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GARY R. RENARD

DIE LIEBE

vergisst niemanden

ANTWORT AUF DAS LEBEN

Aus dem Amerikanischen von
Kendra Gettel

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Titel der amerikanischen Originalausgabe:

Originally published by Hay House Inc.

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1. Auflage 2014

Eine deutsche Erstausgabe im AMRA Verlag

Kontakt: Info@AmraVerlag.de

Herausgeber & Lektor

Michael Nagula

Fachliche Beratung

Armin Rott

Einbandgestaltung

FranklDesign

Layout & Satz

Birgit Letsch

Druck

Clausen & Bosse

In der deutschen Übersetzung wurden Zitate und sinngemäße Wiedergaben entnommen aus den Werken »Ein Kurs in Wundern«®, Greuthof Verlag © 1994, 2008 und »Die Ergänzungen zu Ein Kurs in Wundern«®, Greuthof Verlag © 1995, 2001. Ein Kurs in Wundern®, EKIW® und A Course in Miracles® sind als Marken eingetragen.

Die in diesem Buch vorgestellten Gedanken stellen die persönliche Meinung und Interpretation sowie das persönliche Verständnis des Autors dar und nicht die der Rechteinhaber von Ein Kurs in Wundern®.

ISBN Printausgabe 978-3-95447-036-5

Alle Rechte der Verbreitung vorbehalten, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks.

Inhalt

Vorwort

1Was wärst du lieber?

2Ausflug ins Zwischenleben

3Das Drehbuch ist geschrieben, aber nicht in Stein gemeißelt: Dimensionen

4Körperliche Heilung für einen erleuchteten Geist

5Die Lektionen von Thomas und Thaddäus

6Die Lektionen des Gary

7Arten in diesem Leben

8Die letzten Lektionen von Pursah

9Die letzten Lektionen von Arten

10Die Liebe vergisst niemanden

Quellenangaben

Über den Autor

Für Karen L. Renard

Ich danke dir,
dass du mir durchs Leben geholfen hast
.

Vorwort

In diesem Buch geht es um Spiritualität, echte Spiritualität, nicht das, was in den letzten zwei Jahrzehnten in den angesagten Medien so als Spiritualität durchgegangen ist. Spiritualität ist durch die ganzen Lebenshilfe-Angebote vollkommen vernebelt worden. Wenn Sie am Ende dieses Buches angekommen sind, werden Sie nicht nur den Unterschied zwischen beiden kennen, sondern auch wissen, warum nur eines von beiden Sie glücklich machen kann.

Es gibt spirituelle Wege, die Ihnen eine Menge Zeit ersparen werden, und andere, die das nicht werden. Diejenigen, die Ihnen Zeit ersparen, werden Sie mit der Idee bekannt machen, das Ego aufzulösen, und Ihnen zeigen, wie es geht. Das »Ego« ist dabei etwas, das bedeutende Lehren wie der Buddhismus und das spirituelle Meisterwerk Ein Kurs in Wundern detailliert und in auffallend ähnlicher Weise beschreiben. Sie werden feststellen, dass es viel mehr Gemeinsamkeiten zwischen Buddhismus und Ein Kurs in Wundern gibt als zwischen Christentum und Ein Kurs in Wundern, obwohl der Kurs sich in christlichen Begriffen an sein westliches Publikum wendet.

Ohne auf die Unterscheidungen und Mechanismen einzugehen, die zur Auflösung des Egos nötig sind – was später kommen wird –, können wir an dieser Stelle festhalten, dass das Ego sowohl die Idee als auch die Erfahrung darstellt, wir hätten uns von unserer Quelle getrennt und es gäbe dieses Etwas, das eine persönliche Existenz angenommen hat, eine eigene Identität, die nicht eins mit ihrer Quelle ist. Und wir glauben, dieses Etwas sei echt. Eine spirituelle Disziplin, die schnell zum Ziel führt, konzentriert sich darauf, dieses auf der Idee der Trennung basierende Ego aufzulösen.

Wenn man das falsche Ich – und nichts anderes ist ja das Ego – auflösen würde, bliebe nur das wahre Ich übrig. Man muss sich nicht anstrengen, um sein wahres Selbst zu sein. Man muss sich nicht entwickeln. Das wahre Selbst ist jetzt schon perfekt. Was getan werden muss, ist, die Blockaden aus dem Weg zu räumen, welche die Erfahrung und den Ausdruck dieser Perfektion verhindern. Übrigens hat diese Perfektion nicht mit irgendetwas in dieser Welt zu tun, sondern mit etwas, das nicht von dieser Welt ist.

