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Inhaltsverzeichnis

Widmung
VORWORT - Den Blick schärfen: Sensibel werden für die spannende Welt der Geschlechterrollen
Was wäre, wenn wir tauschen würden?
Erziehungshintergründe – Erziehungstraditionen
Wenn ich könnte, wie ich wollte – Rollenwechselspiele
Mit Fantasie ausgedachter Geschlechtertausch
Genderswitching
Der Mann als »frauenfreundliche Züchtung«
Namensgebung – die erste Geschlechtszuordnung
»So heiße ich auch ...« – Identifikationsangebote
Lebensrealitäten im Hier und Jetzt
Der lange Weg vom Grundgesetzrecht zur Umsetzung ins wirkliche Leben
Experimente und Irritationen
Vorbilder als Wegbegleitung
Das Spektrum erweitern
Erinnerung: Reale Vorbilder
Bewegten nur Männer die Welt?
Zu finden ist nur, was drinsteht
Idole aus der Welt der Medien
Vorbild sein – eine Alltagsherausforderung
Denkmal – gemeißelt und gegossen
»Daran sollst du denken«
»Die Männer haben die Frauen oft nicht gelassen ...«
Getrennte Räume – auch bei Spiel und Spaß
Raumverteilung: Frauenorte – Männerorte
Spielwelten – eine Recherche
Spaß an Werkzeug und Technik – für Mädchen!
Das Bauecken-Phänomen
Freispielzeit für Erwachsene
Für Architekturbegeisterte: Was ist gleich – was ist anders?
Hat der Ball ein Geschlecht? – Sportliche Inszenierung
Fußball – für wen und warum?
»Pah, die haben ja nur gegen Frauen gespielt!«
So früh schon? – Seit wann Männer und Frauen Fußball spielen
Ist Sex kein Thema für Fußballspieler?
Von Spielern und Zuschauern
Heute erlaubt und morgen verboten
Leben und arbeiten – ein Überlebensspagat
»Work-Life-Balance«
Sich erinnern: Was ich einmal werden wollte
Realität oder Wunschtraum?
Kfz-Mechaniker trifft Bürokauffrau
Männer in typisch weiblichen Berufsfeldern – eine Ausnahmeerscheinung
Arbeitszeiten nach Maß
Sie putzt die Fenster im größten Wolkenkratzer der Welt
Rollenklischees – was Kinder sehen
Berufsgalerie zum Mitmachen
Den Blick schärfen – auf Erkundungsstour
Vom Umgang mit Geld – »Mann« hat es ...
Wer das Geld hat, hat das Sagen
Miese auf dem Konto – und dann?
Geld in Kinderhänden
Arbeit, Spaß und Geld – kindliche Erkenntnis
Wie wir wurden, was wir sind
Im Bauch sind alle gleichwertig
Die Chromosomen-Verwirr-Debatten
Wie sich die Geschlechtszugehörigkeit entwickelt
»Backen Sie sich Ihr Lieblingskind«
Fremdgesteuert: Vom Umgang mit Gefühlen
Verstehen durch Beobachtung
Vom Ich zum Du – realisierbare Utopien
Nachwort
Anhang
Quellennachweise
Kapitel 1 – Was wäre, wenn wir tauschen würden?
Kapitel 2 – Vorbilder als Wegbegleitung
Kapitel 3 – Getrennte Räume – auch bei Spiel und Spaß
Kapitel 4 – Hat der Ball ein Geschlecht? Sportliche Inszenierung
Kapitel 5 – Leben und arbeiten – ein Überlebensspagat
Kapitel 6 – Vom Umgang mit Geld – »Mann« hat es
Kapitel 7 – Wie wir wurden, was wir sind
Vorlesen – ansehen – hören: Medientipps für kleine und große Menschen
Kapitel 1 – Was wäre, wenn wir tauschen würden?
Kapitel 2 – Vorbilder als Wegbegleitung
Kapitel 3 – Getrennte Räume – auch bei Spiel und Spaß
Kapitel 4 – Hat der Ball ein Geschlecht? Sportliche Inszenierung
Kapitel 5 – Leben und arbeiten – ein Überlebensspagat
Kapitel 6 – Vom Umgang mit Geld – »Mann« hat es ...
Kapitel 7 – Wie wir wurden, was wir sind
Die etwas anderen Internet-Adressen
Über die Autorin
Copyright

Anhang

Quellennachweise

Kapitel 1 – Was wäre, wenn wir tauschen würden?

