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Inhaltsverzeichnis
 
 
 

Vorwort
Aufgrund der Begrenzungen, die uns die traditionelle naturwissenschaftliche Betrachtungsweise aufzwingt, wird unser Verständnis der den Menschen betreffenden wesentlichen Gegebenheiten – wie zum Beispiel körperliche Gesundheit – auf die bloßen physikalischen und biochemischen Daten reduziert. Dabei wird in aller Regel verkannt, dass alle physischen Erscheinungsformen immer auch von feinstofflichen und immateriellen Ebenen aus beeinflusst werden. Vor allem in weiten Teilen des medizinischen Bereichs wird dem Umstand, dass viele Erkrankungen psychosomatischer Natur sind und ihre Ursache in rein geistigen Dimensionen haben, bisher noch wenig Beachtung geschenkt.
Dieses Buch dokumentiert die Realität des geistigen Heilens und stellt dieses – neben der Naturheilkunde – als eine echte Alternative zur reinen Schulmedizin vor. Es ist keinesfalls nur eine Zusammenfassung von Thesen und Fakten, die man auch der beachtlichen Anzahl bisheriger Veröffentlichungen von und über Horst Krohne entnehmen könnte. Vielmehr ist es ein in sich geschlossenes, selbstständiges Werk über Theorie und Praxis erfolgreicher Geistheilung mit einer stattlichen Reihe tief gehender Erklärungen und Begründungen. Hierbei überzeugt vor allem die Schilderung, wie in Fällen, die sich herkömmlicher allopathischer Behandlung lange Jahre entzogen hatten oder gar als austherapiert galten, Ursachen festgestellt und dann – manchmal sogar spontan und in Sekundenschnelle – dauerhaft Heilung herbeigeführt werden konnte.
Bei der Lektüre eines so ungewöhnlichen Buches drängt sich einem unwillkürlich die Frage auf, was den Autor befähigt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit etwas Derartiges überhaupt glaubwürdig dargelegt werden kann.
Als wichtigste Prämisse, um mit überlegenem Wissen, aber auch mit der entsprechenden Autorität über die Interaktion von Seele und Körper bei der Entstehung und Heilung von Krankheiten referieren zu können, erscheint mir die nur wenigen medialen Heilern vorbehaltene Fähigkeit, bei Bedarf jederzeit in unmittelbaren Sprechkontakt mit der eigenen Geistführung zu treten. Die bei schwierigen Fragen gelegentlich in Erscheinung tretende geistige Hierarchie ermöglicht die Beschaffung von Informationen aus hohen Bewusstseinsebenen, die sonst nicht möglich ist. Auch das noch so verborgene Zusammenwirken von Seele und Geist kann so ans Licht gebracht werden. Bei Horst Krohne kam später noch die Aura- und Chakrensicht hinzu. Auch die noch viel enigmatischere Möglichkeit, gelegentlich mithilfe der geistigen Welt in einer Art Röntgenblick in das Körperinnere des Patienten zu schauen, wurde ihm nach einer Weile eröffnet.
Wie man inzwischen weiß, sind meist viele Jahre intensiver Bemühung relativ hoher Geistwesen erforderlich, um erstklassige Medien als Kanäle für die geistige Welt auf die erforderliche Frequenz einzustellen – und so war es auch bei Horst Krohne.
Doch das allein reicht noch nicht aus. Es bedarf eines unermüdlichen, rastlosen Forscherdrangs, um der den Laien anfänglich verwirrenden Komplexität der Vorgänge beim erfolgreichen, sprich dauerhaften Geistheilen auf die Spur zu kommen. Die jüngste Entdeckung des Nebenchakras »Lebenskalender«, dessen Einschaltung bemerkenswerte Heilungen auslösen kann, ist hierfür ein gutes Beispiel. Die Bitte, die Horst Krohne gleich zu Beginn seiner nunmehr über dreißigjährigen Forscher- und Heilertätigkeit an die geistige Welt richtete – »Ich möchte wissen, um zu helfen« -, erhellt seine Motivation hinreichend. Erstaunlich ist auch die offen gezeigte Bereitschaft des nunmehr schon über siebzigjährigen Autors, stets neu dazuzulernen und immer weiter zu suchen.
