hatte. Daniele wohnte also in einer überbevölkerten, typischen Jungs-WG, und dort dauerhaft einzuziehen und auf der Gästematratze zu logieren, hatte ich nicht wirklich verlockend gefunden. Das war freilich vor dem Beginn meiner Wohnungssuche.

„Trastevere affittasi monolocale arredato ampio E 550“, ein weitläufiges, möbliertes Einzimmer-Apartment im Szeneviertel Trastevere: Ich war nicht die Einzige, für die diese Anzeige verheißungsvoll geklungen hatte. Ein gutes Dutzend junger Leute wartete schon vor dem Eingangstor auf den Makler, manche betont lässig, andere nervös damit beschäftigt, noch einmal die Porta Portese durchzuforsten und bei weiteren Wohnungen anzurufen. Ich schaute nach oben: ein wuchtiges, würdiges Wohnhaus, wahrscheinlich um die Jahrhundertwende gebaut. Die Fenster waren von grünen Läden umrahmt. Welches wohl zu der Wohnung gehörte? Oder lag sie vielleicht ganz oben, mit Zugang zu der kleinen Dachterrasse? Ich sah mich schon mit Blick über die Dächer bei Sonnenuntergang Rotwein trinken … Doch dann kam der Makler – und Bewegung in den Haufen der Wohnungssuchenden. Der Makler nickte links und rechts, murmelte irgendwas mit „Allora …“ und „Vediamo un pò!“4 und nestelte einen dicken Schlüsselbund aus seiner Aktentasche. Mit dem machte er sich dann allerdings nicht an dem schweren Eingangstor zu schaffen, sondern rund zwei Meter daneben an einer kleinen Tür. Ich hatte sie bis dahin gar nicht wahrgenommen: Sie sah aus, als sei sie aus der Hauswand geschnitten, gleiche Farbe, gleiche Struktur. Hinter der Tür kam eine Treppe, und die stiegen wir nun im Gänsemarsch nach unten, in das „weitläufige Einzimmer-Apartment“, das allerdings verdammt nach einem dunklen Souterrain mit Fensterschlitzen aussah. Und die Möblierung? Die bestand aus einem Campingtisch, einem Metallbett mit Goldschnörkeln, einem Gasherd und einem laut brummenden Kühlschrank. „Da dove viene, signorina?“, „Woher kommen Sie denn?“, fragte plötzlich der Makler, der von hinten an mich herangetreten war. So war das immer: Zu meinem Leidwesen ging ich nie und nirgends als Italienerin durch – nicht mal im schummrigen Souterrain-Licht. Trug ich teutonische Kleidung? Lag es am fehlenden Make-up? Oder an meinen Haaren, die straßenköterbraun waren, doch in Italien regelmäßig als „blond“ bezeichnet wurden? „Ich komme aus Deutschland“, antwortete ich dem Makler matt, und der lächelte gewinnend. „Ja, ja, Ausländer lieben dieses Viertel! Bis vor Kurzem hat hier ein Amerikaner gewohnt. Zwei Monatsmieten Kaution fallen aber noch an. Und die Nebenkosten kommen natürlich extra.“ – „Ich überleg’s mir“, murmelte ich und floh Richtung Treppe, Richtung Licht.

Nach dieser Erfahrung begann ich, die Anzeigen kritischer zu lesen. Affittasi posto letto: Da wird nicht einmal ein ganzes WG-Zimmer vermietet, sondern nur ein Bett in einem Zweier- oder Dreierraum. Vicino alla metro: Doch, doch, ein dreißigminütiger Fußmarsch bis zur U-Bahn gilt als „nahe“. Stanza luminosa: Es gibt ein Fenster, das nicht zum Lüftungsschacht hinausgeht. In app. to con proprietari: Der dickbäuchige Eigentümer und seine Tante leben ebenfalls in der Wohnung, und man trifft beide schon morgens im Bad. Ich schaute mir weitere Kellerlöcher an und WG-Zimmer, die nur durch einen Schrank von der Küche abgetrennt waren. Und wann immer ein Apartment erträglich, ein Zimmer o.k., eine Wohnsituation machbar waren, gab es so viele Interessenten, dass ich am Schluss vergebens auf die Zusage wartete.

