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Anselm Grün
Sieben Schritte ins Leben
Die Worte Jesu am Kreuz –
sich einlassen auf Ostern
KREUZ

Bildnachweis:

S.17: Christus mit Buch, byzantisches Mosaik (11.–12. Jh.), Berlin, Staatl. Museen.

S. 41: Der Apostel Johannes an der Brust Jesu (sog. Johannesminne), Schwaben um 1310, Kloster Heiligenkreuztal, Foto: Andeas Praefcke

 

 

 

 

© KREUZ VERLAG

in der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2010

Alle Rechte vorbehalten

 

Datenkonvertierung eBook: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

 

ISBN (E-Book) 978-3-7831-8202-6

ISBN (Buch) 978-3-7831-3484-1

Einleitung

Ostern ist das erste und höchste Fest der Christenheit. Schon lange bevor die Christen Weihnachten gefeiert haben, haben sie Ostern als die Mitte ihres Glaubens und als das eigentliche Fest ihres Lebens verstanden. Schon im vierten Jahrhundert hat die Kirche nicht nur das triduum sacrum (die heiligen drei Tage von Karfreitag bis Ostersonntag) gefeiert, sondern die ganze Woche als heilige Woche begangen. Die Griechen sprechen von der heiligen Pascha-Woche oder von der Großen Woche. Man hat sie vor allem in Jerusalem besonders begangen, indem man täglich mehrmals besondere Gottesdienste zu verschiedenen Stunden gefeiert hat. Oft haben die frühen Christen die ganze Woche über gefastet, um sich auf die Nacht aller Nächte, auf die Osternacht, vorzubereiten. Heute ist ein neues Verständnis für die besondere Bedeutung der Karwoche erwacht. Man möchte Ostern nicht einfach nur am Ostersonntag feiern. Viele Menschen haben das Bedürfnis, sich die ganze Karwoche über auf das Osterfest vorzubereiten. Sie spüren, dass sie in dieser Woche das eigentliche Geheimnis des Glaubens feiern, das Geheimnis, dass Christus den Tod besiegt hat und uns Anteil schenkt an seiner Auferstehung. Wenn ich daher in die Spiritualität der einzelnen Tage der Karwoche einführe und wie sie in Gottesdienst und Liturgie gefeiert wird, dann soll das nicht nur eine Hilfe sein, die Karwoche bewusster zu begehen. Es ist vielmehr auch eine Anleitung zum christlichen Leben, die die Leserinnen und Leser auch während des Jahres für sich nutzen können, wenn sie sich etwa zu Exerzitien oder zu stillen Tagen zurückziehen. Die Gedanken wollen helfen, das Geheimnis unserer Erlösung durch Jesus Christus und das Geheimnis unseres Lebens zu verstehen und an der Quelle zu trinken, die uns durch Tod und Auferstehung Jesu erschlossen wurde.

Schon als kleiner Junge hat mich die Karwoche immer sehr fasziniert. Als Ministrant habe ich da in den langen Gottesdiensten ministriert. Da gab es vorher ausführliche Ministrantenproben, in denen wir nicht nur äußerlich den Dienst eingeübt haben, sondern auch etwas über den Sinn dieser liturgischen Handlungen hörten. In der Abtei Münsterschwarzach habe ich dann als Mönch diese Woche immer als etwas Besonderes erlebt. 25 Jahre lang habe ich mit Jugendlichen diese Tage gefeiert. Da versuchten wir, das liturgische Geschehen im Gottesdienst in der Gruppenarbeit für uns persönlich aufzuschließen. Das, was in der Passion Jesu geschehen ist, sollte uns einen Weg zeigen, wie wir heute mit dem umgehen können, was uns durchkreuzt. Und wir wollten verstehen, was Erlösung für uns heute bedeutet und wie sie unser Leben verwandelt.