Der entschlossene Wille, mittels einer Reihe unterschiedlichster Methoden den Verursacher der Erkrankung herauszufinden, paart sich mit dem logischen, strukturiert arbeitenden Denkvermögen eines Mannes, der auf eine solide naturwissenschaftliche Ausbildung verweisen kann. Dabei versteht es dieser von Natur aus kommunikative Mensch, der zudem über ein phänomenales Gedächtnis verfügt, die in der Regel recht komplizierten Zusammenhänge bei seelisch bedingten Erkrankungen auch für Nichteingeweihte und medizinische Laien einfach und leicht verständlich zu vermitteln.
Es muss nicht eigens betont werden, dass es sich bei dem Autor, der sich in erster Linie als Lehrer versteht, auch um einen höchst erfolgreichen Geistheiler handelt, dessen zahlreiche, ungewöhnliche, auch schon im Fernsehen vor einer breiten Öffentlichkeit dokumentierten Heilerfolge die Glaubwürdigkeit und Richtigkeit der hier vorgetragenen Thesen untermauern.
Wahre Geistheilung unterliegt ewigen göttlichen Gesetzmäßigkeiten. Liebevoll dienende Geistwesen aus lichten Dimensionen sind daran beteiligt. Daher sind auch die Seiten dieses Buches von einer tiefen Gläubigkeit durchdrungen, wiewohl es sich an keiner Stelle in der nebelhaften Mystik esoterischer Worthülsen verliert. Obwohl eine erfolgreiche Heilung oft von den richtigen Glaubenssätzen des Patienten abhängig ist, wird hier wohltuende Neutralität gegenüber jeglicher religiösen Ausrichtung gewahrt.
Im Prinzip gibt es gar keine »kranke Seele«, wie sie der normale Sprachgebrauch kennt. Kernsätze wie »Betrachte niemals eine Seele als den kranken Teil, es ist nur ihre Unwissenheit … die zu Fehlverhalten führt« oder »Der menschliche Körper … hilft der Seele, Bewusstseinserweiterung an sich selbst zu erfahren. Sie lernt über den Körper... den Weg in Richtung Vollkommenheit zu finden« erläutern dies und zeugen von tiefstem Verständnis für die Aufgabenstellung des individualisierten Bewusstseins beziehungsweise der temporär im polaren System eines menschlichen Körpers Erfahrungen sammelnden Seele.
Der mit feinen Strichen gezeichnete und damit sorgfältig erbrachte Nachweis, dass man aus den rein körperbezogenen Techniken der Schulmedizin heraustreten und auch das Wechselspiel des Körperlichen mit dem normalerweise unbewussten Nichtkörperlichen – also Körper, Seele und Geist – in umfassendere, erfolgreiche Heilweisen einbeziehen kann, lässt den Autor spätestens mit der vorliegenden Arbeit in die vorderste Reihe der führenden modernen Bewusstseinsforscher vorrücken.
 
Sevilla im April 2007
Dr. Ernst Joachim Haas

Geistheilung – Was ist das?