1

Carol Hagemann-White: Sozialisation: Weiblich – männlich. Alltag und Biographie von Mädchen. Leske und Budrich, Opladen 1984

2

Lilian Fried: »Jungen und Mädchen im Kindergarten«. In: KiTa spezial: Typisch Mädchen – typisch Junge?! Carl Link Verlag, Kronach. Sonderausgabe Nr. 2/2001, S. 11

3

»Stadtpläne für Blasenschwache.« In: Ostseezeitung vom 3.2.2004

4

Gerd Brantenberg: Die Töchter Egalias. Ein Roman über den Kampf der Geschlechter. Verlag Olle & Wolter, Berlin 1979, S. 7

5

Miriam Meckel, Marianne Ravenstein: »Cyberself-Identitäten im Netz.« Institut für Kommunikationswissenschaft, Münster (http://kommunix.uni-muenster.de/If)

6

Wälis Kiani: »Stirb, Susi«. In: Süddeutsche Zeitung vom 6./7.12. 2003, Wochenend-Beilage, Seite III

7

Melitta Walter: L.I.S.A.- Datenbank: Frauen in der Geschichte, München

8

Katholische Arbeiter- und Arbeiterinnenjugend Österreich (Hrsg.): Let’s talk about ... Körper, Sexualität & Selbstbewusstsein. Wien 1996

9

Untersuchung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom Dezember 2003

10

Bundesjugendkuratorium 2002: »Bildung ist mehr als Schule. Leipziger Thesen«. In: Ursula Rabe-Kleberg: Gender Mainstreaming und Kindergarten. Beltz Verlag, Weinheim 2003, S. 15f.

11

Kulturzeit, 3-Sat vom 25.6.2004

Kapitel 2 – Vorbilder als Wegbegleitung

1

Johannes Rau, Rede auf dem Kongress »Wissen schafft Zukunft«, 14.07.2000 in Berlin

2

Rosalind Miles: Weltgeschichte der Frau. Piper Verlag, München/Zürich 1993, S. 12

3

Jürgen Busche: »Wozu Geschichte in der Schule?« In: Süddeutsche Zeitung vom 04.02.1995, S. 4

4

Harenberg Personenlexikon 20. Jahrhundert. Harenberg Lexikon Verlag, Dortmund 1994, Einführung

5

Bruno Bürgel: »Das graue Elend.« In: Gundel Paulsen (Hrsg.): Kindheitserinnerungen aus Berlin. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1991, S. 51f.

6

Dieter Baacke: »Kinder in Medienwelten«. In: Sabine Eder, Jürgen Lauffer, Carola Michaelis (Hrsg.): Bleiben Sie dran! Medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern. GMK, Bielefeld 1999, S. 28f.

7

Starke Mädchen – Starke Frauen. 24 Lebensgeschichten von außergewöhnlichen Mädchen und Frauen, die ihren Weg gingen. Ravensburger, Ravensburg 2004. Darin »Madonna«, S. 6–13

8

Elke Mascha Blankenburg: Dirigentinnen im 20. Jahrhundert. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2003, S. 33

9

Gisela Hahn: »Frauen unter Straßenniveau«. In: Berliner Geschichtswerkstatt (Hrsg.): Sackgassen. Keine Wendemöglichkeit für Berliner Straßennamen. Nishen Verlag, Berlin 1988, S. 56

10

Kinder- und Jugendmuseum München, Schul- u. Kultusreferat u. Gleichstellungsstelle LH München (Hrsg.): Münchner Rathaus Bilderbuch Teil 2: Die Frauen, die man nicht sieht. München 2000

Kapitel 3 – Getrennte Räume – auch bei Spiel und Spaß

1

BR II, Anfang Mai 1990

2

Helga Zeiher: »Spezialorte für Kinder.« In: proJugend. Räume zum Aufwachsen – Orte zum Weglaufen? Fachzeitschrift der Aktion Jugendschutz. Landesarbeitsstellen Bayern und Schleswig-Holstein. Nr. 4/2002. Ausgabe Bayern, S. 7