Viele der jungen Menschen, die zu uns kamen, versuchten, auch daheim die Karwoche intensiver zu gestalten. Aber oft scheiterten sie mit diesem Vorhaben. Der Alltag war zu stark, als dass sie diesen Tagen ein besonderes Gepräge geben konnten. Sie gingen zwar in die Gottesdienste und Andachten. Aber wenn die Liturgie nicht eingebettet ist in einen persönlichen spirituellen Weg, vermag sie das Leben nicht genügend zu prägen. In diesem Buch möchte ich Anregungen geben, die Karwoche – angefangen vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag – bewusster zu feiern. Ich möchte die wichtigsten Themen der Andachten und Gottesdienste, die in der Karwoche gefeiert werden, meditieren und Anregungen geben, wie wir unseren Alltag damit gestalten können, damit es für uns wirklich eine heilige Woche wird, so wie man in Italien diese Woche nennt: settimana santa – heilige Woche. Es soll eine Woche sein, die uns heilig ist und die uns heiligt und heilt. Die liturgischen Texte dieser Tage bringen uns mit den wesentlichen Themen unseres christlichen Glaubens in Berührung. Indem wir die Liturgie feiern und uns in sie hineinmeditieren, möge an uns Erlösung und Verwandlung geschehen.

Sieben ist von jeher eine heilige Zahl. Die Woche hat sieben Tage. Wir kennen sieben Sakramente und sieben Gaben des Heiligen Geistes. Sieben ist die Zahl der Verwandlung. Das Irdische wird von Gottes Geist erfüllt und verwandelt. So möchte ich mit den sieben Tagen der Karwoche noch eine andere spirituelle Tradition verbinden, die die sieben Worte Jesu am Kreuz meditiert. Schon seit dem Mittelalter hat man gerne die sieben Worte Jesu am Kreuz betrachtet. Die Karwoche ist die geeignetste Zeit, um sich täglich einem dieser sieben Worte Jesu zu widmen. Die spirituelle Tradition hat diese sieben Worte Jesu am Kreuz sehr geliebt. Sie hat in diesen sieben Worten den Geist Jesu gespürt. In diesen Worten ist Jesu Geist gleichsam verdichtet. Er wird für uns im Wort erfahrbar. Indem wir diese Worte Jesu am Kreuz meditieren und sie in der Meditation in unser Herz eindringen lassen, werden wir mehr und mehr vom Geist Jesu erfüllt und verwandelt.

Wir können auf verschiedene Weise mit diesen sieben Worten Jesu umgehen. Die erste Möglichkeit: Wir halten diese Worte Jesu in unsere sieben Grundängste hinein, die uns immer wieder befallen. Die Worte Jesu wollen unsere Ängste verwandeln und heilen. Die zweite Möglichkeit: Wir verstehen die sieben Worte Jesu als Quellen, aus denen wir schöpfen können, um unseren Glauben zu stärken und um unsere Wunden zu heilen. Die heilende Kraft des Kreuzes Jesu Christi kommt uns in diesen Worten entgegen. Die dritte Möglichkeit: Seit jeher verstehen wir das Kreuz Jesu Christi als den Ort, an dem das Geheimnis unserer Erlösung sichtbar wird. So können wir die Worte Jesu in unsere Schuld und in unsere Selbstvorwürfe hineinhalten. Dann werden wir in diesen Worten die vergebende Liebe Jesu Christi erfahren und frei werden von aller Selbstzerfleischung durch Schuldzuweisung. Die Worte Jesu wollen uns helfen, von unseren Schuldgefühlen loszukommen. Es gibt Menschen, die sich selbst nicht vergeben können. Sie kreisen immer um ihre Schuldgefühle. Die Worte Jesu wollen die inneren Worte, mit denen wir uns selbst verurteilen, entmachten und unseren Geist mit den heilenden und erlösenden und befreienden Worten Jesu erfüllen. Die vierte Möglichkeit: Die Worte Jesu am Kreuz sind Ausdruck seiner Liebe, mit der er uns am Kreuz bis zur Vollendung geliebt hat. Indem wir die Worte Jesu in unser Herz hineinhalten, wird es von der Liebe erfüllt, die Jesus uns am Kreuz erwiesen hat. Johannes beschreibt die Liebe Jesu am Kreuz als Freundschaftsliebe. »Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt« (Joh 15,13). Diese Liebe will all die Gegensätze in uns, an denen wir oft leiden, erfüllen, damit wir uns ganz und gar geliebt fühlen, mit unseren Stärken und Schwächen, mit unseren Licht- und Schattenseiten.

