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Titel der Originalausgabe: Kleine Wunder warten überall

© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2006, 2013

© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2013

Alle Rechte vorbehalten

www.herder.de

Umschlaggestaltung: Designbüro Gestaltungssaal

Umschlagmotiv: © Designbüro Gestaltungssaal

E-Book-Konvertierung: Integra Software Services Pvt. Ltd, Indien

ISBN (E-Book): 978-3-451-33117-6

ISBN (Buch): 978-3-451-07160-7

Inhalt

Vorwort

In der Dunkelheit die Chancen sehen

Sich mit der Angst anfreunden

Den Sorgen auf den Zahn fühlen

Sammlung erfahren

Fokus: den Blick schärfen

Humor: Lachen befreit!

Loslassen und Ballast abwerfen

Vergebung – für andere und für sich selbst

Ja sagen

Die Kraft der Dankbarkeit entdecken

Trost: der Lichtstrahl am Horizont

Hoffnung: So, wie es ist, hat es Sinn

Kraft: „Ich schaff das!“

Mut tut gut

Interesse bringt Farbe ins Leben

Aktivität: das Leben selbst gestalten

Erfahrung nutzen

Ich bin gut so, wie ich bin

Anderen begegnen

Vertrauen: fester Boden unter den Füßen

Veränderung wagen

Glück genießen

Sinn ist in uns, nicht außen

Gefühle: Lebendigkeit pur

Lust auf Leben!

Mitten im Leben

Achtsamkeit: ganz hier, ganz jetzt

Wunder warten überall

Zum Weiterlesen

Hinweis zum Inhaltsverzeichnis

Die Stichworte dieses Buches verfolgen einen bestimmten Weg – vom Dunklen zum Hellen.

Wir alle kennen Dunkelheit, Angst und Sorgen. Sammlung hilft, den Fokus zu verändern und manches mit Humor zu sehen. Das Loslassen lernen, vergeben, Ja sagen und dankbar sein. Auf diese Weise Trost finden, Hoffnung gewinnen, Kraft und Mut. Interesse entwickeln, aktiv werden und Erfahrungen sammeln. Sich selbst entdecken, sich auf andere einlassen und Vertrauen entwickeln. Veränderung annehmen und Glück erfahren. Sinn finden und Gefühle zulassen. Voller Lust leben und durch Achtsamkeit kleine und große Wunder entdecken.

Vorwort

Das Leben verläuft für die wenigsten von uns einfach nur geradeaus. Statt eines gleichmäßigen, ebenen, perfekt asphaltierten Weges finden wir oft genug unwegsames, schwer überschaubares Gelände vor. Geht alles bestens, kommt der Schwung des Lebens meist ganz von selbst. Wo es aber holprig wird oder gar von Schlaglöchern nur so zu wimmeln scheint, ist es gut zu wissen, wie wir auch in schwierigen Zeiten ausreichend Kraft und Energie finden.

Was macht Lebensfreude aus und wie behält man seinen Mut auch dann, wenn sich das Leben nicht rosarot präsentiert? Dazu haben sich schon viele Menschen Gedanken gemacht. Ich habe hier einige dieser Gedanken sowie eigene Texte zu einer vielfältigen Sammlung von Anregungen und Inspirationen für Sie zusammengestellt.

Dieses Buch regt dazu an, die kleinen Wunder des Lebens zu entdecken. Es stellt Perspektiven und Erkenntnisse vor, die zu Kraftquellen werden können – Lichtstrahlen gewissermaßen, die den eigenen Horizont erhellen.

Lebenskunst besteht darin, mehr wahrzunehmen als nur unsere augenblickliche Situation. Und wer erst einmal beginnt, genau hinzuschauen, erkennt, dass die Lebenslust an allen Ecken und Enden hervorblitzt – hier im Buch und auch im Leben selbst.

Tania Konnerth

In der Dunkelheit die Chancen sehen

Die Gewissheit, dass

Uns auch in dunkelster

Nacht wenigstens

Kleine Lichter bleiben, dass

Es also nie ganz

Lichtlos ist,

Hilft dabei, der Finsternis

Etwas entgegenzusetzen und

In unserer

Tiefe zu strahlen.

Wir alle kennen dunkle Zeiten. Ein langer, scheinbar nicht enden wollender Winter, eine Phase von Rückschlägen und Misserfolgen, schmerzliche Verluste oder gar Schicksalsschläge – auch das Dunkle zeigt sich in verschiedenen Schattierungen.

„Die dunkelste Stunde ist die vor Sonnenaufgang“, lautet ein spanisches Sprichwort und bietet damit den Schlüssel zum Durchhalten, auch wenn es einmal ganz hart kommt:

Dunkelheit ist vergänglich, wie alles andere auch.

Manchmal lässt uns das Leben unvermutet stranden. Statt zu hadern, können wir uns auf den Weg machen und Neuland entdecken – im realen wie auch im übertragenen Sinn. Denn auch aus Niederlagen können sich ungeahnte Chancen ergeben.

„Gerade in der größten Verzweiflung hast du die Chance, dein wahres Selbst zu finden.“

Sergio Bambaren

„Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die hübschen Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht auf der Welt.“

Wilhelm Raabe

Und was sich selbst in tiefstem Winter entdecken lässt: dass überall an den Ästen bereits Knospen sitzen und vom Frühling träumen.

Im Chinesischen ist ein und dasselbe Schriftzeichen sowohl in dem Begriff für „Krise“ als auch in dem für „Chance“ enthalten. Kann das nicht bedeutsam für unseren Umgang mit Krisen werden?

Wie wäre es, wenn wir in ihnen nicht nur die Last und den Schmerz sehen, sondern sie auch als Möglichkeit annehmen würden, sie als Ausgangspunkt nähmen für etwas Neues? Als Anfang und nicht als Ende?

„Oft lernt man aus zehn Tagen Verzweiflung mehr als aus zehn Jahren zufriedenen Lebens.“

Merle Shain

„Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: Es geht weiter!“

Friedrich von Schiller

Ein Geschenk der Dunkelheit liegt darin, dass wir durch sie lichtvolle Zeiten viel mehr zu schätzen wissen. Genauso, wie ein Geschenk des Winters darin liegt, dass wir uns unbändig auf den Frühling und Sommer freuen können.

Sich mit der Angst anfreunden

Annehmen, auch die Furcht.

Nicht verneinen, nicht fliehen.

Ganz im Gegenteil: sich stellen,

Stärke entwickeln,

Trotzen.

Angst hat eine wichtige Funktion: Sie schützt uns vor Gefahren. Und doch ist Angst fast immer ein schlechter Ratgeber ...

Wer nur aus der Angst heraus handelt, versucht Dinge zu kontrollieren, die nicht kontrollierbar sind. Und oft tritt sogar genau das ein, was wir am meisten befürchten. Unsere Angst kann uns starr werden lassen, bewegungslos. Doch selten geht die Ursache der Angst einfach durch Abwarten vorbei.

Gut beraten ist, wer damit lebt, dass, wie Erich Kästner einmal sagte, das Leben immer auch lebensgefährlich ist. In der Regel reicht gesunder Menschenverstand aus, um sich nicht übermäßig in Gefahr zu bringen – alle anderen Risiken gehören zum Leben dazu.