3

Johannes Moser: »Platz für Inszenierungen.« In: proJugend. Räume zum Aufwachsen – Orte zum Weglaufen? Fachzeitschrift der Aktion Jugendschutz. Landesarbeitsstellen Bayern und Schleswig-Holstein. Nr. 4/2002. Ausgabe Bayern, S. 13

4

Schulreferat München (Hrsg.)/Melitta Walter (Verf.): Qualität für Kinder. Lebenswelten von Mädchen und Buben in Kindertagesstätten. München 2000, 2. Auflage, S. 97ff.

5

Maria Spitthöver: »Wie viele Ressourcen sind wessen Wünsche wert?« In: Freitag, 10.03.2000, S. 18

6

Spielzeugkatalog-Einführungstext aus: Habermaaß GmbH. Erfinder für Kinder (2003/04)

7

Freia Hoffmann/Eva Reiger (Hrsg.): Von der Spielfrau zur Performance-Künstlerin. FURORE-Verlag, Kassel 1992, S. 178f.

8

Cheryl Benard/Edit Schlaffer: Let’s kill Barbie. Wie aus Mädchen tolle Frauen werden. Heyne Verlag, München 1997, S. 256

Kapitel 4 – Hat der Ball ein Geschlecht? Sportliche Inszenierung

1

Klaus Bischops/Heinz-Willi Gerards: Trainingsbuch Mädchenfußball. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2000, S. 11

2

Internetseite von »Jungle World«, März 2004

3

Gertrud Pfister (Hrsg.): Frau und Sport. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/M. 1980, S. 36

4

Melitta Walter: L.I.S.A-Archiv u. Datenbank. München 1988

5

Dietrich Schwanitz: Männer. Eine Spezies wird besichtigt. Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 2001, S. 41

6

Klaus Bischops/Heinz-Willi Gerards: Trainingsbuch Mädchenfußball. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2000, S.7

Kapitel 5 – Leben und arbeiten – ein Überlebensspagat

1

Bernhard Badura/Henner Schellschmidt/Christian Vetter (Hrsg.): Fehlzeiten-Report 2003. Springer Verlag Berlin 2004, Vorwort

2

ebd., S. 23

3

ebd., S. 24

4

Wassilios E. Fthenakis/Martin R. Textor (Hrsg.): Mutterschaft, Vaterschaft. Beltz Verlag, Weinheim und Basel 2002, S. 123ff.

5

Bernhard Badura/Henner Schellschmidt/Christian Vetter (Hrsg.): Fehlzeiten-Report 2003. Springer Verlag, Berlin 2004, S. 80

6

Alice Scherer (Hrsg.): Die Frau. Wesen und Aufgaben. Herder Verlag, Freiburg 1951, S. 90ff.

7

Charlotte von Reichenau: »Die Bedeutung der Frauenarbeit in der Volkswirtschaft«. In: Gisela Brinker-Gabler: Frauenarbeit und Beruf. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1979, S. 335

8

Bundesamt für Statistik 2003

9

Bernhard Badura/Henner Schellschmidt/Christian Vetter (Hrsg.): Fehlzeiten-Report 2003. Springer Verlag, Berlin 2004, S. 157

10

Statistisches Bundesamt: Männeranteil in Frauenberufen bleibt nahezu unverändert. Pressemitteilung vom 22.04.2004

11

Westdeutsche Allgemeine: »In Grundschulen fehlen Männer.« 15.07.2002

12

ebd.