Es gibt Menschen, darunter eindeutig geniale und hoch geschätzte Wissenschaftler, die Ihnen sagen werden, dass Sie sich »mit Ihrem Ego anfreunden« sollten. Das ist echt süß. Der Haken bei der Sache ist allerdings, dass das Ego kein Interesse an einer Freundschaft mit Ihnen hat. Ihr Ego will Sie umbringen. Wie Ein Kurs in Wundern – der der Psychologin Helen Schucman von Jesus diktiert wurde (in diesem Buch »J« genannt) – erklärt: »Daher wird das Ego dich besonders dann angreifen, wenn du liebevoll reagierst, weil es dich als lieblos bewertet hat und du seiner Bewertung zuwiderläufst. Das Ego wird deine Beweggründe angreifen, sobald sie mit seiner Wahrnehmung von dir eindeutig nicht mehr übereinstimmen. Genau an diesem Punkt wird es unvermittelt von Argwohn zu Bösartigkeit wechseln, da seine Ungewissheit sich vermehrt hat.«1

Dies ist kein Buch, das versucht, etwas zu spiritualisieren, was nicht spiritualisiert werden kann. Es ist ein Buch über die Rückkehr nach Hause zum reinen Geist. Es handelt von der Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist Liebe, und zwar mit Sicherheit nicht die Form von Liebe, die von der Welt normalerweise dafür gehalten wird. Hier ist eine Liebe gemeint, die nicht erklärt, sondern nur erfahren werden kann. Sie ist das Ziel, auf das die großen Mystiker uns im Verlauf der Geschichte immer wieder weise hingewiesen haben. Sie wussten, dass man es nicht erklären kann. Es ist allerdings möglich, diese Wirklichkeit zu erfahren, auch wenn wir noch scheinbar hier als Körper unterwegs sind. Wir sind keine Körper, aber es fühlt sich definitiv so an und sieht so aus. Es ist nicht meine Aufgabe, die Erfahrung der Menschen zu leugnen, dass sie Körper sind. Es ist nur meine Aufgabe, zu zeigen, dass diese Erfahrung nicht echt ist.

Genauso verhält es sich mit unserer Erfahrung von Zeit. Wir erleben Zeit als linear und meinen, wir würden unser Leben erschaffen, während wir am Leben sind. Diese Erfahrung ist genauso falsch. In Wahrheit ist alles holographisch. Alles ist schon geschehen. Und wenn es schon geschehen ist, dann können wir es nicht währenddessen erschaffen. Wir haben nicht die Möglichkeit, die Dinge neu zu kreieren. Das haben wir schon zu Beginn der Zeit getan. Alles, was danach scheinbar passiert ist, war schon beschlossene Sache. Den meisten Menschen gefällt diese Vorstellung nicht, doch sie ist Teil eines Denksystems, das ihnen enorm viel Zeit ersparen könnte, wenn sie es innerhalb ihrer illusorischen Existenz auch verstehen und anwenden würden.

Wir werden uns nicht immer aussuchen können, was wir erleben, aber wir werden immer die Wahl haben, wie wir es erleben. Die Essenz dieser Wahl liegt in einer bestimmten Art von Vergebung; dieselbe Art von Vergebung, die große Meister wie Buddha und Jesus angewendet haben. Auch hier ist nicht die Art von Vergebung gemeint, die die Welt normalerweise im Sinn hat. Wenn wir sie einmal gelernt haben und anwenden, löst sie das Ego auf und führt uns zurück zu unserem wahren Zuhause, eins mit unserer Quelle. Das ist spirituelles Leben auf der Überholspur, denn es spart Zeit – viel Zeit. Es erspart einem auch unzählige Leben, die eigentlich nur eine Reihe von Träumen sind. Nur, dass wir sie als Wirklichkeit sehen. Die Antwort auf das Leben liegt darin, die falsche Erfahrung, ein scheinbar getrenntes Wesen, ein räumliches Wesen zu sein, durch die wahre Erfahrung zu ersetzen. Diese Erfahrung ist, reiner Geist zu sein, der keineswegs nur nicht-räumlich ist, sondern jenseits des ganzen Universums von Zeit und Raum steht. Und es ist diese Erfahrung, auf die große spirituelle Traditionen abzielen. Sie gibt buchstäblich die Antwort auf das Leben und seine schwierigsten Fragen.

