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Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
 
 
 

Vorwort
Geistheilung ist ein Begriff, der gern mit Wundern gleichgesetzt wird, mit Spontanheilungen in »aussichtlosen« Fällen. Und natürlich wird allgemein angenommen, dass solche Heilungen nur von einem »allmächtigen« Heiler bewirkt werden können.
Heilung ist jedoch nichts, das »gemacht« werden kann – weder durch Geistheilung noch durch Medikamente oder irgendwelche schulmedizinischen Behandlungsmethoden. Übertragen wird lediglich eine Information, die zur Selbstregulierung führt. Dabei hat der Heiler die Funktion eines Lehrers, der denVerursacher des Leidens aufzeigt und Heilung anregt.
Der Weg des Heilers führt nicht über den Intellekt. Daher muss ein Heiler weder Medizin studiert haben noch die Leiden seiner Patienten in medizinische oder psychologische Begriffe fassen können. Es kann jedoch nicht schaden, wenn er die feinstofflichen Energiesysteme zumindest in ihren Grundzügen kennt, denn je besser er weiß, was er tut und warum er es tut, desto sicherer wird er seine Heilfähigkeiten anwenden können.
Ein Heiler heilt niemals mit seiner eigenen Energie, denn damit würde er sehr schnell an seine Grenzen kommen. Er ist vielmehr so etwas wie ein Kanal oder Vermittler, der auf die Kräfte des Unbewussten oder Seelisch-Geistigen vertraut, auf die Kräfte des Lebens, die ihm – und uns allen – ohnehin täglich zufließen und die er beim Heilen auf andere überträgt. Der Heiler nimmt sich zurück und lässt das durch, was man auch als Gott oder den Weltgeist bezeichnen könnte. Das muss geübt werden, aber letztlich ist jeder Mensch dazu in der Lage, denn wir alle haben Fähigkeiten, die weit über das hinausgehen, was wir bis jetzt für möglich halten.
 
Horst Krohne

Einleitung

Heilen ist Anteilnahme und Mitteilen

Die Anteilnahme eines Heilers kann sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern. Bei manchen Heilern besteht sie darin, dass sie mit dem Patienten sprechen und sich erklären lassen, welche Beschwerden er hat. Andere Heiler messen mit Pendel oder Wünschelruten Energiestörungen aus. Wieder andere können mit außersinnlicher Wahrnehmung in den Energiebahnen und Energiefeldern Abweichungen von der Norm erkennen. Man könnte auch sagen, dass die Anteilnahme auf drei Ebenen stattfindet: Körper (das Bewusste), Seele (das Unbewusste) und Geist (das Überbewusste). Auf der körperlichen Ebene wird die Erkrankung über das gesprochene Wort, die verbale Schilderung des Kranken wahrgenommen, auf der seelischen Ebene über das Ausmessen mit radiästhetischen Geräten und auf der geistigen Ebene über die außersinnliche Wahrnehmung.
Auf der Basis dieser Anteilnahme, seiner Motivation und seines Wissens und Könnens entwickelt der Heiler nun seinen Behandlungsplan, der ebenfalls ganz unterschiedlich aussehen kann. Die Kunst des Heilens besteht darin herauszufinden, welche Form der Anteilnahme und des Mitteilens (Behandelns) im jeweiligen Fall eingesetzt werden soll.
Es ist nicht Aufgabe eines Heilers, seine Patienten mit Worten über die psychosomatische Bedeutung ihres jeweiligen Krankheitsbilds zu informieren. Lassen Sie mich an einem Beispiel verdeutlichen, was ich damit meine: Wenn ein Patient mit Knieschmerzen zu einem Heiler kommt, der sich mit Psychosomatik auskennt, wird dieser gleich wissen: Das ist ein unbeugsamer Mensch und deswegen verhärtet er in den Knien. Es macht jedoch keinen Sinn, einem Patienten so etwas zu sagen. Vielmehr geht es darum, ihn dort aufzufangen, wo er gerade ist: in seinem Knieschmerz. Als Heiler wissen wir, dass wir dem Unbewussten des Patienten Hilfe anbieten müssen, indem wir die Informationen im Gesamtbewusstsein verändern, die zu den Schmerzen geführt haben. Die Fehlfunktion des Körpers ist ursprünglich nämlich nichts weiter als ein Fehlverhalten des Gesamtbewusstseins, das nun durch harmonische, vollkommene Energie korrigiert wird. Der Körper folgt dann ganz von allein. Der Heiler muss dem Patienten nicht erklären, dass er seine Krankheit mit diesen und jenen Eigenschaften selbst »verschuldet« hat. Vielmehr ersetzt er diese Eigenschaften vorübergehend durch Vollkommenheit. Nun ist es am Kranken, die Botschaft anzunehmen. Wenn er sie nicht annimmt, wirkt die Heilung nicht.
Noch einmal: Der Heiler schickt dem Kranken Vollkommenheit; das Bewusstsein des Kranken reagiert und verändert das Krankheitsbild (Symptom) für die Zukunft. Um diesenVorgang zu verdeutlichen, kann der Heiler dem Patienten vor der Behandlung vielleicht noch erklären, dass er ihm jetzt eine Vollkommenheitsenergie schickt, die sein Leben einfacher machen wird und durch die Heilung auf einer unsichtbaren Ebene stattfindet (Energiemuster: Chakren und Meridiane). Damit gibt er dem Kranken Trost und die Gewissheit, dass etwas geschieht – etwas, das der Kranke eigentlich selbst geschehen lassen müsste und auch könnte, wenn er nur schon dahinter gekommen wäre. Die Störung wird also zunächst von außen reguliert und harmonisiert.
Wenn man nun weiß, dass ein bestimmtes Chakra oder ein bestimmter Meridian hauptsächlich für die jeweilige Störung verantwortlich ist, kann man das Ganze noch dadurch unterstreichen, dass man gezielt genau die Affirmationen aussucht, die hier passen. Diese Affirmationen kann man dann mehrmals wiederholen und zusätzlich aufschreiben und dem Heilungssuchenden mitgeben, damit er sie selbst immer wieder lesen und vor sich hin sprechen kann.