13

Käthe Schirmacher: Wie und in welchem Maße läßt sich die Wertung der Frauenarbeit steigern? o.O., 1908

14

BR II: Notizbuch vom 17.4.2003

15

Bernhard Badura/Henner Schellschmidt/Christian Vetter (Hrsg.): Fehlzeiten-Report 2003. Springer Verlag, Berlin 2004, S. 81

16

WSI-Mitteilungen: Arbeitszeiten nach Maß. Sonderheft. Ausgabe 03. 2002. www.wsi.de

17

Vereinigung der Hamburger Kindertagesstätten e.V. (Hrsg.): Kinderbetreuung und Berufstätigkeit. Bremen 2003, S. 37

18

Deutsches Grünes Kreuz (Hrsg.): Die Frau. Ein Jahrbuch. Verlagsgesellschaft Deutsches Grünes Kreuz, Wiesbaden 1956, S. 31

19

BR II: Notizbuch vom 13.04.2004

20

Shere Hite: Sex & Business. Männer und Frauen bei der Arbeit. Financial Times Prentice Hall, München 2000, S. 11

Kapitel 6 – Vom Umgang mit Geld – »Mann« hat es

1

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.)/Heribert Engstler, Sonja Menning (Verf.): Die Familie im Spiegel der amtlichen Statistik. Erweiterte Neuauflage 2003, S. 158

2

DGB-Info-Brief »Frau geht vor« Nr. 2, April 2004

3

Badische Zeitung, September 1999

4

Helma Sick: frau & geld. Ein Finanzratgeber. Piper Verlag, München 2002, S. 19

5

ebd., S. 19

6

ebd.

7

Beate Weymann-Reichardt: »Wieviel Taschengeld ist angemessen?« In: www.familienhandbuch.de

8

Donata Elschenbroich: Weltwissen der Siebenjährigen. Kunstmann Verlag, München 2001, S. 27

Kapitel 7 – Wie wir wurden, was wir sind

1

Hetty van de Rijt/Frans X. Plooij: Öhrchen im Bauch. Die ersten Erfahrungen des Ungeborenen mit Musik und Sprache. Wilhelm Goldmann Verlag, München 2003, S. 49f.

2

Enrico Violi: »Das Heranwachsen von Jungen«. In: Lu Decurtins: Zwischen Teddybär und Supermann. Was Eltern über Jungen wissen müssen. Verlag pro juventute, Zürich 2003, S. 51

3

Barbara Orland/Elvira Scheich (Hrsg.): Das Geschlecht der Natur. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1995, S. 14

4

Steve Jones: »Das Y-Chromosom«. In: Der Spiegel. Titelgeschichte. Ausgabe 38 vom 15.09.2003, S. 159ff.

5

Susan Gilbert: Typisch Mädchen! Typisch Junge! Praxisbuch für den Erziehungsalltag. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004, S. 25

6

Marianne Wiedemann/Theresia Grewe: Ein Fundament fürs Leben und Lernen. Ganzheitliche Förderung im Kindergarten- und ersten Grundschulalter nach dem Marianne-Frostig-Konzept. Auer Verlag, Donauwörth 2002, S. 96

7

Helga Gürtler: Angsthasen und Wüteriche. Südwest Verlag, München 1993, S. 11

8

ebd.

9

Renate Niesel: »Geschlechterbewusste Erziehung im Kindergarten – warum eigentlich?« In: KiTa spezial. Typisch Mädchen – typisch Junge?! Sonderausgabe Nr. 2/2001, S. 12

10

Margarete Mitscherlich: Über die Mühsal der Emanzipation. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1990, S. 71f.

11

Schulreferat München (Hrsg.)/Melitta Walter (Verf.): Qualität für Kinder. Lebenswelten von Mädchen und Buben in Kindertagesstätten. München 2000, 2. Auflage, S. 44

12

Tim Rohrmann/Peter Thoma: Jungen in Kindertagesstätten. Ein Handbuch zur geschlechtsbezogenen Pädagogik. Lambertus Verlag, Freiburg i. Breisgau 1998, S. 144f.

13

BR II, Notizbuch, 13.04.2004

14

Margarete Mitscherlich: Über die Mühsal der Emanzipation. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1990, S. 142

Vorlesen – ansehen – hören: Medientipps für kleine und große Menschen

Als begeisterte Kinder- und Jugendbuchleserin möchte ich Sie dazu animieren, sich mit Kinderbüchern zu umgeben. Das erhält jung und fröhlich. Neben meinem Bett liegen neben Krimis, Romanen und Fachbüchern auch Bilder- und Jugendbücher. Kinder, die mich besuchen kommen, nutzen die Gelegenheit und leihen sich bebilderte Geschichten aus – für viele Kinder die einzig erreichbare Welt der künstlerischen Umsetzung von Sprache in Illustrationen. Türkische Mädchen im Leselernstadium buchstabieren sich Die Tütenprinzessin zusammen, Jungen, die lesen langweilig fanden, amüsieren sich plötzlich mit Hans Platsch.