Zu dieser Erfahrung der Wirklichkeit zu gelangen, des perfekten Einsseins mit Gott, erfordert rigorose Kompromisslosigkeit. Dieses Buch macht keine Kompromisse, was die Lehre des Kurses angeht, denn meine Lehrer machen da nicht mit, und so kann ich es auch nicht. Wie der Kurs ganz klar auf Seite 66/67 des Handbuchs für Lehrer sagt: »Die Welt versucht sich in tausend Kompromissen und wird tausend weitere versuchen. Kein einziger kann für GOTTES Lehrer akzeptabel sein, weil kein einziger für GOTT akzeptabel sein könnte.«2

In diesem Sinne berichtet der folgende Text von wahren Ereignissen, die zwischen Ende 2006 und Anfang 2013 stattgefunden haben. Mit Ausnahme meiner Erzählung und Anmerkungen ist er in Form eines Dialoges gehalten, der drei Beteiligte hat: Gary (das bin ich) sowie Arten und Pursah, zwei aufgestiegene Meister, die mir körperlich erschienen sind. Meine Erzählung ist nicht eigens gekennzeichnet, es sei denn, sie unterbricht den Dialog. In diesem Fall habe ich mit »ANMERKUNG« darauf hingewiesen. Die vielen kursiv geschriebenen Wörter zeigen eine Betonung durch den jeweiligen Sprecher an.

Es ist nicht unbedingt erforderlich, zu glauben, dass mir die aufgestiegenen Meister erschienen sind, um von den Inhalten der verschiedenen Kapitel zu profitieren, und mir persönlich ist es egal, was Sie denken. Ich kann jedoch die extreme Unwahrscheinlichkeit dessen bezeugen, dass ein ungebildeter Laie wie ich dieses Buch ohne die Inspiration meiner Lehrer hätte schreiben können. Jedenfalls überlasse ich es Ihnen, liebe Leser, was Sie über die Herkunft des Buches denken.

Ich habe mir alle Mühe gegeben, alles richtig zu machen, bin aber nicht perfekt, und so ist dieses Buch es auch nicht. Wenn es auf diesen Seiten inhaltliche Fehler irgendwelcher Art geben sollte, können Sie allerdings sicher sein, dass Sie von mir stammen und nicht von meinen Besuchern. Die Wiedergabe der Gespräche folgt außerdem im Großen und Ganzen einer einfach zu folgenden Zeitlinie aus meinem »realen Leben«, ist jedoch manchmal auch nicht linear, sondern holographisch. An einigen wenigen Stellen werden Dinge, die schon früher gesagt wurden, erst später im Buch erwähnt, und umgekehrt. Über diese oder alle anderen Dinge in Zusammenhang mit diesen Büchern würde ich nie eine Entscheidung ohne Führung von meinen Lehrern treffen.

Alle Bezüge auf Ein Kurs in Wundern (EKIW) einschließlich der einführenden Zitate am Beginn jedes Kapitels sind im Quellenverzeichnis am Ende des Buches aufgeführt. Meine grenzenlose Dankbarkeit gebührt der Stimme des Kurses, deren Identität in diesem Buch erörtert wird.

Ich möchte vier Menschen danken, die dieses Buch möglich gemacht haben: meiner ersten Buchungsagentin Sue Borg, deren Arbeit so gut war, dass ich die Gelegenheit hatte, an vielen Orten öffentlich zu sprechen und immer noch Zeit zu haben, von meinen Lehrern zu lernen; Jan Cook, meiner Freundin und zweiten Buchungsagentin, einfach nur ein Engel; meiner früheren Frau, Karen L. Renard, die nicht nur zu einer meiner Lehrerinnen, sondern auch einer engen Freundin geworden ist; und einer weiteren Person, der Sie auf diesen Seiten begegnen werden, wenn die Identität Artens in diesem Leben enthüllt wird.

DLVN (Die Liebe vergisst niemanden), wie manche Menschen dieses Buch bereits nennen, enthält viele Zitate aus der offiziellen Version von Ein Kurs in Wundern, die vermerkt sind, um Ihnen zu helfen, sich mit dem Kurs zu beschäftigen, wenn Sie das möchten. Die Zitate zu Beginn jedes Kapitels sind kursiv geschrieben, auch wenn dies im Kurs selbst nicht der Fall ist. Die Herausgeber und ich möchten den Mitgliedern der Foundation for Inner Peace in Mill Valley, Kalifornien, den ersten Herausgebern des Kurses, sowie der Foundation for A Course in Miracles in Temecula, Kalifornien, für ihre jahrzehntelange wichtige Arbeit danken, die Ein Kurs in Wundern für die Welt zugänglich gemacht hat. Eine Bestellmöglichkeit für die offizielle Version des Kurses ist am Ende des Buches angegeben.

Abschließend möchte ich die Gelegenheit nutzen, Gloria Wapnick und Kenneth Wapnick, den Gründern der Foundation for A Course in Miracles, meinen aufrichtigen Dank auszusprechen. Ein großer Teil dieses Buches baut auf ihrer Arbeit auf. Schon sehr früh wurde ich von Arten und Pursah dahingehend geführt, mich mit den Lehren der Wapnicks zu beschäftigen, und so spiegelt dieses Buch zwangsläufig die Erfahrung dessen wieder, was ich von ihnen gelernt habe.