Welche Voraussetzungen muss ein Heiler erfüllen?

Die Erfahrungen, die in meinen Heilkursen gemacht wurden, haben gezeigt, dass jeder Mensch ein Heiler für andere Menschen sein kann. Auch Sie! Allerdings müssen auf Ihrer Seite die folgenden Bedingungen erfüllt sein:
• Der Wunsch zu heilen. Sie müssen den Wunsch haben zu heilen. Doch prüfen Sie die Motive, die diesemWunsch zugrunde liegen. Wenn Sie versuchen, ein Kanal für Heilkraft zu werden, und dies nicht aus Liebe tun, kann es sein, dass Sie die Probleme derer, die Sie eigentlich heilen wollen, noch verstärken. Heilen ist immer und in jedem Fall Liebe.Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Motivation einzig und allein auf demWunsch beruht, in Liebe zu Gott und seinen Geschöpfen Heilkraft zu übertragen, und wenn Sie außerdem davon überzeugt sind, dass Sie nur im Dienst einer höheren Kraft helfen können, ist die erste Bedingung erfüllt.
• Echtes Mitgefühl. Sie müssen echtes Mitgefühl für die Kranken und Leidenden empfinden. Mitgefühl ist etwas anderes als Mitleid! Sie leiden nicht mit dem Kranken mit und sehen ihn auch nicht als hilflos und unvollkommen an.Vielmehr schenken Sie ihm seelische Anteilnahme und empfinden Sympathie und Liebe für ihn.Wenn Sie jeden Menschen als einen vollkommenen Ausdruck des göttlichen Plans ansehen, und zwar ungeachtet seiner Herkunft, Erscheinung oder Religion, haben Sie eine weitere Bedingung erfüllt.
• Die tiefe Überzeugung, dass der geistigen Kraft und dem göttlichen Willen alles möglich ist. Wenn Sie beim Heilen Ihren Verstand sprechen lassen und nicht die Kraft Ihrer Seele, denken Sie vielleicht: »Hoffentlich kann ich helfen« oder »Ich hoffe, es wird ein bisschen besser.« Wenn Sie jedoch erkannt haben, dass Ihr eigenes Denken Sie einschränkt, der Heilstrom aber nur fließen kann, wenn Sie alles in seiner Vollkommenheit sehen, ist eine weitere Voraussetzung erfüllt.
• Gedankenhygiene.Wenn Sie erkannt haben, dass Ihr Denken Sie einschränkt, weil Sie noch Glaubensätze pflegen, die Sie klein und unvollkommen machen, sollten Sie daran arbeiten. Seien Sie sich stets bewusst, dass es beim geistigen Heilen nicht auf Ihren Intellekt ankommt.Vielmehr sind Vernunft und Herzensgüte gefragt, und Gedankenhygiene ist unerlässlich. Niemals dürfen Sie zulassen, dass Sie in negativen Begriffen denken oder sogar sprechen, indem Sie zum Beispiel sagen: »Die Behandlung wird Ihnen unheimlich gut tun«, »Ihre teuflische Krankheit werde ich verbrennen und ausrotten«, »Meine Behandlung kann Ihnen wahnsinnig gut helfen.« Denken Sie in Vollkommenheitsbegriffen und machen Sie sich auch nicht klein, indem Sie beispielsweise sagen: »Vielleicht kann ich Ihnen ein bisschen helfen.« Besonders während einer Behandlung müssen all Ihre Gedanken voller Harmonie und Liebe sein. Nur wenn Liebe und Harmonie in Ihnen sind, können Liebe und Harmonie – also Heilung – durch Sie hindurch fließen. Lassen Sie nie zu, dass Ihre Gedanken während einer Behandlung negativ oder emotional werden, denn das könnte dazu führen, dass Sie Ihre eigenen Disharmonien auf den Patienten übertragen.