In meinem Kinderbuchregal finden die Kinder nur Bücher, die Mädchen und Jungen gleichermaßen emotional und clever zeigen: Vorbilder für meine kleinen Gäste.

In diesen Kontakten mit Besuchskindern aus der Umgebung wie auch mit Kindergarten- und Hortkindern stelle ich oftmals fest, dass sie keinen Bibliotheksausweis haben, dass Bücher zu Hause kein Thema sind. Schade für die Mädchen und Jungen. Sie gucken vor dem Ins-Bett-Gehen noch »ein Video«.

Ist Ihnen selbst als Kind vorgelesen worden? Dann erinnern Sie sich vielleicht an diese Momente der Nähe, Konzentration und Aufnahmefähigkeit, die das Vorlesen begleitet haben.

Welches war Ihr persönliches Lieblingsbuch? Können Sie sich an das Umschlagbild oder eine Abbildung in der Geschichte erinnern? Wann haben Sie selbst das letzte Mal ein Bilderbuch angesehen, einen Kinderroman gelesen?

Da wir mit allen Sinnen ausgestattet sind, finden Sie hier auch Spielfilm- und Hörtipps.

Egal, ob Sie derzeit im Kontakt zu Kindern leben oder nicht: Die folgenden Medientipps sind für Kinder, Jugendliche und alle Frauen und Männer zusammengestellt. Auswahlkriterium ist, dass Mädchen und Jungen, Frauen und Männer darin in einer zeitgemäßen Vorbildvielfalt angeboten werden.

Kapitel 1 – Was wäre, wenn wir tauschen würden?

Nikolaus Heidelbach: Was machen die Mädchen? Was machen die Jungs? Beide Beltz & Gelberg, Weinheim und Basel 1999 bzw. 2000

  • – Bilderbücher mit unkonventionellen Verhaltensweisen. Besonders eignen sie sich, um eigene Vorstellungen darüber, wie ein Mädchen, ein Junge zu sein hat, zu korrigieren. Kinder amüsieren sich über die präsentierten »Unartigkeiten«, Erwachsene lehnen die Darstellungen oftmals ab (z.B. Mädchen Buchstabe Y, Jungen Buchstabe N). Überprüfen Sie Ihre Toleranzschwelle.

Thierry Lenain/Delphine Durand: Hat Pia einen Pipimax? Das Buch vom kleinen Unterschied. Oetinger Verlag, Hamburg 2002

  • – Das Bilderbuch ohne Altersbeschränkung erklärt die Frage aller Fragen.

Kay Thompson/Hilary Knight: Eloise. Berlin Verlag, Berlin 2000

  • – Comic-Bilderbuch – ein wiederentdeckter Mädchenbuch-Klassiker.

Alain Berliner (Regie): Mein Leben in Rosarot. Arthaus (Video/DVD) 1997, 88 Min.

  • – Für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene, die Geschlechtererziehung besser verstehen wollen.

Kapitel 2 – Vorbilder als Wegbegleitung

Bruno Blume: Ein richtig schöner Tag. Carlsen Verlag, Hamburg 2001

  • – Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren und alle, die Familie heute interessiert.

Ole Könnecke: Der große böse Bill. Hanser Verlag, München 2002

  • – Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren und alle, die Vorbilder sein wollen.

Alain Temperley: Die rasanten Powertanten. C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag, München 2000.

  • – Für Kinder ab 10 Jahren und alle, die Lust auf vitale alte Frauen und Männer haben.

Band »Fettes Brot«: Auf einem Auge blöd… aber der Erfolg gibt uns Recht. Musik-CD. Alternatio/EMI 1995

  • – Darauf Lied Nr. 4 »Männer« – junge Männer beziehen Position. Für Jungen ab 14 als Diskussionsanregung. Text unter: http:/www.fettesbrot.de/disko/diskografie/texte/maenner.html

Kapitel 3 – Getrennte Räume – auch bei Spiel und Spaß

Dietrich Neumann: Joe und der Wolkenkratzer. Abenteuer Architektur. Prestel Verlag, München 1999

  • – Foto-Text-Buch ab 6 Jahren und für alle konstruktionsbegeisterten Erwachsene.