– Gary Renard

die Wärme der kalifornischen Sonne genießend
und nur fünf Stunden entfernt von Hawaii

Ich habe dargelegt, dass die grundlegenden Konzepte, auf die in diesem Kurs Bezug genommen wird, keine Grade kennen. Bestimmte fundamentale Konzepte können nicht in Form von Gegensätzen verstanden werden. Es ist unmöglich, sich Licht und Dunkelheit oder alles und nichts als nebeneinander bestehende Möglichkeiten vorzustellen. Sie sind entweder ganz wahr oder ganz falsch. Es ist für dich unerlässlich zu begreifen, dass dein Denken so lange unberechenbar sein wird, bis du dich fest dem einen oder anderen verpflichtet hast.3

EIN KURS IN WUNDERN

1

Was wärst du lieber?

Du bist, wie Gott dich schuf, und so auch jedes Lebewesen, auf das du schaust, der Bilder ungeachtet, die du siehst. Was du als Krankheit und als Schmerz, als Schwäche, Leiden und Verlust erblickst, ist nur die Versuchung, dich als wehrlos und in der Hölle wahrzunehmen. Gib dem nicht nach, dann wirst du jeden Schmerz in jeder Form, wo er auch immer auftritt, einfach verschwinden sehen wie Nebel vor der Sonne.1

Ende 2006 war ich verheiratet und lebte in Maine. Ende 2007 würde ich geschieden sein und in Kalifornien leben. 2006 war das ereignisreichste Jahr meines Lebens gewesen. Ich hatte allerdings keine Ahnung, dass 2007 es noch übertreffen würde! Ich hätte es auch gar nicht für möglich gehalten.

Ich hatte meine lieben Lehrer und aufgestiegenen Meister, Arten und Pursah, die mir als Mann und Frau erschienen, zuletzt im August 2005 gesehen. Sie hatten mich im Laufe von zwanzig Monaten elf Mal besucht, um mir das Material für unser zweites Buch, Unsterblich: Wie wir den Kreislauf von Leben und Tod durchbrechen, durchzugeben. (Ich fügte meinen Teil der Erzählung und Anmerkungen ein und tat mein Bestes, die Gespräche wiederzugeben.) Gegen Ende ihres letzten Besuches fragte ich, ob ich sie jemals wiedersehen würde. Ihre Antwort überraschte mich: Überlege dir in einem Jahr, ob du das Leben, was du führst, wirklich willst. Willst du weiterhin Autor sein?

Sie wussten etwas, das ich nicht wusste. Das folgende Jahr und einige weitere Monate sollten sehr hart werden. Nicht genug damit, dass mein Terminkalender derart voll mit Reisen und Vorträgen war, dass jeder andere damit schon genug zu tun gehabt hätte, und ich obendrein all die anderen Dinge versuchte zu schaffen, die ein aktiver Autor so tut, ich wurde auch noch zum Ziel einer Hetzkampagne. Mehrere sogenannte spirituelle Lehrer hatten aus Neid einen Feldzug zur Vernichtung meiner Arbeit gegen mich begonnen.

Einen davon hatte ich für einen Freund gehalten. Ich hatte ihm schon öfter einen Gefallen getan. Das traf mich sehr und wurde eine der größten Vergebungslektionen meines Lebens. Ich brauchte einige Monate, um mit der Geschichte fertig zu werden. Zu meinem Glück scheiterte der Feldzug, wahrscheinlich weil er so diametral im Gegensatz zu allen spirituellen Prinzipien stand, für die besagte Lehrer angeblich standen. Die Menschen mögen einfach keine Heuchelei. Diese Lehrer hatten nur ein Lippenbekenntnis zur Liebe abgelegt, ließen sich aber von Neid leiten.

Ich dagegen war einfach mein bekanntes unvollkommenes Selbst. Die Menschen hatten den Eindruck, mich zu kennen, weil ich so viel in der Öffentlichkeit unterwegs war. Nie hatte ich mich als etwas anderes als menschlich präsentiert. Sowohl meine Persönlichkeit als auch meine Geschichte waren dieselben geblieben und hatten jahrelanger genauer Überprüfung standgehalten. Es gab keine Beweise für die hasserfüllten Behauptungen gegen mich, nur Meinungen. Und diese Meinungen sollten sich als Stimmen einer extremen Minderheit herausstellen. Am Ende hielten die meisten Menschen zu mir, und das sollte sich in den kommenden Monaten und Jahren noch oft bestätigen.