Jeder Kranke heilt sich selbst

Nun sind seitens des Heilers sämtliche Voraussetzungen erfüllt, aber Heilung kann dennoch erst dann stattfinden, wenn derVerursacher der Krankheit erkannt und aufgelöst wurde. Und Verursacher gibt es viele. Jeder Mensch reagiert absolut individuell auf die Einflüsse, denen er ausgesetzt ist, und sehr viele Krankheitsverursacher liegen außerhalb dessen, was wir wahrnehmen können. Es bleibt uns daher nichts anderes übrig, als auf die Selbstheilungskräfte zu vertrauen, die allem, was lebt, innewohnen. Heilung ist und bleibt ein persönlicher Prozess, den wir niemandem abnehmen können. Ob wir nun Informationen, Heilmittel, Energieübertragung oder sonstige Behandlungen anbieten – annehmen und nutzen kann sie nur der Kranke selbst.

Wann Geistheilung wenig Wirkung zeigt

Geistiges Heilen ist eine hervorragende Methode zur Soforthilfe bei Krankheiten und Beschwerden und kann außerdem begleitend und unterstützend zu jeder anderen Therapie eingesetzt werden, aber sie hat ihre Grenzen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass besonders erfolgreiche Heiler ihre eigenen Grenzen kennen und mit Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen und anderen Fachleuten zusammenarbeiten.
Es gibt immer Fälle, in denen die Übertragung von Heilenergie wenigWirkung zeigt. Gründe dafür gibt es viele, zum Beispiel Mangelerscheinungen aufgrund einseitiger Ernährung, Belastung durch Strahlen, Schwermetalle und Umweltgifte, Medikamentenmissbrauch und so weiter auf der körperlichen Ebene sowie unverarbeitete Erlebnisse, Urängste, lebensverneinende Glaubenssätze, starke Abhängigkeit von anderen Menschen und so weiter im seelischen Bereich. Dann muss zunächst einmal dafür gesorgt werden, dass die entsprechenden Krankheitsverursacher neutralisiert werden. Wenn beispielsweise eine Schwermetallbelastung durch Amalgamfüllungen vorliegt, kann nur ein Zahnarzt helfen. Wenn die Erkrankung durch Erdstrahlen oder eine Wasserader hervorgerufen wurde, sollte ein Wünschelrutengänger oder ein Baubiologe die Situation klären. Seelische Belastungen erfordern einen Psychologen. Und wenn ein Nerv eingeklemmt ist, weil sich ein Wirbel verschoben hat, sollte ein Chiropraktiker hinzugezogen werden, der das Problem mechanisch lösen kann.