Nehmen wir mal an, Sie haben gehört, dass mit Geistheilung erstaunliche Heilerfolge erzielt werden können, und nun wollen Sie »mal schnell« wissen, was das überhaupt ist – Geistheilung. Sie machen sich also auf die Suche nach einer Definition, zum Beispiel im Internet, indem Sie den Begriff »Geistheilung« bei Google eingeben. Resultat: 215 000 Webseiten zum Thema. Wenn Sie das Gleiche mit dem englischen Begriff »Spiritual Healing« machen, ist das Ergebnis geradezu überwältigend: 2 410 000 Resultate. Ein Blick auf die kurzen Zusammenfassungen der entsprechenden Seiten sorgt dann vollends für Verwirrung. Von »Heilungen, wie Jesus sie bewirkt hat«, über Besprechen, Exorzismus, Schamanismus, Engelheilung und Reiki bis zur schlichten »Wunderheilung« ist alles dabei. Geistheilung wird offenbar nicht nur von Einzelpersonen praktiziert, sondern auch von Gemeinschaften und Bewegungen wie den Rosenkreuzern, den Anthroposophen und vielen anderen. Nachdem Sie sich all das oder auch nur einen Teil davon zu Gemüte geführt haben, sind Sie vermutlich erstaunt, verwirrt und vielleicht sogar abgeschreckt. Sie wollten eine einfache Antwort haben, eine eindeutige Definition, aber die gibt es offenbar nicht. Das liegt ganz einfach daran, dass unter dem Begriff »Geistheilung« sehr viele alternative Therapien ganz unterschiedlicher Herkunft zusammengefasst werden. Auf der Internetseite von Dr. Harald Wiesendanger finden wir folgende Definition des »kleinsten gemeinsamen Nenners« all dieser Therapien:
 
»Geistiges Heilen bezeichnet eine ziemlich große Familie von … Außenseitertherapien … Ihr kleinster gemeinsamer Nenner ist etwas Geistiges, nämlich eine Intention, die Absicht, einem Anderen zu helfen. Allein diese Intention scheint manchmal tatsächlich auszureichen, Krankheitsverläufe günstig zu beeinflussen, auch gegen ärztliche Prognosen.«
 
Das ist natürlich gut und auch richtig, hilft aber auch nicht wirklich weiter, wenn man wissen will, wie das denn nun vor sich gehen soll mit dem Geistigen Heilen. Warum ist ein Kranker nach einer solchen Behandlung plötzlich wieder gesund? Und warum »funktioniert« es manchmal nicht?
Sollte ich einen gemeinsamen Nenner für das finden, was ein Geistheiler tut, würde ich diesen wählen: Als Heiler tun wir nichts weiter, als die Arbeit der Seele zu unterstützen. Allerdings können wir das Wirken einer Seele nicht beeinflussen, genauso wenig wie wir für einen Menschen leben können. Also wirken wir als Heiler »anstelle« der leidenden Seele, nehmen Anteil an deren Not und wirken dann wie ein Kanal für das Notwendige, das anschließend in die Selbstregulation des kranken Menschen einfließen kann. Der Geistheiler heilt nicht mit seiner eigenen Energie, denn die wäre schnell erschöpft. Vielmehr stellt er dem Kranken in einem veränderten Bewusstseinszustand etwas zur Verfügung, das von einer anderen Ebene kommt und durch ihn hindurch in den Kranken fließt – der allerdings bereit sein muss es anzunehmen. Die Hilfe, die ein Geistheiler gibt, ist ansteckend, und zwar in dem Sinne, dass die meisten Seelen von der Perfektion der durch den Heiler fließenden Energie angeregt werden, im Gleichklang mit ihr zu schwingen. Dadurch wird im Unbewussten des Kranken ein Lernprozess in Gang gesetzt, der die Gesundung des Körpers beschleunigt. Doch bis dahin ist es ein langer Weg.
Dieses Buch ist mein Versuch, möglichst viele Hintergründe und Möglichkeiten des Geistigen Heilens darzustellen. Natürlich gibt es auch von mir keine endgültigen Antworten und natürlich bin auch ich nicht in der Lage, dieses Thema in einem Buch erschöpfend zu behandeln (noch nicht einmal in mehreren Büchern). Und damit ich gar nicht erst in Versuchung komme, sozusagen »aus dem Elfenbeinturm« über Geistheilung zu referieren, habe ich auf den folgenden Seiten unter anderem viele Fragen beantwortet, die mir als Heiler und Lehrer immer wieder gestellt wurden und noch gestellt werden. Meine Erklärungen spiegeln nicht die Ideen einer religiösen Bewegung wider, sondern künden eher von einem spirituellen Erwachen und großartigen Möglichkeiten der Heilung. Wenn Sie sich von meinen Worten nicht angezogen fühlen, können Sie sie ignorieren. Sollte der Inhalt dieses Buches jedoch eine Bestätigung Ihrer eigenen Weltsicht sein, würde es mich freuen, Ihr Denken, Ihren Willen und Ihr Herz mit Worten zu berühren.