 

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Ungefähr ein Jahr nach Arten und Pursahs letztem Besuch zum zweiten Buch leitete ich einen Intensivworkshop am Omega Institute in Rhinebeck im US-Bundesstaat New York. Dort war ein wunderbarer Mann dabei, ein Vietnam-Veteran namens Joe, der mir erzählte, wie mein Buch Die Illusion des Universums ihn zu Ein Kurs in Wundern geführt hatte. Die Illusion des Universums hatte ihm geholfen, den Kurs zu verstehen und auf sein Leben anzuwenden, was ihn wiederum in die Lage versetzt hatte, die grauenhaften Dinge zu vergeben, die er in Vietnam gesehen hatte. Das bereitete auch den jahrzehntelangen Albträumen ein Ende, die er seither gehabt hatte. Joe sagte, er wolle das Buch anderen Vietnamveteranen weiterempfehlen. In diesem Moment war meine Antwort auf Arten und Pursahs Frage klar. Ja, natürlich will ich diese Arbeit weiter machen. Was sollte ich mir mehr wünschen?

Nachdem ich mit den Angriffen der anderen Lehrer fertig geworden war, saß ich einige Monate später im Wohnzimmer meiner Wohnung in Auburn in Maine. Es war der 21. Dezember 2006, und ich hatte schon so eine Ahnung, was geschehen würde. Eine persönliche Krise in meinem Leben war überstanden, und die nächste stand vor der Tür, also erwartete ich einen Besuch meiner Freunde. Die aufgestiegenen Meister hatten gesagt, es würde meine Entscheidung sein, ob sie mir wieder erschienen. Sie wollten, dass ich dafür die Verantwortung übernahm. Sie hatten mir beigebracht, dass ich die Ursache war und keine Wirkung, und sie erwarteten von mir, dies auch zu leben – und nie wieder Opfer dieser Welt zu sein. Diesmal war es meine Wahl, und ich wusste, sie würden für mich da sein, wenn ich es wollte. Ich wurde nicht enttäuscht. Auf einmal erschienen Arten und Pursah auf ihrem Lieblingssofa, das ich schon bald durch meine Scheidung verlieren würde. Bis meine Exfrau es mir zurückgeben würde.

GARY: Ich wusste, ihr kommt heute! Und mir haben auch Leute E-Mails geschrieben, in denen sie vermuteten, ihr würdet heute kommen.

ARTEN: Es gibt wohl keine Flucht vor unserem Ruhm, oder?

PURSAH: Sind die Paparazzi schon draußen? Spaß beiseite, du hast eine sehr schwierige Zeit hinter dir.

GARY: Das kannst du laut sagen. Wärt ihr wohl geneigt, mir zu erklären, warum ihr mich nicht davor gewarnt habt, dass ich mehr Sch... abbekommen würde als irgendein anderer Lehrer von Ein Kurs in Wundern vor mir?

ARTEN: Entschuldige bitte, aber hatten wir dir nicht gleich von Anfang an gesagt, dass wir dir nicht zuviel über deine persönliche Zukunft verraten würden, um dir deine Gelegenheiten zur Vergebung zu lassen?

GARY: Oh, das hatte ich vergessen. Schon gut. Aber Jesus, ich sage euch, es war nicht leicht.

PURSAH: Also Gary, komm Jesus nicht mit »leicht«. Er ist den Weg bis zum Ende gegangen, und du hast auch schon ein gutes Stück geschafft. Jesus hat gezeigt, dass mit Gott nichts unmöglich ist, nicht einmal die vollkommene Abwesenheit von Schmerz. Du hast es in letzter Zeit gut gemacht mit deiner Vergebungsarbeit, auch wenn du dich hier beschwerst, also verhalt dich doch einfach wie die Enten.

GARY: Na gut, ich nehme die Herausforderung an. Wie ist das mit der Ente?

ARTEN: Eine Ente sieht nicht hinter sich. Es fällt ihr schwer, also macht sie sich normalerweise nicht die Mühe. Sie sieht nur, was genau vor ihrer Nase ist, und ignoriert, was hinter ihr passiert. Alles, worauf es ankommt, ist, was gerade jetzt passiert. Es gibt kein Nachdenken über die Vergangenheit.

GARY: Du meinst, die Vergangenheit sollte gar nicht mehr in meinem Bewusstsein sein – alles, woran ich denken sollte, ist, womit ich jetzt zu tun habe. Dann wird die Zukunft sich um sich selbst kümmern.