Schulmedizin und Geistheilung

Schulmedizin und Geistheilung gehören zwei verschiedenen Dimensionen an und können nicht miteinander verglichen werden. Ein Miteinander kann es nur geben, wenn sie sich gegenseitig akzeptieren, wie es beispielsweise in England der Fall ist. Dort kann der Patient selbst entscheiden, ob er zusätzlich zur Schulmedizin einen Heiler in Anspruch nehmen möchte. In mehr als zweitausend britischen Krankenhäusern gibt es medizinisches Personal, das zusätzlich im geistigen Heilen ausgebildet ist. Auch in vielen Krankenhäusern in den USA wird das Personal in der Polarity-Methode geschult.
Die allermeisten Heiler, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz leben und wirken, sehen sich nicht als Ersatz für einen Arzt, im Gegenteil: Meist betonen sie ausdrücklich, dass ernsthafte Erkrankungen zunächst von einem Arzt behandelt werden müssen, und stehen nur für den Fall zur Verfügung, dass der Patient nicht auf die schulmedizinischen Anwendungen anspricht.
Wir raten allen von uns ausgebildeten Heilern, die folgende Information in ihrer Praxis auszuhängen:
 
 
Lieber Klient, bitte lesen Sie diese Information aufmerksam, bevor Sie dem Heiler /der Heilerin Ihre Wünsche antragen.
Wir stellen keine medizinischen Diagnosen und führen keine Therapie oder Behandlung im medizinischen Sinne durch.
Die Hilfe eines Heilers ist eine Handlung zur Wiederentdeckung oder Wiedererlangung beziehungsweise zur Stärkung Ihrer körpereigenen Selbstheilungskräfte.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir nicht über medizinische Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen. Das bedeutet, dass unsere Behandlung keine ärztliche Behandlung ersetzen kann. Eine Zusammenarbeit mit der Schulmedizin halten wir für sehr wichtig. Bitte brechen Sie eine laufende ärztliche Behandlung auf keinen Fall ab und schieben Sie eine notwendige Behandlung durch den Arzt nicht auf. Wir geben keine Heilversprechen ab und es obliegt Ihrer freien Entscheidung eine Sitzung abzubrechen oder zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.
 
Ihre Energiebehandler
 
 
In den vielen Städten, in denen ich Vorträge halte und Seminare gebe, lerne ich immer wieder Ärzte und Psychologen kennen, die mich in ihre Praxis einladen und bereit sind, zum Wohle ihrer Patienten mit mir zusammenzuarbeiten. Die Patienten begrüßen diese Zusammenarbeit sehr, doch nicht nur sie profitieren, sondern auch der Arzt, weil er Krankheit und Heilung aus einer anderen Perspektive erfährt. Einer der Ärzte, mit denen ich zusammenarbeite, sagte einmal: »Seit Sie in meiner Praxis tätig sind, habe ich einen anderen Patientenkreis bekommen. Ich werde den
Eindruck nicht los, dass die Menschen mich nicht mehr für den sturen Schulmediziner halten. Auf jeden Fall haben wir jetzt einen ganz anderen Zugang zueinander.«
 
Als Heiler gehen wir davon aus, dass das Bewusstsein mit seinen Informationsfeldern alle körperlichen Prozesse steuert: die Körperchemie, den Auf- und Abbau der Zellen, Heilung und Regeneration. Besonders die Informationsfelder, die schulmedizinisch/ anatomisch nicht lokalisierbar sind wie etwa die Nerven, zum Beispiel die Chakren und die Meridiane mit all ihren Verknüpfungen, haben einen hohen Stellenwert für unsere gesamte Lebendigkeit. Je mehr ein Heiler über diese Energiestrukturen weiß, je genauer er sie wahrnehmen und je besser er sie nutzen kann, desto kraftvoller und zielsicherer kann er wirken. Daher möchte ich, bevor wir zu den einzelnen Krankheitsbildern und ihren Behandlungsmöglichkeiten kommen, das Chakren- und Meridiansystem beschreiben.