Mary Hoffmann/Caroline Binch: Erstaunliche Grace. Alibaba Verlag, Frankfurt 1993

  • – Bilderbuch für Töchter ab 4 Jahren, Mütter und Großmütter, die eine jamaikanische Familie erleben wollen.

Yves Robert (Regie): Der Krieg der Knöpfe. Atlas-Film (Video/DVD) Frankreich 1961

  • – Schwarz-weiß-Kinderfilmklassiker, in dem 99 Jungen und 1 Mädchen mitspielen. Nach dem gleichnamigen Roman von Louis Pergaud. Für Kinder ab 8 Jahren und alle Männer.

Kapitel 4 – Hat der Ball ein Geschlecht? Sportliche Inszenierung

Gurinder Chadha (Regie): Kick it like Beckham. (Video/DVD), Großbritannien /Deutschland »European Film of the Year« 2002

  • – Für Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene, die Mädchenfußball erleben wollen.

Stephen Daldry (Regie): Billy Elliot – I will dance. (Video/DVD), Großbritannien 2000

  • – Für Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene, die Jungen bisher lieber boxend als tanzend sahen.

Kapitel 5 – Leben und arbeiten – ein Überlebensspagat

Barbara Jung/Klaus Hübner: anders ist auch schön. Carlsen Verlag, Hamburg 2004

  • – Berufstausch für Kinder ab 4 Jahren.

Kate Banks/Georg Hallensleben: Nachts auf der Baustelle. Moritz Verlag, Frankfurt 2003

  • – Bilderbuch ab 4 Jahren. Vater nimmt Sohn zur Arbeit mit.

Marie-Odile Judes/Martine Bourre: Winni Wolf will nicht. Kerle, Freiburg 1999

  • – Ein temporeiches Bilderbuch ab 4 Jahren über die ungewöhnlichen Berufswünsche eines Wolfsjungen.

Klaus Vellguth/Silvio Neuendorf: Papa bleibt zu Hause. Bergmoser und Höller Verlag, Aachen 1996

  • – Das einzige mir bekannte Bilderbuch zum Thema Arbeitslosigkeit. Ab 5 Jahren.

Peter Cattaneo (Regie): Ganz oder gar nicht. (Video/DVD) Großbritannien 1998

  • – Sozialkritische Komödie. Für Kinder ab 10 Jahren und alle, die Arbeitslosigkeit nicht kalt lässt.

Kapitel 6 – Vom Umgang mit Geld – »Mann« hat es ...

Susanne Vettiger/Audrey Marti: Meret braucht Geld. pro juventute, Zürich 2002

  • – Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren. Ein Mädchen will »Geld holen« mit einem Stück Plastik und lernt dabei, dass es so einfach nicht ist, die Sache mit dem Geld.

Nikolaus Piper: Felix und das liebe Geld. Roman vom Reichwerden und anderen wichtigen Dingen. Beltz & Gelberg, Weinheim 1998

  • – Für Menschen ab 10 Jahren hat der Wirtschaftsredakteur der ZEIT diesen Roman geschrieben. Und wer nicht lesen will, kann hören: Das gleichnamige Hörbuch wird gelesen von Gerhard Garbers. 4 CDs, Hörcompany 2001

André Kostolany: Die Kunst über Geld nachzudenken. (3 CDs/MCs) Gelesen von Dieter Mues. Random House Audio, München 2001

  • – Eine sehr anregende Darstellung aus der Welt der Geldvermehrung. Für Erwachsene, die dem geistreichen Börsenguru folgen wollen. Auch als Taschenbuch erhältlich.

Kapitel 7 – Wie wir wurden, was wir sind

Thierry Lenain/Stéphane Poulin: Kleiner Zizi. Altberliner Verlag, Berlin /München 1999

  • – Für Jungen ab 5 Jahren und als Gesprächsstoff unter Männern.