ARTEN: Ja, aber wir reden nicht davon, es dabei bewenden zu belassen, wie manche der gängigen spirituellen Lehren es tun. Jeder Versuch, im Jetzt zu bleiben, muss scheitern, solange der Schüler nicht eine gewisse Arbeit geleistet hat. Das liegt daran, dass da etwas in deinem Geist ist, dass dich daran hindert, im gegenwärtigen Augenblick zu bleiben. Die meisten spirituellen Lehren wissen noch nicht einmal davon, geschweige denn, dass sie einem beibringen, was man dagegen tut. Genauso wenig wissen die populären Lehrer des Kurses davon oder bringen einem bei, wie man das ändern kann, denn sie haben den Kurs noch gar nicht richtig gelernt.

PURSAH: Wir werden es so ausführlich behandeln, dass du nie wieder derselbe sein wirst wie vorher.

ARTEN: Wie J, der Meister, in seinem Kurs sagt: »Der einzig gänzlich wahre Gedanke, den man in Bezug auf die Vergangenheit haben kann, ist, dass sie nicht da ist.«2

GARY: Toll. Aber in dieser Illusion von Zeit: Über welchen Zeitraum wollt Ihr mich denn dieses Mal besuchen? Ich habe einen vollen Terminkalender, wisst ihr. Wenn ihr an bestimmten Tagen kommen wollt, muss ich meine Agentin anrufen.

ARTEN: Wie lange wir wiederkommen hängt davon ab, wie gut und schnell du arbeitest. Wir werden dich vor einige Herausforderungen stellen. Bei all deinen Reisen wirst du vielleicht nicht immer mit ihnen Schritt halten können. Dein Vergebungsprozess sollte freilich kürzer werden. Du hast ja schon während unserer letzten Besuche festgestellt, dass dein Vergeben bereits fortgeschritten ist und schneller geht. Und so wird es dieses Mal auch sein. Schließlich wirst du gar keine Worte mehr brauchen und es einfach automatisch tun. Das ist sehr fortgeschritten. Für den Augenblick halten wir einfach fest, dass du schnell lernen wirst, und in nicht allzuferner Zukunft wirst du lernen, automatisch zu vergeben, was vor deiner Nase auftaucht. Du wirst dich in einem Zustand voller Vertrauen und Freude wiederfinden, Eigenschaften eines Lehrers Gottes.3 Du wirst voller Dankbarkeit gegenüber deinem Schöpfer sein, der dich nicht geschaffen hat, um ein Körper zu sein, sondern so wie Er. Du wirst an den Punkt gelangen, wo du dich einfach in Gott entspannen kannst.

GARY: Mensch, ich wäre wirklich gern entspannter und dankbarer für all die Dinge, die mir in den letzten Jahren geholfen haben; ihr wisst schon: J, der Kurs, du, Pursah, Just for Men,a Viagra ...

Die Art von Vergebung, von der wir sprechen und die dein Ego auflöst, wird dir erlauben, im endlosen Jetzt zu bleiben.

PURSAH: Und du solltest den Menschen dankbar sein, die dich in den letzten paar Monaten herausgefordert haben. Indem du ihnen vergeben hast, sind sie deine Retter geworden.

GARY: Nun ja, einer von ihnen hat eingelenkt und sich sogar öffentlich bei mir entschuldigt. Aber ich habe so meine Zweifel, ob die anderen beiden Idioten je ihren Hintern hochkriegen werden. War nur Spaß. Alles ist möglich. Aber ich weiß genau, was ihr meint. Indem ich ihnen vergeben habe, bin ich derjenige, dem in Wahrheit vergeben worden ist, und so gesehen sind sie tatsächlich meine Retter. Ich könnte ohne sie gar nicht nach Hause kommen.

PURSAH: Richtig, lieber Bruder. Wie du sie siehst oder über sie denkst wird bestimmen, wie du über dich selbst denkst und letzten Endes, was du glaubst zu sein: ein Körper oder reiner Geist. Was wärst du lieber? Etwas Vergängliches, das zum Sterben verdammt ist, oder etwas Ewiges, das nicht sterben kann? Und welche Erfahrung du machst, hängt davon ab, wie du über andere denkst! Im Kurs gibt J dir den guten Rat: »Vergiss dies nie, denn in ihm wirst du dich selbst finden oder verlieren.«4

GARY: Und indem ich alles vergebe, was mir begegnet, plus Erinnerungen oder Gedanken aus der Vergangenheit, die mir in den Sinn kommen, bin ich davon frei. Aber es ist eine bestimmte Art von Vergebung, die J verwendet hat. Die meisten Menschen verstehen sie nicht wirklich.

ARTEN: Die Art von Vergebung, von der wir sprechen und die dein Ego auflöst, wird dir erlauben, im endlosen Jetzt zu bleiben. Vergangenheit und Zukunft werden vergeben sein. Und wie es im Kurs heißt: »... wenn sie vergeben ist, ist sie vergangen.«5

GARY: Moment, wartet mal! Ich habe mein Aufnahmegerät noch nicht an.