Teil 1
Die Chakren und das Geist-Körper-System

Das System als Ganzes

Der Begriff Chakra (wörtlich: Rad, Kreis) kommt aus der indischen Energielehre und bezeichnet bestimmte Punkte im feinstofflichen Körper, an denen Seelisches und Körperliches ineinander übergeht und sich durchdringt.
Es gibt sieben Hauptchakren, die entlang der vertikalen Achse des menschlichen Körpers aufgereiht sind. Zwischen dem untersten (Wurzel-)Chakra und dem obersten (Scheitel-)Chakra besteht eine dynamische energetische Verbindung, die in der indischen Tradition Kundalini genannt wird. Die Kundalini-Kraft bewegt sich in drei vertikalen Energiesträngen. Der Hauptstrang (Sushumna) verläuft parallel zurWirbelsäule und wird von den beiden anderen Strängen (Ida und Pingala) locker umwunden. Mit der Energiedichte im Subsystem dieser drei Stränge steht und fällt die Vitalität eines Menschen.
Das Erscheinungsbild eines Chakras ist mit Worten nur schwer und unvollkommen zu beschreiben, da es sich auf der feinstofflichen Ebene manifestiert, also jenseits dessen, was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können. Die vielleicht einfachste und klarste Beschreibung lautet: eine spiral- und trichterförmige, wirbelnde Energieverdichtung. Die große Öffnung des »Trichters« ist gleichbedeutend mit dem Beginn der Energiekonzentration und liegt außerhalb des Körpers.Von hier aus verdichtet sich die Energie in strudelartigen Bewegungen, die zum eigentlichen Zentrum des Chakras führen, einem diskusförmigen Wirbel von fünf bis zehn Zentimeter Durchmesser.
Wurzelchakra und Scheitelchakra sind insofern besonders, als die Energie hier von unten und oben einströmt, während die fünf mittleren Chakren ihre Energie von vorn und hinten erhalten. Forschungsergebnissen des Instituts für Religion und Psychologie in Tokio zufolge hält dieses permanente »Einstrudeln« den kontinuierlichen Transformationsprozess einer einpoligen Energie aufrecht, über deren nähere Eigenschaften man allerdings noch nichts weiß. Offenbar werden in jedem Chakra Tausende von unterschiedlichen elektromagnetischen Frequenzen erzeugt, was dazu führt, dass Sensitive und Chakrasichtige unterschiedliche Beschreibungen des von ihnenWahrgenommenen abgeben, je nachdem, auf welche Wellenlänge sich ihr Wahrnehmungsvermögen einschwingt. Die fast widersprüchlichen Aussagen über das Chakrensystem resultieren aus der Tatsache, dass es kaum hellsichtige Menschen gibt, die alle Wellenbereiche des Energiespektrums wahrnehmen können.
Chakren werden nicht nur in ihrer »energetischen Gestalt«, sondern auch als Farben wahrgenommen. Da jede einzelne Farbe in unserer Wahrnehmung eine bestimmte Wellenlänge des Lichts repräsentiert, können die Chakren in aufsteigender Reihenfolge den Frequenzen der folgenden Farben zugeordnet werden – eine Zuordnung, die sich übrigens international durchgesetzt hat.
Wurzelchakrarot
Sakralchakraorange
Milzchakra oder Solarplexusgelb
Herzchakragrün
Halschakrablau
Stirnchakraviolett
Kronenchakraweiß
Da das so genannte »reine« weiße Licht in Wirklichkeit alle Frequenzen des Lichtspektrums und damit alle Farben enthält, kann das siebte Chakra auch in allen Farben aufleuchten oder wie Perlmutt glänzen.
Chakrenenergie ist Geist-Seelen-Energie. Sie dirigiert alle Lebensvorgänge im menschlichen Körper und alle anderen daran beteiligten Energiesysteme. Dazu gehören die Erzeugung und Steuerung von Nervenenergie beziehungsweise Bioelektrizität, das biomagnetische System, die Meridiane oder Akupunkturbahnen und das Zusammenwirken aller Energiebereiche, unser gesamtes Denken und Fühlen sowie die Verarbeitung der vielfältigen Sinneseindrücke. Außerdem steuert jedes Chakra ganz bestimmte endokrine Drüsen. Mittels der Hormone und Enzyme ist es in der Lage, alle körperlichen Funktionen zu beeinflussen. Es löst Heilungsprozesse aus, reguliert die Tätigkeit des Immunsystems, ermöglicht die Zellregeneration und hält die Organfunktionen sowie alle Stoffwechselprozesse aufrecht.
Jedes einzelne Chakra hat ganz spezielle Aufgaben, sowohl im physischen als auch im energetischen Bereich. Die Eigendynamik der einzelnen Chakren ist allerdings von Mensch zu Mensch verschieden und ihre Stärke oder Schwäche entscheidet über das allgemeine Wohlbefinden. Ob es unsere willentliche Kraft (Wurzelchakra), das Verarbeiten von Eindrücken (Milzchakra) oder das Zusammenspiel der fünf Sinne (Stirnchakra) ist – alles wird von der geistig-seelischen Kraft in den Chakren bestimmt. Abweichungen von der normalen Eigendynamik eines Chakras führen zu psychosomatischen Erkrankungen, beispielsweise dann, wenn das Zusammenspiel zwischen Energie- und Körperebene aufgrund von Spannungslosigkeit zusammenbricht oder aufgrund von Überspannung Überreaktionen produziert.
Das Kommunikationsnetz aller Chakren untereinander wird traditionell Nadisystem genannt. Sein Erscheinungsbild gibt Auskünfte über Charaktereigenschaften, Neigungen, Bedürfnisse, Stärken und Schwächen eines Menschen.
Sämtliche Anomalien des Chakrensystems, ob Verzerrungen des Nadisystems, Loslösungen von der Kundalini oder energetische Deformationen einzelner Chakren, sprechen auf Geistheilung (das heißt letztlich auf die Übertragung von Chakrenenergie) an, nicht aber auf Allopathie und nur schwach auf Homöopathie und Psychotherapie.
Geistheilung bewirkt eine energetische Regulierung, die das Unbewusste anspricht, damit es erkennt: So geht es besser. Diese Regulierung ist in den unteren Chakren einfacher zu bewerkstelligen als in den oberen Chakren (Hals-, Stirn- und Scheitelchakra). Bei Störungen in den oberen Chakren muss der Hilfesuchende durch Vergleiche erkennen, was besser für ihn ist. Er muss umdenken lernen. Im Bereich der unteren Chakren können emotionale Felder dadurch korrigiert werden, dass der Heiler die Energie ableitet und ausgleicht, also praktisch Ventile öffnet und den Druck wegnimmt. Dadurch lernt der Gesamtorganismus oft sehr schnell, wie ein gesunder Zustand zu erreichen ist.
EineVeränderung der energetischen Struktur, egal welcher Art, ist immer mit einer Veränderung der Lebenseinstellung verbunden. Dieser Wandel kann im Bewusstsein stattfinden – im Denken, Fühlen und Handeln – oder tief im Unbewussten, indem sich grundlegende seelische Strukturen verändern. Heilungen des Chakrensystems vermögen auf allen Ebenen zu wirken: psychisch, körperlich und psychosomatisch. Eine Heilung am einzelnen Chakra oder am Gesamtsystem wird aber erst dann von Dauer sein, wenn sie von entsprechenden Bewusstwerdungsprozessen begleitet ist.