Was ist Geistheilung? Mit den folgenden kurzen Antworten möchte ich Ihnen das Lesen der weiteren Seiten dieses Buches erleichtern:
• Geistheilung ist eine hochwertige Alternative zur Naturheilkunde, zur Psychologie und zur Schulmedizin. Es ist eine sanfte Methode der Heilung, die oft selbst dort noch Erfolge verbucht, wo andere Methoden sich schwertun. Geistheilung hat keine Nebenwirkungen.
• Geistheilung ist nicht einfach die Behebung von Krankheiten oder Symptomen, sondern die Beseitigung der Ursachen im Unbewussten, in der Seele.
• Geistheilung sucht die Ursache für Krankheiten in Gedanken, Gefühlen, Neigungen und Bedürfnissen sowie in unerlösten Konflikten und Schockerlebnissen, egal, ob diese bewusst oder unbewusst erlebt und gespeichert wurden.
• Geistheilung ist ein Überbegriff. Im Allgemeinen handelt es sich um die Arbeit mit drei verschiedenen Energien: Bioelektrizität, Biomagnetismus und Biophotonen (Licht im unsichtbaren Bereich).
• Bei der Geistheilung werden bis auf wenige Ausnahmen über die Bioenergien Informationen zur Selbstheilung übertragen.
• Spontanheilungen und Heilkorrekturen, bei denen Materie aufgelöst oder gebildet wird, sind die höchste Form von Geistheilung (Ausnahmen!).
• Der Geistheiler ist meistens nur ein Kanal, der über Energien Informationen weitergibt. Diese Informationen erhält er von Geistführern, Engeln oder Ärzten aus dem Jenseits.
• Geistführer spielen eine wichtige Rolle für die Heiler, und zwar sowohl bei der Diagnose als auch bei der Heilung.
• In der Geistheilung werden zahlreiche Diagnosemethoden eingesetzt, zum Beispiel Hellsehen, Hellfühlen, außersinnliche Wahrnehmung sowie Ruten, Pendel und Tensore.
• In der Energiearbeit gibt es mehr als zwanzig verschiedene Heilmethoden zur Informationsübertragung. Ein großer Teil dieser Methoden wirkt über die sieben Hauptenergiezentren, die Chakren.
• Das Grundprinzip der Geistheilung ist Anteilnahme beziehungsweise Einfühlung und Mitteilung. Vor der Mitteilung findet oft noch ein Abtragen von kranker Schwingung statt.
• Die Vermittlung der Heilinformation wird meistens als liebevolle Zuwendung beschrieben. Es ist nicht die Energie des Heilers, die hier zum Einsatz kommt, es ist universelle Geisteskraft oder göttliches Bewusstsein.
• Der Patient braucht nicht an Geistheilung zu glauben, er kann auch ohne Glauben geheilt werden. Für den Heiler ist es aber leichter, wenn auf Seiten des Patienten Glaube, Vertrauen und Hoffnung auf Heilung vorhanden sind.
• Wie in jedem Beruf gibt es auch unter Heilern Individuen mit unterschiedlicher Qualifikation. Die besten Heilergebnisse werden immer dann erzielt, wenn der Verursacher der Krankheit aufgelöst oder gemieden wird.
• Geistheilung kann jede andere Heilmethode ergänzen oder unterstützen. Sie kann auch für sich wirken, die Schulmedizin aber nicht ersetzen.
• Geistheilung ist erlernbar und kann auch ohne Berührung und über große Entfernung angewendet werden.
Arbeiten die Heiler aus Ihrer Schule auch mit Edelsteinen, Kristallen oder Ritualen? Spielt Schamanismus für Sie eine Rolle?
Weder eine Methode noch irgendein Hilfsmittel kann von sich aus heilen. Methoden und Hilfsmittel sind bestenfalls Verstärker. Kristalle, Rituale und schamanische Praktiken – sie alle können den geistigen Heilstrom begünstigen, vorausgesetzt, der Heiler hat einen Bezug zu diesen Hilfsmitteln. Laien glauben oft, dass den Gegenständen oder Mitteln selbst eine Heilkraft innewohnt. Es ist aber eher so, dass der Glaube und das Vertrauen des Menschen, der diese Hilfsmittel einsetzt, ihnen eine Kraft geben, die dann auch tatsächlich eine spürbare Wirksamkeit entfaltet.