ARTEN: Mach dir darüber keine Gedanken. Wir möchten dieses Mal nicht, dass du irgendetwas aufnimmst. Du kannst dir Notizen machen, womit du ja auch schon angefangen hast, und außerdem hast du ein sehr gutes Gedächtnis. Darüber hinaus kannst du uns nun schon sehr gut hören, wenn wir zwischen unseren Besuchen mit dir reden oder dir bei geschlossenen Augen Wörter zeigen. Wir werden dich also korrigieren, wenn du beim Schreiben einen Fehler machst, der gravierend genug ist.

GARY: Mann, ich weiß nicht. Es klingt so viel schwieriger, als was ich gewohnt bin. Ich meine, von mir kommen die Erzählungen und Anmerkungen, und ich verleihe den Büchern eine persönliche Note, indem ich den Menschen mitteile, was in meinem Leben so vor sich geht. Ich gebe so eine Menge persönlicher Erfahrung weiter. Aber es ist mir eine echte Hilfe gewesen, unsere Gespräche vom Band abtippen zu können. Jetzt sagt ihr mir, dass ich das nicht mehr machen kann.

PURSAH: Wir sagen dir, dass du es nicht mehr tun musst. Es wird in Ordnung gehen. Du wirst schon sehen.

GARY: Und warum keine Aufnahmen?

PURSAH: Ganz einfach. Deine Entscheidung, mit dieser Arbeit weiterzumachen, bedeutet, dass noch mehr Bücher erscheinen werden. Also lass uns einfach jede Frage von vornherein ausschließen, die die Leute über eventuelle Aufnahmen stellen könnten. Du schaffst es jetzt ohne Aufnahmen. Und die Menschen sollten sich darauf konzentrieren, was wir zu sagen haben, und nicht auf so oberflächliche Fragen wie die, ob die Aufnahmen echt sind, wo wir doch die ganze Zeit versuchen, ihnen klarzumachen, dass nichts echt ist außer Gott, nicht einmal sie selbst!

Du hast auch sehr gut auf alle möglichen Fragen geantwortet. Seit Jahren stellen dir die Leute nun Fragen über dich, Arten und mich, und du hast sie alle beantwortet, genau wie wir dir geraten haben.

ANMERKUNG: Seit ihrer ersten Reihe von Besuchen bis ins späte Jahr 2001 habe ich Arten und Pursah wie den Heiligen Geist zu mir sprechen hören, auch wenn diese Form der Kommunikation nicht immer so gewesen ist, wie die meisten es sich vorstellen. Obwohl ich oft eine hörbare Stimme vernommen habe, lief die Kommunikation die meiste Zeit anders ab, besonders nach dem zweiten Buch. Wenn ich wach war und meine Augen geschlossen hatte, ob im Sitzen oder im Bett kurz vor dem Einschlafen, sah ich Wörter, als würde ich ein Buch lesen. Dies ist mit die klarste Art inspirierter Kommunikation, die ich bisher empfangen habe.

ARTEN: Es ist nichts falsch daran, Fragen zu beantworten, und es bedeutet auch nicht, in die Defensive zu gehen. Du gibst einfach nur Informationen heraus, um falsche Informationen zu korrigieren. Ist es nicht eigenartig, dass manche Menschen denken, es sei in Ordnung, wenn sie dich in Form von Fragen angreifen, die im Grunde Aussagen sind – die dir vorwerfen, ein Lügner zu sein, ohne es beweisen zu können –, aber gleichzeitig stellen sie es so dar, als würde etwas mit dir nicht stimmen, wenn du die Fragen beantwortest! Wie überaus praktisch. Es ist doch auf der Ebene der Form so: Wenn du den Leuten nicht von deinen Erfahrungen erzählst, dann denken sie sich einfach etwas aus.

Es gibt noch einen Grund, warum wir dir geraten haben, auf Fragen zu antworten. In vierzig oder fünfzig Jahren, wenn Schüler des Kurses auf die heutigen Geschehnisse mit weniger Emotionen zurückblicken, als die meisten Menschen sie heute aufbringen, werden sie sehen, dass du Antworten auf diese Fragen hattest, und zwar in der Regel gute.

PURSAH: Du bist in den letzten Jahren ein weltweit bekannter Lehrer geworden. Warum erklärst du uns nicht als Wiederholung für deine Leser einige der Höhepunkte von dem, was J vor 2.000 Jahren gelehrt hat – und in Ein Kurs in Wundern immer noch lehrt – und was die Welt bis auf ein paar Menschen damals nicht verstanden hat und bis auf ein paar Menschen heute immer noch nicht versteht.