Ich brauchte Ablenkung und bessere Laune. Also rief ich Francesca an, und wir trafen uns auf dem Campo de Fiori zum Kaffeetrinken. Wie an jedem Morgen war Markt, und es dauerte ein wenig, bis wir uns zwischen den Fisch- und Gemüseständen entdeckt hatten. „Invasion aus dem Norden!“, spöttelte Francesca zur Begrüßung, umarmte mich dann aber herzlich und gab mir rechts und links ein Küsschen. Francesca hatte ich, genau wie Daniele, ein paar Semester zuvor bei dem Theatersommercamp kennengelernt, und wir waren befreundet geblieben. Sie ist Ur-Römerin in der x-ten Generation, und das ist tatsächlich erwähnenswert, weil bei den allermeisten Hauptstadtbewohnern erst die Eltern oder Großeltern aus umliegenden Dörfern oder aus anderen italienischen Regionen hergezogen waren. Echte Römerinnen – und das schreibe ich voller Sympathie – sind das Gegenteil von den weltgewandten Londonerinnen oder den eleganten, kühlen Pariserinnen. Natürlich fehlt es auch in Rom nicht an Schickeria-tauglichen Geschäften, rund um die Via Condotti drängeln sich die Boutiquen von Dolce & Gabbana, Gucci und Bulgari; und natürlich schlägt auch die weniger betuchte Römerin unsereins um Längen, was die geschmackvolle Kleidungsauswahl angeht oder das nonchalante Stöckeln übers mörderische Kopfsteinpflaster.

Doch von solchen Äußerlichkeiten darf man sich nicht täuschen lassen: Echte Römerinnen haben etwas von den (selbstverständlich römischen) Marktfrauen hier am Campo de Fiori, von denen eine gleich neben unserem Cafétischchen gerade ihre Nichte anraunzte, weil die mit dem Artischockenputzen nicht vorankam. Römerinnen sind Grantlerinnen mit Herz, oft durchaus ruppig, so ähnlich wie alteingesessene Berlinerinnen. Auch der Romanesco-Dialekt klingt etwa so elegant wie breites Berlinerisch – also gar nicht. Natürlich ist die echte Römerin ungeheuer heimatverbunden. Dudelt mal wieder „Roma Capoccia“5 im Radio, singt sie inbrünstig mit. Zwar seufzt sie oft, wie mühsam das Leben in der Hauptstadt geworden sei, der Verkehr, der Smog, die Preise … Doch wegziehen? Niemals! Wohin denn auch? Touristen betrachtet sie mit einer Mischung aus verständnisvollem Mitleid („Die Armen, endlich sehen sie mal ein bisschen Kultur!“) und Verachtung („Müssen die ihre dreckigen Sandalenfüße in unseren Brunnen waschen?“).

Francesca war also eine echte Römerin. Sie hatte vor Kurzem ihr Geschichtsstudium mit Bestnote abgeschlossen, hangelte sich jetzt aber von Ausbeuterjob zu Ausbeuterjob, wie es bei den Absolventen von lettere6 in Italien so üblich ist. Natürlich war sie AS-Rom-Fan, und alles andere hätte ihr auch den Zorn ihrer fußballverrückten Familie zugetragen. Ihr dunkel-blaues motorino ritt sie kühn, aber sehr zerstreut über die dreispurige Via Portuense am Tiber, und obgleich sie schon immer in Rom gelebt hatte und dort wohl für immer leben wird, besaß sie einen erstaunlich schlechten Orientierungssinn. Wahrscheinlich weigerte sie sich insgeheim auch nur, den Vierteln außerhalb des Altstadtzentrums minimales Interesse entgegenzubringen, aber wann immer wir etwa zu Danieles Wohnung fuhren, musste ich, hinter ihr auf dem Motorino festgeklammert, ihr wieder aufs Neue die Richtungsanweisungen zuschreien, als sei sie noch nie die Tuscolana langgefahren. Dafür konnte Francesca, wenn sie wollte, aus dem Stand Vorträge über die italienische Renaissance halten – oder bissig und höchst amüsant über gemeinsame Bekannte lästern. Francesca war großartig. Und jetzt hörte sie voller Sympathie meine Jammereien über den Wohnungsmarkt an.