Miriam Monnier: Ich bin ich. Neugebauer Verlag, Gossau/Zürich/ Hamburg 2001

  • – Für Mädchen ab 4 Jahren und als Erinnerungshilfe für Frauen.

Rainer Bublitz: Mein Freund Kalle. (CD/MC) Headroom Sound Production, Köln 2002

  • – Hörspielabenteuer nach dem gleichnamigen Roman (erschienen bei Thienemann, Stuttgart 1999) – eine Jungenfreundschaft.

Jamie Babbit (Regie): But I’m a Cheerleader – weil ich ein Mädchen bin. (Video/DVD) Pro fun-Verleih, 2000

  • – Für Mädchen ab 12 Jahren und Menschen, die Angst davor haben, ihr Kind könnte »anders herum« sein.

Über die Autorin

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MELITTA WALTER

 

 

geboren 1949, gelernte Kinderkrankenschwester, Erzieherin, Sexualpädagogin und in den 80er-Jahren Bundesvorsitzende der Pro Familia, ist eine der bekanntesten Fachfrauen zum Thema Chancengleichheit der Geschlechter. Sie referierte und publizierte zu so brisanten Themen wie Männer und ungeplante Schwangerschaften, zu Frauen und Aids.

Sie war Mitinitiatorin der Muttertagsaktionen »Nicht nur Blumen, Rechte fordern wir!« und Jurymitglied beim ersten deutschen Kongress gegen sexualisierte Gewalt. Während des Weltfrauenkongresses 1987 in Moskau thematisierte sie als Erste vor einem internationalen Gremium die Auswirkungen der Krankheit Aids auf die Lebenswelten von Frauen. Melitta Walter gründete Anfang der 90er-Jahre den Münchner Kulturplatz L.I.S.A-Archiv und die Lesegesellschaft »Frauen in Geschichte und Gegenwart«, in der ihre umfangreiche Fachbibliothek für das Publikum frei verfügbar war und wo sie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens im »Talk bei LISA« interviewte.

Seit 2000 engagiert sie sich als Fachberatung für »Geschlechtergerechte Pädagogik und Gewaltprävention« für die städtischen Kindertageseinrichtungen in München. Lange bevor der Begriff des Gender Mainstreaming aufkam, setzte sie sich schon für die Umsetzung dieser gesellschaftspolitischen Grundidee im Bereich der Bildungs- und Erziehungsaufgaben ein. Sie hält deutschlandweit zahlreiche Fort- und Weiterbildungen.

Melitta Walter hat erwachsene Kinder: zwei Söhne und eine Patchwork-Tochter.

 

Sie erreichen die Autorin unter www.melittawalter.de

Nachwort

Die Erziehung der Geschlechter umfasst alle Bereiche unseres Lebens. Vielleicht sind Ihnen beim Lesen andere Fragestellungen als die hier behandelten durch den Kopf gegangen, die mit Ihrer persönlichen Lebens- und Arbeitssituation zu tun haben. Denn anders als das wirkliche Leben zeigt jedes Buch immer nur einen Ausschnitt.

Vielleicht fragen Sie sich, weshalb ich in diesem Buch nicht auf die Situation von Frauen, Männern und Kindern aus anderen Kulturen eingehe, die in Deutschland leben.

Ich entschied mich dagegen, weil der Blick auf andere Kulturen von vielen deutschen Frauen und Männern als Ablenkungsmanöver von den eigenen tradierten Rollenbildern genutzt wird. Im Laufe der Jahre, die ich im engeren Kontakt zu Menschen anderer Kulturen verbrachte, lernte ich, dass es überall auf der Welt demokratische und autoritäre Beziehungsmuster gibt. Ich traf auf viele emanzipierte Frauen, auf viele liebevolle Väter – überall. Fremdheit und Missverständnisse, die eingeschränkten, kleinen Ausschnitte, in denen wir Kontakt zu Frauen, Männern und Kindern anderer Kulturen haben, verzerren das Gesamtbild. Die Thematisierung interkultureller Erziehung und Bildung füllt Bücherregale. Doch auch hier greift erst langsam das Bewusstsein von der Notwendigkeit, mit geschärftem Blick auf die Geschlechterrealitäten zu schauen.