Hinzu kommt noch, dass wir Menschen – und Heiler bilden da keine Ausnahme – gern etwas in den Händen haben, zum Beispiel eine Einhandrute oder ein Pendel für die Diagnose und andere Dinge für die Heilung. Das ist am Anfang auch durchaus dienlich. Erst später, wenn sich die Medialität des Heilers bereits entfaltet hat, verlieren Gegenstände und Rituale an Bedeutung. Oder anders ausgedrückt: Wenn auf der Basis von Erfahrung so viel Vertrauen in die alles bewirkende geistige Kraft entstanden ist, verlieren materielle Hilfsmittel ihre Bedeutung.

Geistheilung ist Anteilnahme und Mitteilen
In der Geistheilung werden verschiedene Heilmethoden mit unterschiedlichen Ritualen, Gebeten und Energieübertragungen eingesetzt. Grundsätzlich kann man sie in zwei Gruppen unterteilen. Am häufigsten beobachtete ich bei Heilern die stille Anteilnahme und eine stille Fürbitte. Diese Heiler bitten Gott oder die Vertreter der geistigen Welt um Heilung, vertrauen aus ihrer Erfahrung heraus darauf, dass diese Bitte erfüllt wird, und sehen sich als Kanal für den Heilstrom. Ihre Methode ist weder beurteilend oder gar verurteilend noch diagnostizierend, sondern wird einzig getragen von dem starken Wunsch, anderen zu helfen. Aufgrund ihrer liebevollen Anteilnahme bilden sie mit dem Kranken ein gemeinsames Feld: Zwei Seelenmuster verschmelzen und die mediale Vermittlertätigkeit wird möglich. Die mentale und spirituelle Ausrichtung dieser Heiler ist sehr unterschiedlich, aber immer ist die Liebe zu Gott, zu allen Menschen und zu anderen Geschöpfen die tragende Kraft für den Heilstrom. Durch das Einfühlen setzt der Heiler – je nach Sensitivität – seine mentalen Kräfte oder seine Chakrenkräfte ein. Manchmal fokussiert er den Heilstrom, der durch ihn fließt, zusätzlich durch Handauflegen.
In den dreißig Jahren, in denen ich als Heiler tätig bin, lernte ich aber noch eine weitere Form der Geistheilung kennen: eine Methode, die aus dem Wissen um biologische, psychologische und soziale Gegebenheiten geboren wurde. Des Weiteren hat sich aus spirituellen und philosophischen Darlegungen über Eigenverantwortung und Reinkarnation sowie aus vielen Veröffentlichungen über Medialität, Astralwandern und Jenseitsforschungen ein neues Bild über unser Wohin und Woher ergeben. All das führte in Verbindung mit den bereits erwähnten bioenergetischen Messergebnissen bei vielen medialen Heilern zu einer veränderten Betrachtungsweise. Weil ich selbst zur Gruppe dieser Heiler gehöre, möchte ich Ihnen diese neue Sicht der Geistheilung hier vorstellen. Doch zuvor möchte ich eines klarstellen: Wenn es zu einer heilenden Regulierung kommt, egal, mit welchen Heilmethoden, ist die Kraft der Liebe dafür verantwortlich. Heilung ist immer und in jedem Fall Liebe! Das Band zwischen Heiler und Patient besteht in der liebevollen Schwingung, in der Bereitschaft, sich selbst aufzugeben, um etwas anderes fließen zu lassen. Für mich ist Leben Liebe und Licht. Licht ist Leben und Liebe. Liebe drückt sich in Leben und Licht aus.