Eine fünfte Möglichkeit wäre, diese Worte nicht nur zu meditieren, sondern sie durch die Musik in das eigene Herz fallen zu lassen. Seit jeher haben Musiker diese Worte vertont. Heinrich Schütz hat die Worte für Singstimmen eindrucksvoll komponiert. Josef Haydn meditiert in sieben langsamen Sätzen rein instrumental diese Worte. Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, die Musik von Schütz oder Haydn lieben, dann lassen Sie die Worte Jesu durch die Musik in alle Bereiche Ihrer Seele und Ihres Leibes eindringen. Die Musik hat die Fähigkeit, auch unbewusste Schichten unserer Seele anzusprechen, sodass die Worte Jesu in ihrer heilenden und erlösenden Wirkung in uns eindringen. Indem wir die Musik hören, geschieht an uns Erlösung. Wir brauchen gar nicht an die Erlösung zu glauben. Sie greift nach uns. Die Musik lässt die heilende Liebe Jesu hörbar werden. »Hören führt in die Geborgenheit«, sagt Martin Heidegger. Indem wir die Worte Jesu in der Musik hören, erfahren wir die Zugehörigkeit zu Jesus Christus. Wir bergen uns in seiner Liebe.

Palmsonntag: Auf dem Weg der Vergebung

Palmsonntag
Auf dem Weg der Vergebung

Am Palmsonntag feiern wir zunächst den triumphalen Einzug Jesu in die heilige Stadt. Alle vier Evangelisten berichten uns von diesem Einzug in Jerusalem. Er ist wie ein Kontrast zu dem, was dann in den nächsten Tagen in Jerusalem geschehen wird: Verrat, Verurteilung und Kreuzigung Jesu. Doch der Palmsonntag zeigt uns, wer da in Jerusalem auf einem jungen Esel einzieht. Matthäus gibt uns eine theologische Begründung für diesen Einzug: »Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttieres« (Mt 21,4f; Jes 62,11 und Sach 9,9). In Jesus reitet der König des Friedens in Jerusalem ein. Jerusalem heißt: Stadt des Friedens. Der, der in dieser Woche als Verbrecher ans Kreuz geschlagen wird, ist der eigentliche König Israels. Und er möchte der Stadt das bringen, was ihr Name besagt: Frieden. Die Leute spüren, dass in diesem Jesus der in die Stadt reitet, nach dem sich die frommen Juden zu allen Zeiten gesehnt haben: der Messias, der dem Volk Frieden bringt. So singen sie ihm zu: »Hosanna, dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe« (Mt 21,9). Bei Matthäus antworten die Leute auf die Frage, wer da einzieht: »Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa« (Mt 21,11).

Bei Lukas loben die Jünger voller Freude und mit lauter Stimme Gott, »wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe!« (Lk 19,37f). Lukas bezieht sich in der Schilderung des Einzugs Jesu in Jerusalem auf die Erzählung von der Geburt Jesu in Betlehem. Dort hatten die Engel Gott gelobt und gesungen: »Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade« (Lk 2,14). Den Einzug Jesu in Jerusalem verbindet Lukas mit seinem Einzug in den Himmel. Mit ihm zieht der Friede Gottes nun in den Himmel ein. Und nur die Menschen, die in Jesus den König sehen, der im Namen Gottes kommt, haben teil an diesem himmlischen Frieden. Die Pharisäer fordern Jesus auf, er solle doch seine Jünger zum Schweigen bringen. Doch Jesus antwortet: »Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien« (Lk 19,40).

In der katholischen Kirche beginnt die Liturgie des Palmsonntags mit der feierlichen Prozession. Die Gemeinde versammelt sich außerhalb der Kirche. Der Diakon liest das Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem. Die Leute bringen Palmzweige mit. In manchen Gegenden werden liebevoll Palmbüschel geflochten. Diese Palmbüschel werden dann vom Priester gesegnet. Dann zieht die Gemeinde mit Liedern in die Kirche ein, die Symbol ist für die heilige Stadt Jerusalem. Sie drückt in dieser Prozession ihre Sehnsucht nach Frieden aus. Der Friede, der mit Jesus in den Himmel einzieht, möge in der Liturgie auch uns auf Erden erfüllen. Die Prozession führt uns vor Augen, wer der ist, von dem wir dann in der Passionsgeschichte hören werden, dass er ans Kreuz geschlagen wird. Der Friede des Himmels wird gekreuzigt. Doch nach seiner Auferstehung wird Jesus in die Mitte seiner Jünger treten und ihnen sagen: »Der Friede sei mit euch!« Dort, wo wir dem Auferstandenen begegnen, wird der Friede des Himmels unser Friede werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Prozession nehmen die gesegneten Palmbüschel mit nach Hause und schmücken damit ihre Häuser. Sie bringen gleichsam den Frieden Jesu in ihr Haus. Und sie bekennen mit diesen Palmzweigen, dass Christus ihr wahrer König ist, der auch in ihrem Haus und in ihrem Herzen herrschen möge.