Die Wirkungsweise der einzelnen Chakren

Es sei daran erinnert, dass die Chakren nicht nur Transformatoren rein geistiger Energie sind, sondern auch als Energiewandler zwischen allen bioenergetischen Feldern fungieren. Sie transportieren Energie und wandeln sie, nehmen mehr Energie auf, wenn mehr gebraucht wird, und strahlen sie zurück, wenn ein Energieüberschuss vorhanden ist. Sie sind in jeder Hinsicht die Schaltstellen des Lebens.
Das Chakrensystem weist zwölf strudelnde Öffnungen auf (siehe Abbildung Seite 55).
Die Zahl zwölf wirkt in allen Bereichen als stabilisierende und harmonisierende Kraft: in der Zeitmessung, in der Musik (zwölf Halbtöne in der Oktave), in der Einteilung des Himmelsäquators (zwölf Sternzeichen) … Der Beispiele gibt es viele und in jedem Fall scheint das »runde Dutzend« Einteilung, Maß und Harmonie zu signalisieren. So auch im Chakrensystem: Seine wirbelnden Öffnungen sind ein Garant für dieWahrung der Ordnung einerseits und für Wandlung andererseits. Bei den Chakren haben wir es mit einem äußerst dynamischen und gleichzeitig stabilen System zu tun.Wenn durch Krankheits- oder Leidenssymptome Unordnung oder Einseitigkeiten in der polaren Ordnung unserer Bioenergien auftreten, kann der Ausgleich über das Chakrensystem erfolgen – über jedes Chakra für sich und alle gemeinsam im Verbund.
Man kann auch sagen, dass die Chakren das »Zuhause« der Seele sind. Jedes Chakra versorgt unser Bewusstsein mit ganz bestimmten Informationen. Der Lernprozess besteht in der Wahrnehmung dieser geistigen Vollkommenheit, die uns durchströmt und das Wunderwerk der Schöpfung – unseren Körper – belebt. Wenn es uns als Individualseele gelingt, die geistigen Ströme richtig in die materielle Seinsebene zu übersetzen, sind wir gesund, glücklich und zufrieden.
Wenden wir uns nun den einzelnen Chakren mit ihren jeweiligen Funktionen zu. Bei diesen Einzelbetrachtungen dürfen wir allerdings nie vergessen, dass jedes Chakra nur ein Teil des Gesamtsystems ist. Wir können mehrere gut ausgeprägte Chakren haben und doch viele Probleme, wenn sich möglicherweise nur eine einzige Unvollkommenheit zeigt. So, wie dieTragkraft einer Kette von ihrem schwächsten Glied bestimmt wird, prägt das schwächste Chakra in unserem System unsere gesamte Lebensqualität.