Auf der Suche nach einer neuen Perspektive
Vor vielen Jahren keimte in mir die Hoffnung auf, dass Biologie und Schulmedizin mit ihren immer feineren Messmethoden eines Tages Daten liefern werden, die aufzeigen, dass wir Menschen doch mehr sind als Fleisch und Knochen. Inzwischen können die elektrodynamischen Prozesse unserer bioenergetischen Felder beispielsweise mithilfe der Kirlian- und Aurafotografie sichtbar gemacht werden und uns zeigen, dass wir bioelektrische und biomagnetische Prozesse von schier unglaublicher Präzision beherrschen. Noch kann man den Geist in uns zwar nicht messen oder sichtbar machen, aber meine Vision sagt mir, dass die moderne Physik in gar nicht so ferner Zukunft hier erste Zeichen setzen wird. Immerhin sind wir schon in der Lage, das Wechselspiel zwischen Körper und Seele als Psychosomatik zu verstehen. Und für mich als Geistheiler ist es wichtig, bestimmte Energien und Informationen zu nutzen, um zu helfen, auch wenn diese erst in der Zukunft erklärt werden können. Auch den Sinn unseres Daseins können wir noch nicht erklären, aber es scheint mir dennoch sinnvoll, alles zu unternehmen, um etwas darüber zu erfahren und auch Freunde und Bekannte dazu zu bewegen, sich zu fragen, was der Sinn unseres Lebens ist. Wenn wir den unendlich schaffenden Geist suchen und unser erhaltendes Sein und Wesen nutzen, werden wir die Wahrheit erkennen, und diese wird uns frei machen.
Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit der Geistheilung hatte ich oft Gelegenheit, tiefe Einblicke in die wunderbaren Kräfte des Geistes und der Seele zu bekommen und deren Wirken zu erleben. Viele dieser Erlebnisse machte ich in der Tiefenentspannung beziehungsweise in leichter Trance. Die Bilder, die ich dabei sah, und die Dialoge, die ich führte, können als Einbildung, als Fantasie oder gar als Wahnvorstellungen abgetan werden, doch ich spürte, dass sich eine Wahrheit dahinter verbarg – eine Wahrheit, die nicht minder real ist als die, in der wir leben. Allerdings stimmte diese Wahrheit weder mit meiner Vorstellung von Wahrheit noch mit meinen bisherigen Lebenserfahrungen und meinem anerzogenem Wissen überein. Um ihr begegnen zu können, musste ich eine Methode finden, die nicht aus meiner, sondern aus jener Welt stammte.
So begann meine Suche nach Erklärungsmöglichkeiten für diese jenseitige Wahrheit, und auf dieser Suche war ich der aus dem Diesseitigen kommende Schüler. Glücklicherweise traf ich von Anfang an Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen, die meine Suche unterstützten: Weisheitslehrer, Meditationslehrer, Heiler und mediale Menschen. Beflügelt durch den Gedankenaustausch mit ihnen konnte ich mich aus dem geprägten Subjekt-Objekt-Bewusstsein lösen. Und mit jedem Erlebnis, das ich im außersinnlichen Bereich hatte, konnte ich mein Bewusstsein erweitern.
Als Erstes wurde mir klar, dass wir uns alle in gewissem Maße Tag und Nacht auf der nichtkörperlichen Ebene unseres Seins bewegen und dass viele unserer Entscheidungen und Handlungen von hier aus bestimmt werden: unsere Gedanken, Erinnerungen, Vorstellungen, Träume, Imaginationen, Wünsche und vor allem unsere Gefühle, die wir intuitiv und instinktiv nutzen. Diese nichtkörperliche Ebene unseres Seins bewegt uns, ist aber gleichzeitig unbekannt beziehungsweise unbewusst. Unsere physische Welt ist abhängig von dieser Ebene, von diesem Raum, über den wir viel zu wenig wissen. Unsere Seele, unsere geistigen Fähigkeiten sind unser wahres Ich. Als ich in Meditation lernte, meine nicht physische Realität zu erforschen, erlebte ich staunend, wie reich an Dimensionen und Möglichkeiten unser Gesamtbewusstsein ist.
