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Kyra Hoffmann | Sascha Kauffmann

Jod – Schlüssel zur Gesundheit

Wieder­entdeckung eines vergessenen Heil­mittels
Neue Power für Ihre Körperzellen

Auch bei Hashimoto-Thyreoiditis!

Jod – verkannt und unterschätzt

Jod? Ist das nicht ein alter Hut? Heute, da alle möglichen Lebensmittel und Fertiggerichte mit Jodsalz hergestellt werden, ist die Versorgungslage doch längst in trockenen Tüchern. Und Kröpfe sieht man auch keine mehr. Also alles in Butter! Oder etwa nicht? Ich muss zugeben, dass mich das Thema Jod lange nicht interessiert hat. Nachdem ich meine eigene Schilddrüse schon in jüngeren Jahren in Ordnung gebracht hatte und seit geraumer Zeit regelmäßig Fisch esse und Meersalz verwende, schien mir das Spurenelement keinen weiteren Gedanken mehr wert.

Was mir jedoch auffiel und allmählich seltsam vorkam, war die Tatsache, dass plötzlich alle Welt an »Hashi« zu leiden schien, der nach dem japanischen Arzt Hashimoto benannten Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Und immer mehr Zeitgenossen nahmen Schilddrüsenhormone ein, so viele, dass es einem schon wie die normalste Sache der Welt vorkam. Das konnte doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Wenn die Jodzufuhr stimmte, warum mussten dann so viele Menschen Schilddrüsenmedikamente einnehmen?

Als ich dann noch erfuhr, dass die Japaner tatsächlich bis zu 15 Milligramm Jod mit ihrer täglichen Nahrung aufnehmen – nein, das ist kein Druckfehler! – während man uns 180 bis 200 Mikrogramm täglich empfiehlt (1/75 dieser Menge), war meine Neugierde geweckt! Jetzt konnte ich auch verstehen, warum Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann ein Buch über Jod schrieben und warum sie mir sagten: Das Thema Jod ist so wichtig für die Gesundheit, doch es wird hoffnungslos unterschätzt.

Wie recht sie haben! Neuere Studien zeigen, dass unsere Jodversorgung nach einer Verbesserung in den Jahren bis 2003 wieder schlechter geworden ist: Sechs- bis zwölfjährige Schulkinder erreichten 2009 im Durchschnitt nur drei Viertel der empfohlenen Jodmenge. Und bei den Erwachsenen sieht es nicht viel besser aus. Selbst unter Schwangeren, deren Jodversorgung für die körperliche und geistige Entwicklung des ungeborenen Kindes exorbitant wichtig ist, sind bei Weitem nicht alle ausreichend mit Jod versorgt.

Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass die empfohlenen Jodmengen maximal für die Schilddrüse reichen. Kaum jemand weiß, dass der gesamte Körper Jod braucht: Auch unser Gehirn, die Brust, die Eierstöcke und viele andere Organe sind auf eine regelmäßige und ausreichende Jodzufuhr angewiesen. Kyra Hoffmann und Sascha Kauffmann wissen das, denn sie haben intensiv zum Thema Jod recherchiert, neue und alte Studien gelesen und internationale Experten befragt. Sie wissen, wie sich der Versorgungszustand aller Körperzellen sinnvoll messen lässt, welche Jodpräparate für wen sinnvoll sind, warum auch Hashimoto-Patienten Jod benötigen, weshalb (nicht angereichertes) Meersalz diesbezüglich ein Flop ist und wie viel Fisch oder Algengemüse man essen müsste, um sich über die Nahrung ausreichend mit diesem wichtigen Spurenelement zu versorgen.

Ich bin froh, dass die beiden ihr umfassendes und fundiertes Jodwissen nun allgemeinverständlich zu Papier gebracht haben. Am besten, Sie kaufen gleich zwei Exemplare dieses Büchleins, eines für sich selbst und ihre Familie und eins für Ihren Arzt oder Therapeuten. Denn ich möchte wetten, dass auch die in Sachen Jod (noch) nicht up to date sind.

Dipl. oec. troph. Ulrike Gonder

Hünstetten (Taunus)

Vorwort der Autoren

»Guten Tag, eine kurze Frage an Sie: Jod – was wissen Sie darüber?«

Mit dieser Frage haben wir Passanten in Düsseldorf auf der Straße angesprochen. Wir wollten herausfinden, was die Menschen im Allgemeinen über Jod wissen. Hier ein paar typische Antworten:

»Jod? Das haben wir doch in unserem Speisesalz.«

»Wir sind ein Jodmangelland, das habe ich erst gestern in der Zeitung gelesen.«

»Wir nehmen alle viel zu viel Jod auf.«

»Meine Freundin hat eine Entzündung der Schilddrüse. Der Arzt hat ihr geraten, kein Jod zu sich zu nehmen. Seitdem meidet sie es wie der Teufel das Weihwasser. Sie isst keinen Fisch mehr und geht daher mit mir auch nicht mehr zum Sushi-Essen beim Japaner um die Ecke.«