Das Wurzelchakra

Lageam Ende der Wirbelsäule, am Steißbein
FarbeRot
Stichworte»Schule der Moral, Angst«; Antriebskraft, Energie,Willenskraft,Vitalität, Durchhaltevermögen, Kampfgeist, Siegeswillen, Fleiß, Empfinden für die eigene Körperhaltung, Körperbewegung und Berührung
KörperlicheBeine, Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder,
Ebeneäußere Fortpflanzungsorgane, Drüsenfunktion, Bewegung durch Raum und Zeit, Balance
Störungen imVeränderung der Farbe in Richtung Rotbraun;
EnergieflussAntriebsschwäche, Müdigkeit, Kraftlosigkeit
bewirkenFluchttendenz, Nachgiebigkeit, Faulheit
AffirmationenDu liebst das Leben.
Du freust dich auf jeden Tag und machst wundervolle Erfahrungen.
Mut und ein gesundes Selbstwertgefühl bestimmen dein Leben. Entspannt und friedlich nimmst du alle Erfahrungen an.
Überall findest du Gutes für dich und gehst freudig auf weitere Dimensionen zu.
Du vertraust und akzeptierst dein Vorwärtsgehen.
Du bist ein lebendiger Liebender, ein freudiger Ausdruck des Lebens.
Du erhebst dich über frühere Begrenzungen und kannst die Fülle des Lebens freudig annehmen.
Du bist fest verankert in Liebe und Freude.
Liebe und Freude bestimmen deinen Weg.
Du hast die Kraft, die Stärke und das Können, alles im Leben zu bewältigen.
Von heute an wird alles besser und besser.
Das Wurzelchakra liegt am unteren Ende der Wirbelsäule, am Steißbein. Das Besondere an diesem Energiezentrum ist, dass es über die Kundalini mit dem Scheitelchakra verbunden ist. Die vom obersten Chakra einfließende geistige Energie ist nach heutigem Wissen einpolig und wird von Sensitiven als blauer Energiestrang wahrgenommen. Hier, im Wurzelzentrum, wird sie in bipolare Energie aufgebrochen. Dabei entsteht eine wirbelnde Dynamik, die von unten her, durch den Raum zwischen den Oberschenkeln, irdische Energie ansaugt. Dabei bildet sich der für alle Chakren typische trichterförmige Strudel. Vom Wurzelchakra aus winden sich zwei Energiestränge, Ida und Pingala genannt, spiralig um den »blauen Strahl« nach oben und vereinen sich im Scheitelchakra. Diese drei Energiebänder wurden schon vor Tausenden von Jahren in indischen Texten beschrieben und als Lebens- und Vitalitätsachse erkannt.
Die Energie desWurzelchakras wird aus der Einheit des Geistigen geboren und mit irdischen Energien verstärkt. Sie trägt also die Polarität in sich und bildet im Physischen wie im Psychischen die tragende Kraft unserer Vitalität. Bei vielen meiner Patienten, die über Antriebsschwäche, Müdigkeit oder Kraftlosigkeit klagen, zeigt sich eine geschwächte Energie, die oft unter fünfzig Prozent des Normalwertes liegt. Aus dem schönen warmen Rot, das sonst hier leuchtet, ist dann ein Rotbraun oder ein Rot mit dunklen Flecken geworden.