In den meditativen Übungen erkannte ich, dass unser Körper bestimmte Gesetzmäßigkeiten mit der nicht körperlichen Seinsebene gemeinsam hat. Es scheint, als diene unser Körper unserem nichtkörperlichen Sein als Resonanzkörper – als sei er eine Ausdrucksform von dessen unbewusster Lebendigkeit. Aus einer anderen Perspektive wiederum zeigt sich, dass sich beide Seiten gegenseitig durchdringen, dass sie miteinander verbunden und im Gleichklang sind. Manchmal erschien es mir, als bedingten sie sich gegenseitig, und dann wieder schienen sie voneinander abhängig zu sein. Erst später erkannte ich, dass diese Wechselwirkung notwendig ist und dass sie ein Grundprinzip unserer wachsenden Lebendigkeit darstellt. Unser seelisch-geistiges Potenzial lernt über den Körper, durch den Körper und mit dem Körper. Ohne dieses Wechselspiel zwischen Körperlichem und Nichtkörperlichem beziehungsweise Bewusstem und Unbewusstem gäbe es kein Lernen, keine Bewusstseinserweiterung, keine Evolution. Diese Wechselwirkung kann auch als Psychosomatik verstanden werden und führt, wenn sie gestört ist, in die psychosomatische Erkrankung.
Diese nichtkörperliche Ebene reicht in eine weitere Dimension hinein, die in der Meditation erfahren werden kann. Sie liegt außerhalb beziehungsweise oberhalb unserer Gedanken, Erinnerungen und Gefühle und doch auch in uns. Sprach ich zuvor von einer physischen und einer nicht physischen Wahrheit, so musste ich aufgrund weiterer meditativer Erfahrungen erkennen, dass es noch eine Dimension gibt, derer wir uns gewahr werden können. Dieses Gewahrwerden führt uns in die unendliche Dimension, in Grenzenlosigkeit und Zeitlosigkeit – Begriffe, die wir mit unserem Tagesbewusstsein weder verstehen noch akzeptieren können. Es ist jedoch möglich, sie in tiefer Versenkung zu erfahren. Wenn unsere nichtkörperliche Ebene nun alles umfasst, also das ganze Universum, müsste doch auch jedes erdenkliche Phänomen erfahrbar sein, also alle gesetzmäßig ablaufenden Ereignisse. Und alle nicht nach den ewigen Gesetzmäßigkeiten ablaufenden Ereignisse müssten als Chaos, Auflösung, Not und Krankheit verstanden werden. In unserem Gesamtbewusstsein sollte daher die Möglichkeit vorhanden sein, über die nichtstoffliche Wahrnehmung Zugang zu allen erdenklichen Prozessen in uns und um uns zu erhalten. Eine faszinierende Idee. Ich war bereit, diesen Weg zu gehen.
Und ich war nicht allein auf diesem meditativen Weg. Freunde mit gleichen Interessen hatten sich bald gefunden. Wir nannten uns damals »Parapsychologische Arbeitsgruppe« und sammelten einen reichen Schatz an Erfahrungen. Zwei Jahre lang trafen wir uns einmal die Woche, tauschten Wissen aus und konkretisierten neue Aufgabenbereiche zur Erforschung der nichtkörperlichen Ebene. Einige Zeit später lernten wir einen spirituellen Lehrer und ein Trance-Heilmedium kennen. Beide hatten, wie wir es nannten, »ein Telefon zum Jenseitigen«, also Sprechkontakt zur geistigen Welt. Wir waren bald so fasziniert von der Möglichkeit, mit körperlosen Geistwesen zu sprechen und in tiefer Meditationstrance Krankheiten zu heilen, dass wir beschlossen, uns von erfahrenen Heilern in die Geheimnisse der außersinnlichen Erfahrungen einführen zu lassen.

Körper-Seele-Geist
An den Erfahrungen, die ich in der siebenjährigen Zusammenarbeit mit Geistheilern gemacht habe, möchte ich Sie nun teilhaben lassen. Doch zunächst sollten wir uns auf einen gemeinsamen Wortschatz einigen. Wenn ich vom physischen Körper und vom Tagesbewusstsein spreche, meine ich unseren menschlichen Körper, zu dem auch unser Gehirn mit den fünf Sinnen, unser logisches Denken sowie all unsere Erfahrungen in dieser stofflichen Welt gehören. Unter den nichtkörperlichen Ebenen verstehe ich die Ebene Psyche-Seele, das Unbewusste sowie das Geistige beziehungsweise Überbewusste. Jede dieser drei Ebenen hat sein eigenes Bewusstsein, eigene Gesetzmäßigkeiten sowie ein eigenes energetisches Informationsfeld.