„Es ist hier ja wirklich schlimmer als in München“, schmollte ich, nachdem ich von unzähligen Telefonaten und Besichtigungsterminen erzählt hatte. „Wieso München?“, fragte Francesca und kippte ihren pechschwarzen caffè in einem Zug hinunter. „Weil München für Wohnungssuchende grauenhaft ist“, erklärte ich. „Viel zu teuer, viel zu viele Interessenten, überall wird man mit Selbstauskunftsbögen gedemütigt … Und hat man endlich was gekriegt, kassieren die Makler zwei Monatsmieten und lassen dich unmögliche Mietverträge unterschreiben; dass du die Wohnung blitzblank und frisch gestrichen zurückgeben wirst, obwohl sie bei der Übernahme dreckig und fleckig war.“ – „Na, zumindest das bleibt dir erspart!“, sagte Francesca. „Die Flecken?“, fragte ich. „Nein, der Vertrag! Auch wenn du etwas findest, wirst du keinen Vertrag bekommen. Das kannst du gleich vergessen!“

Es ist nämlich so in Rom: Wer irgendwie kann, kauft sich eine Wohnung. Und wenn der Kredit abbezahlt ist, spart er weiter, damit sich die erwachsenen Kinder irgendwann ebenfalls eine Wohnung kaufen können. Die Eigentumsquote liegt in Italien bei bis zu 80 Prozent – fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Vielleicht liegt es an einem tief sitzenden Misstrauen gegen Banken, vielleicht an der früher üblichen Lira-Inflation – aber nur die eigenen vier Wände scheinen dem Römer Seelenruhe zu geben und die Gewissheit, dass er sein Geld vernünftig angelegt hat. Wenn dann eine alleinstehende Tante oder die alten Eltern sterben und der Römer plötzlich zwei oder drei Wohnungen besitzt, wird er sie wahrscheinlich nicht verkaufen, sondern als zusätzliches Sicherheitsnetz behalten wollen. Und dann vermietet er sie – aber zu den verqueren Bedingungen der Hauptstadt. Die Ehefrau oder ein volljähriger Sohn melden ihren angeblichen Erstwohnsitz, die residenza, in der Wohnung an. Einziehen werden dann aber Studenten oder junge, schlecht bezahlte Angestellte, deren Eltern leider in einem apulischen Dorf leben und nicht genügend Geld für sich, geschweige denn für Eigentumswohnungen in der Hauptstadt sparen konnten. Einen Mietvertrag? Gibt es in den meisten Fällen natürlich nicht. Dann müsste der padrone, der Hausbesitzer, ja auf die Mieteinkünfte Steuern zahlen. Und außerdem gäbe es gesetzlichen Kündigungsschutz für den Mieter. Dass der nämlich einfach nicht mehr ausziehen wird, ist der Alptraum aller römischen Wohnungsbesitzer – und gar nicht so unwahrscheinlich. Die Mieten der Hauptstadt sind die teuersten im ganzen Land und fressen laut Statistik über die Hälfte des Nettoeinkommens einer durchschnittlichen Angestelltenfamilie. Es passiert also leicht, dass eine Familie damit finanziell überfordert ist; und dann bezahlt sie gar nichts mehr, weil sie weiß, dass es aufgrund der lahmen Justiz mehrere Jahre dauern wird, bis erstmals eine Räumung versucht werden kann: ein sogenannter sfratto. In Internetforen kursieren Tipps, wie man eine solche Räumung über Jahre hinauszögern und den Wohnungsbesitzer samt lustlosen Polizisten wieder und wieder vergeblich antanzen lassen kann.

„Glaub mir, du bist gar nicht so schlecht dran!“, behauptete Francesca. „Viele Wohnungsbesitzer suchen doch gezielt ausländische Studenten als Mieter! Ihr kennt eure Rechte nicht, und irgendwann geht ihr doch wieder zurück nach Hause.“ – „Rom macht’s uns ja auch nicht gerade leicht!“, seufzte ich. „Das wird schon noch“, tröstete mich Francesca. Und dann bezahlten wir und spazierten durch die Via dei Cappellari, wo noch kleine Möbelrestauratoren und Rahmenvergolder arbeiteten, bummelten durch das Gassengewirr hinter der Piazza Navona und am Pantheon vorbei, aßen Pizza al taglio und stöberten bei Feltrinelli nach Büchern.