»Jod? Das ist doch in Salben drin, oder?«

»Schauen Sie mal hier, ich habe einen kleinen Kropf. Ich glaube, der kommt durch einen Jodmangel.«

»Jod? Keine Ahnung.«

»Ich kaufe immer Jodsalz. Warum weiß ich eigentlich nicht, ich habe mal gehört, es soll gesünder sein.«

»Tja, Jod … es gibt Stimmen, die behaupten, wir werden alle zwangsjodiert. Stimmt das denn?«

Wie kamen wir dazu, Passanten auf der Straße nach Jod zu fragen? Nun, kein anderer Nährstoff sorgte in den letzten Jahren für solche kontroversen Dis­kussionen wie das Spurenelement Jod. Regelmäßig tauchen in den Medien widersprüchliche Berichte zu Nutzen und Schaden von Jod auf. Viele Menschen sind dadurch sehr verunsichert. Auch im Internet wird das Thema gerade in den sozialen Netzwerken diskutiert – oftmals sehr emotional. Dieses Spurenelement polarisiert wie kein anderes.

Dies haben wir sozusagen »live« und am »eigenen Körper« während unserer Gespräche in der Düsseldorfer Fußgängerzone erfahren dürfen.

Dies war für uns als medizinische Journalisten Grund genug, diesem Spurenelement einmal genauer nachzugehen, um zu klären, was an den »Pros« und »Contras« denn nun wirklich dran ist. Das erwies sich am Anfang als gar nicht so einfach.

Wir stellten sehr schnell fest, dass es an aktueller deutschsprachiger Literatur mangelt. Außer einiger Fachartikel gibt es wenig brauchbares Material. Wir mussten also auf englischsprachige Quellen zurückgreifen. Davon gibt es sehr viele, nicht nur Fachartikel und internationale Studien, sondern auch eine Reihe gut recherchierter populärwissenschaftlicher Bücher. Auf unseren Streifzügen durch Antiquariate sind wir zusätzlich auf interessante deutschsprachige Bücher aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gestoßen. Wir stellten zudem fest, dass die Literaturrecherche nicht ausreichen würde, um unser Anliegen vollständig zu klären. Daher befragten wir ergänzend zahlreiche Jodexperten im In- und Ausland, die wir auch in diesem Buch zu Wort kommen lassen.

Je mehr wir uns mit dem Thema auseinandersetzten, desto mehr waren wir von ihm gefesselt. Nach Auswertung unzähliger wissenschaftlicher Studien und den Gesprächen der Experten stellten wir fest, dass wir viel mehr erfahren hatten, als wir für unsere ursprüngliche Absicht, das Pro und Contra von Jod zu klären, benötigten. Wir durften erfahren, dass Jod ein wirkungsvolles Heilmittel sein kann, das im 20. Jahrhundert zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Somit bekam unser Buchprojekt einen ganz neuen Schwerpunkt.

Selbstverständlich greifen wir die häufigsten Fragen zu Jod auf. Diese haben wir uns ja selber gestellt und versuchen sie in diesem Buch schlüssig zu beantworten. Was ist Jod? Warum brauchen unsere Körperzellen Jod? Sind wir wirklich ein Jodmangelland? Oder werden wir gar zwangsjodiert? Warum gibt es Jod im Speisesalz? Ist diese Beigabe schädlich für uns? Dürfen Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis Jod zu sich nehmen? Was hat Jod mit dem Intelligenzquotienten zu tun? Warum ist fast jeder Dritte Deutsche an der Schilddrüse erkrankt? Verursacht Jod Hashimoto-Thyreoiditis? Das sind nur einige unserer Fragestellungen.

Aber wir hören mit den Antworten auf diese Fragen nicht auf, sondern gehen weiter. Wir werden über das alte Heilmittel Jod berichten und wie es heutzutage sinnvoll in die Medizin integriert werden kann. Am Ende des Buches werden Sie bestimmt erstaunt sein, was Jod ist und was es alles für die Gesundheit Ihrer Körperzellen bewirken kann.

Noch eine Bitte an Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Bitte vergessen Sie alle Mythen und Vorurteile, die Sie zu Jod kennen und gehen Sie mit einer neutralen Offenheit an dieses Buch heran.

Wir wünschen Ihnen beim Lesen viele »Aha-Erlebnisse«. Sicherlich werden Sie nach dem Lesen dieser Lektüre Jod mit einem ganz neuen Blick betrachten. Vielleicht möchten Sie uns Ihr Feedback zum Buch mitteilen oder auch über Ihre Erfahrungen mit Jod berichten. Das würde uns sehr freuen.

Ihre

Kyra Hoffmann

Sascha Kauffmann

Hofheim und Düsseldorf, im Frühjahr 2016

»Dieses einfache Spurenelement könnte Ihr Leben
ändern oder sogar retten – können Sie es riskieren, Jod nicht aus­zuprobieren?«

Professor Dr. Lynne Farrow