Während im evangelischen Palmsonntagsgottesdienst nur die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem nach Johannes als Evangelium vorgelesen wird, kommt während der katholischen Eucharistiefeier die gesamte Passionsgeschichte nach einem der drei Synoptiker zu Gehör, nach Matthäus, Markus oder Lukas. Jeder Evangelist deutet die Passion auf seine Weise. Matthäus zeigt durch seine Schriftzitate, dass das, was mit Jesus geschieht, schriftgemäß ist. Auch wenn während der Passion Gott abwesend zu sein scheint, so geschieht doch alles, damit die Schrift erfüllt würde. In der Passion wird erfüllt, was der Prophet Jesaja gesagt hat: »Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen« (Mt 8,17; Jes 53,4). Und in der Passion geschieht, was der Psalm 22 vom Leiden des Gerechten verkündet. Jesus selbst wird diesen Psalm am Kreuz beten. Sein lauter Ruf: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«, ist kein Schrei der Verzweiflung, sondern Ausdruck seiner Not, die er am Kreuz und in seinem ganzen Leben durchlebt hat. Aber dieser Psalm, den Jesus am Kreuz wohl ganz gebetet hat, endet in den vertrauensvollen Worten: »Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen. Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels! Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut das Elend des Armen. Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; er hat auf sein Schreien gehört« (Ps 22,23– 25). Matthäus will uns mit seiner Passion das Vertrauen schenken, dass auch das, was uns von außen her geschieht und uns oft durchkreuzt, uns nicht von Gott trennen kann. Alles, was uns im Leid widerfährt, kann unsere Beziehung zu Gott nicht auflösen. Am Ende wird der Lobpreis Gottes stehen.

Markus versteht die Passion Jesu so, dass Jesus sich in der Ohnmacht der Liebe in die Macht der Finsternis begibt, in die Macht der Dämonen, die die Herzen der Mächtigen beherrschen. Doch die Ohnmacht der Liebe besiegt die Macht der Dämonen. Der Schrei Jesu am Kreuz ist ein Siegesschrei über die Macht der Finsternis. Dort, wo Jesus am ohnmächtigsten ist, in seinem Tod, siegt er zugleich über die Macht der Mächtigen. Mit dieser Sichtweise will uns Markus zeigen, dass selbst dort, wo wir in der Krankheit und im Alter scheinbar ohnmächtig sind, die Liebe auch die größte Not noch verwandeln kann. Die Liebe vermag die tiefste Finsternis zu erhellen. Markus lädt uns ein, mit Liebe in die Passion zu gehen, die auch uns oft genug erwartet. Wir Christen haben nur die Ohnmacht der Liebe, um diese Welt zu verwandeln und sie mit dem Geist Jesu Christi zu durchdringen. Aber – so verheißt uns die Passionsgeschichte nach Markus – die Ohnmacht der Liebe ist mächtiger als die Macht der Herrscher dieser Welt.

Lukas zeigt uns in der Passion Jesus als den wahrhaft gerechten Menschen, nach dem sich die griechische Philosophie gesehnt hat. Platon hatte vierhundert Jahre vor Christus gefragt, was denn mit einem wahrhaft gerechten Menschen in dieser Welt geschehen wird. Und er hatte selbst die Antwort gegeben: Man wird ihn aus der Stadt treiben, ihn blenden und ihn ans Kreuz hängen. Jesus ist der wahrhaft gerechte Mensch. Er lässt sich auch von seinen Mördern nicht von seinem richtigen Weg abhalten. Er stirbt als der betende Mensch. Sein erstes Wort am Kreuz ist ein Gebetswort: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun« (Lk 23,34). Das zweite Wort ist eine Zusage an den Schächer zu seiner Rechten: »Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein« (Lk 23,43). Und das letzte Wort, mit dem Jesus stirbt, ist wieder ein Gebet: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist« (Lk 23,46). Jesus stirbt betend und zeigt uns so einen Weg, wie auch wir die Bedrängnisse unseres Lebens bestehen können: indem wir wie er voll Vertrauen zu Gott als unserem Vater beten. Im Gebet erfahren wir die Zusage: »Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.« Das gilt nicht nur für das, was uns im Tod erwartet. Wenn wir beten, dann wandelt sich jetzt schon der Ort der Bedrängnis in das Paradies. Dann erfahren wir in uns den Ort, an dem Christus in uns ist und uns aller Not entreißt.