Als ich nach Hause kam, war ich wieder guter Dinge, und gleichzeitig fühlte ich mich ein bisschen schuldig: Da hatte ich so lange und ausgiebig gejammert, dass ich nirgends ein bezahlbares Apartment oder ein hübsches Zimmer finde – aber immerhin konnte ich danach suchen. Francesca arbeitete gerade als Mädchen für alles für einen Medizinkongress-Veranstalter, bekam für einen vollen Arbeitsmonat 450 Euro (schwarz) sowie vage Versprechungen, dass man vielleicht, vielleicht doch nach dem Sommer an einen Vertrag denken könnte, oder nach Weihnachten, mal sehen. Francesca nahm es als gegeben hin, dass sie zwar ein Universitätsdiplom hatte, aber die kommenden Jahre weiterhin in ihrem Kinderzimmer leben würde, in einer Wohnung mit den Eltern, dem jüngeren Bruder und der Promenadenmischung Brandy. Wie gern lästern wir Deutschen über das Phänomen der italienischen Muttersöhnchen (und -töchterchen), die angeblich einfach nicht ausziehen wollen, und gewiss sind Wäscheservice und Pasta-Catering im durchschnittlichen „Hotel Mamma“ nicht zu verachten. Aber Tatsache bleibt doch, dass die meisten jungen Römer keine Wahl haben, wo sie wohnen wollen und wo nicht.

Am Samstagabend darauf war ich mit Daniele in Trastevere unterwegs. Wir hatten uns geduldig bei „Dar Poeta“ in die Reihe der Hungrigen und Wartenden gestellt, nach einiger Zeit einen Tisch erobert und dann köstliche Pizza gegessen. Ich war selig, weil eine ungewöhnliche Kombination auf der Karte stand, die ich besonders mag: Pizza mit Mozzarella, viel Rosmarin – und hauchdünnen, knusprig gebackenen Kartoffelscheiben. Jawohl, Kartoffeln! Hört sich nicht sehr italienisch an, aber ich habe diese Pizza bisher nur in Rom gefunden. Nach dem Essen sind wir satt und zufrieden durch die engen Gassen geschlendert. Es war ein perfekter Sommerabend, überall flanierten erstaunlich schöne junge Menschen, den Motorinohelm in einem Arm, den Fidanzato (oder die Fidanzata) im anderen. Im orangen Licht der Straßenlaternen schienen die Häuser zu leuchten, die Brunnen plätscherten. Romantik pur. Hätte ich’s nur dabei belassen. „Komm, lass uns doch zum Gianicolo hinauflaufen“, sagte ich stattdessen, „da ist es sicher wunderschön in der Nacht!“ Der Gianicolo war ein Aussichtspunkt hoch über Trastevere. Ich war bei einem früheren Besuch einmal sonntagmittags hinaufgewandert, und der Blick über Rom war großartig. Aber Daniele rollte mit den Augen: „Zum Gianicolo? Nachts? Muss das sein?“ – „Unbedingt!“, sagte ich. „Stell dir vor: Wir beide da oben, unter uns die erleuchtete Stadt, über uns die Sterne …“ – „Stimmt, drei, vier Sterne kann man trotz Smog heute sehen“, erwiderte er trocken. „Komm, sei kein Spielverderber!“, schimpfte ich, und Daniele seufzte. „Na schön, du willst zum Gianicolo. Aber eine Nachtwanderung nach da oben kannst du wirklich vergessen. Lass uns mit dem Auto fahren – das ist wenigstens stilecht.“ Und mit diesem etwas mysteriösen Satz gingen wir zum rostroten Renault.

Um es kurz zu machen: Der Ausflug war ein Reinfall und eine Lektion in Sachen Mietmisere. Ja, schon, die Aussicht war bezaubernd. Aber wo immer es möglich war, parkten kreuz und quer Autos all jener jungen Römer, die höchst beengt bei ihren Eltern wohnten und es nie wagen würden, Freund oder Freundin zum Stelldichein ins Kinderzimmer einzuladen. Die Scheiben der Autos waren beschlagen, fast immer mit Zeitungspapier oder Kleidern zugehängt, als Blickschutz gegen die Spanner, die es hier oben wahrscheinlich paradiesisch fanden. Und das Ganze hatte nichts von Lass-uns-heute-mal-was-Wildes-Probieren, sondern war irgendwie trostlos. Ich wünschte den armen Pärchen ausladende, bequeme Betten anstelle von Fiat-Panda-Sitzen – und vor allem ein bisschen Ruhe und Privatsphäre.

Auf der Rückfahrt nach Hause schwieg ich deprimiert. Ich würde hier wahrscheinlich nie ein Zimmer finden. Vielleicht sollte ich die Auto-Idee aufgreifen: nicht für Sex, sondern fürs Schreiben meiner Abschlussarbeit. Ich könnte mit dem Renault von Bibliothek zu Bibliothek fahren und zwischendurch in einer Parklücke mein Laptop herausziehen. In den Kofferraum würden Aktenordner und Bücher passen, und vielleicht ließe sich der Drucker an den Zigarettenanzünder anschließen.