Vielleicht fragen Sie sich, weshalb ich nicht auf die vielfältigen Formen des Lebens und Erlebens von Sexualität eingehe. Ich entschied mich dagegen, weil ich die Ge- und Verbote der Sexualerziehung nicht als Nebenschauplatz abhandeln wollte. In den 30 Jahren, die ich als »Sexualpädagogin«, als Fachfrau für Sexualerziehung tätig bin, stellte ich immer wieder fest, dass erst, wenn Frauen und Männer sich ihrer selbst und ihrer eigenen sinnlichen Sehnsüchte bewusst sind, kurze Hinweise ausreichen. Die Geschichte der Sexualnormen steht in engstem Bezug zu den Drehbüchern weiblich und männlich, aber das wissen Sie alle sowieso.

Vielleicht fragen Sie sich, weshalb ich in diesem Buch nicht auf die vielfältigen Formen seelischer und körperlicher Gewalt eingehe, die in Geschlechterbeziehungen eine so unheilvolle Rolle spielen. Ich entschied mich dagegen, weil es mir in diesem Buch darum geht, die Grundstrukturen unserer anerzogenen Rollenbilder darzulegen. Der Machtfaktor Gewalt in all seinen dramatischen Ausgestaltungen ist ein so umfangreiches Kapitel der Geschlechterdynamik, dass es keinen Sinn macht, darüber nachzudenken, bevor das Bewusstsein für die eigenen inneren Machtgelüste vorhanden ist. Gewaltanwendung geht nicht nur von Männern gegenüber Frauen und Kindern aus, auch Frauen verhalten sich gewaltvoll – häufiger allerdings gegenüber Kindern als Männern gegenüber. Jede gewaltvolle Handlung findet zwischen Ungleichen statt, im extremsten Fall als sexualisierte Gewalt.

Vielleicht fragen Sie sich, was Sie nun mit den vielen Anregungen dieses Buches als Frau, als Mann anfangen sollen. Beginnen Sie bei sich selbst. Kleine Schritte im Alltag sind die stabilsten Garanten dafür, dass sich Ihre Umgebung an Ihr verändertes Verhalten gewöhnen kann. Mit dem Brecheisen erreichen Sie nichts. Aber mit einem Lächeln, einer Geste der Verständigungsbereitschaft können Sie viele voraussehbare kleine Tragödien in Komödien umwandeln.

Die etwas anderen Internet-Adressen

http://www.internet-abc.de Ein Portal für Kinder und Eltern, die im Internet unterwegs sind

 

http://www.xipolis.net ist eine Online-Bibliothek des Wissens. Über 50 Nachschlagwerke, in denen Sie Erstaunliches finden, wenn Sie »Frauen«/»Männer«/»Mädchen«/»Jungen« eingeben

 

http://www.gmk-net.de Auf dieser Homepage der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur finden Sie u.a. Links zu Kinderradiosendungen

 

http://www.denkmal-mit-pfiff.de Dort finden Kinder das »Kinder-Zimmer« und den »Teens-Club« mit Fragespielen, Ausmal- und Bastelbögen, einem Fachlexikon und weiterführenden Surftipps – und Erwachsene wechseln in ihre Links

 

http://www.kinderfilm-online.de Auf dieser Adresse finden Sie aktuelle Kinderfilm-Rezensionen, ein Film-ABC und viele weitere Infos – gerade auch für Kinder selbst

 

http://www.familienhandbuch.de Pädagogische Anregungen und Hilfestellungen durch Expertinnen und Experten

 

http://www.womanticker.net Dieser Infodienst biete aktuelle Meldungen aus Politik, Kultur, Medien, die Frauenleben betreffen

 

http://www.familienservice.de/ Europäischer Marktführer in Work-Life-Balance. Hier finden Sie aktuelle Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit

 

http://www.familienfreundliche-kommune.de/FFKom/ Der Service für familienpolitisch Aktive. Darin z.B. Veränderung des Spiel- und Freizeitverhaltens von Kindern und die Konsequenzen für eine kinderfreundliche Kommune

 

http://www.gender-mainstreaming.net/ Die Seite des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend zu Gender Mainstreaming mit einer Vielzahl weiterer Links