Der Körper wird nervlich-bioelektrisch gesteuert, seine Wahrnehmung läuft über die fünf Sinne sowie über das Denken und Handeln ab. Die Psyche-Seele pulsiert im Biomagnetischen und wird über die Meridiane gesteuert. Ihr stehen die gleichen fünf Sinne zur Verfügung wie dem Körper, aber sie nimmt außersinnlich und uns normalerweise unbewusst wahr. Bewusstseinserweiterung kann allerdings dazu führen, dass uns diese Wahrnehmung bewusst wird, zum Beispiel das Hellsehen. Beide Dimensionen, Körper und Seele, stehen in Wechselwirkung und bedingen einander ähnlich wie Elektrizität und Magnetismus: Das eine kann ohne das andere nicht sein. Die Seele selbst ist multidimensional. Ihre psychischen Eigenschaften und Ausdrucksformen befinden sich im ständigen Austausch mit dem körperlichen Geschehen. Gleichzeitig ist sie mit dem Geist als höchste schöpferische Kraft verbunden, mit dem Allbewusstsein. Diese seelisch-geistige Beziehung hat ihre energetische Entsprechung in der Kundalinienergie, den Chakren, den Nebenchakren und den Nadis. Die Chakren sind dabei als Einfallstore des Geistes zu verstehen. Eine genauere Beschreibung der Chakren finden Sie ab Seite 67 sowie in meinem Buch Die Schule der Geistheilung. Die Meridiane sind in meinem Buch Organsprache-Therapie ausführlich beschrieben. In diesem Buch geht es mir jedoch hauptsächlich um die Wahrnehmung und Nutzung aller energetischen Felder des Lebens zum Zweck der Heilung.

Können Geistheilung und Schulmedizin zusammenarbeiten?
Oft werde ich gefragt: »Warum Geistheilung? Wir haben doch die Errungenschaften der modernen Medizin.« Geistiges Heilen ist aber viel mehr als eine physische oder mentale Erfahrung. Geistiges Heilen ist die Berührung der Seele des Menschen, und wenn jene von dieser Dimension erfasst wird, erwacht sie in neuen Strukturen des Lebens. Diese Ansicht steht dem, was die Schulmedizin unter Heilung versteht, diametral gegenüber. Betrachten wir beide Seiten genauer, wird uns schnell klar, welche gravierenden Unterschiede bestehen.
Unser modernes Gesundheitswesen, in dem die pharmazeutische Industrie eine wichtige Rolle spielt, lehnt das Geistige Heilen mit der Begründung ab, es sei nicht wissenschaftlich fundiert. Aber sollte man sich nicht auch fragen, ob eine rein auf den physischen Körper bezogene Medizin das erbringen kann, was sie zu erbringen verspricht? Wenn wir die Fragen »Warum wird ein Mensch krank?« oder »Wie entsteht eine Krankheit?« rein auf den Körper bezogen zu beantworten versuchen, scheint Krankheit oft etwas Zufälliges zu sein. Ist unser Immunsystem zu schwach, können Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen uns überwältigen. Sind Organe, Muskeln oder Bänder nicht stark genug, leiden wir darunter. So gesehen sind wir schlichtweg Opfer, Opfer der Vererbung, der Umwelt oder sonstiger Umstände, einem sinnlosen Schicksal hilflos ausgeliefert. Wenn in unserem Körper etwas nicht funktioniert, werden wir wie defekte Maschinen behandelt, und wenn es sein muss, wird das nicht funktionierende Teil einfach ausgetauscht. Auch wenn innerhalb dieses Systems durchaus Erfolge erzielt werden können, werden die Menschen offenbar nicht gesünder. Die Arztpraxen sind voller Patienten und alles ist kaum noch zu bezahlen.