GARY: Ja klar, aber ich werde versuchen, mich kurz zu fassen, denn ich habe auch ein paar Fragen an euch. Also, als Erstes muss man verstehen, dass es nur zwei Dinge gibt, von denen nur eines wahr ist. Wahr ist Gott oder der Himmel oder deine Quelle oder Zuhause oder die Wirklichkeit oder wie man es auch immer nennen will. Aber ganz egal, wie man es nennt, es ist vollkommen. Wie sowohl die Bibel als auch Ein Kurs in Wundern sagen: Gott ist vollkommene Liebe. Diese vollkommene Liebe verändert sich nicht und nimmt auch nicht verschiedene Formen an. Sie ist totale Stille. Wenn sie sich verändern oder verschiedene Formen annehmen würde, würde sie sich weiterentwickeln, und wenn sie das täte, wäre sie nicht vollkommen. Aber die Wirklichkeit ist jetzt schon vollkommen, sie muss sich nicht mehr verbessern. Und sie ist unser aller Wirklichkeit. Diese vollkommene Liebe kann nicht gelehrt oder erklärt werden, aber erfahren, auch wenn wir hier und in einem Körper zu sein scheinen.

Wenn Gott vollkommene Liebe ist, dann kann er gar nichts anderes als lieben. Wenn er irgendetwas anderes tun könnte, wäre er ja nicht vollkommene Liebe, oder? Das ist ein wichtiger Punkt, wenn es um das Verständnis der nondualen Natur des Kurses geht.

Aber dann ist da noch dieses andere Etwas, das glaubt hier zu sein. Es ist gar nicht wirklich hier, aber denkt, es wäre es. Dieses Etwas hat sich von seiner Quelle abgetrennt und eine eigene, individuelle Identität angenommen. Das nennen wir das Ego. Und das Ego ist überwiegend unbewusst. Es ist unter der Oberfläche. Mit unserem bewussten Geist erkennen wir nur einen kleinen Teil davon, und der größte Teil ist vor uns verborgen. Und in diesem verborgenen Teil steckt dieses unermessliche Schuldgefühl über die scheinbare Abspaltung von Gott. Das ist, was man die Ursünde nennen könnte – nicht, dass es so etwas wie Sünde wirklich gäbe, es ist nur die Vorstellung, getrennt zu sein. Daraus ist das Bewusstsein entstanden, denn um ein Bewusstsein zu haben, braucht man mehr als eins: ein Subjekt und ein Objekt. Dann hat man etwas, dessen man sich bewusst sein kann. In der Wirklichkeit gibt es kein Subjekt und kein Objekt, nur vollkommenes Einssein.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Man muss sich nicht abmühen, das zu sein, was man schon ist. Unser wahres Selbst ist jetzt schon perfekt und unveränderlich. Alles, was wir tun müssen, ist das falsche Ich aufzulösen, das denkt, es habe sich von seiner Quelle abgespalten – das falsche Selbst, das glaubt, es sei schuldig.

PURSAH: Und wenn Gott reine, absolut vollkommene Liebe ist, wie könnte es dann überhaupt so etwas wie diesen Gedanken der Trennung geben?

GARY: Aha! Das ist eine Fangfrage. Ein Kurs in Wundern besagt, dass die volle Erkenntnis der Sühne »die Einsicht [ist], dass die Trennung nie stattgefunden hat6

Mit anderen Worten: Die Trennung ist eine Wahnvorstellung, ein Traum, eine Projektion eines Universums von Zeit und Raum. Und die Antwort auf diese Wahnvorstellung können wir nicht alleine nur mit unserem Intellekt finden, den das Ego oft dazu benutzt, um dafür zu sorgen, dass wir hier scheinbar feststecken. Die Trennung ist eine irrige Erfahrung. Und die wahre Antwort auf die Trennung liegt darin, sie durch eine wahre Erfahrung zu ersetzen, nämlich die des vollkommenen Einsseins mit Gott. In diesem Zustand bist du nicht länger ein getrenntes Wesen, sondern eins mit der ganzen Schöpfung, und diese Erfahrung ist die Antwort auf das, was wir Leben nennen. Es geht so weit, dass es in dieser Erfahrung keine Fragen mehr gibt, sondern nur noch die Antwort. Dann kehrst du für eine Weile hier in die falsche Erfahrung der Trennung zurück und stellst fest, dass du die Fragen geträumt hattest! Denn in der Wirklichkeit existieren diese Fragen gar nicht. Sie ist die Erfahrung vollkommener Liebe, die eins mit unserer Quelle ist und unsere dauernde Wirklichkeit wird, wenn wir den Körper zum letzten Mal und endgültig ablegen.

PURSAH: Gut, Bruder. Und wie kommt man an diese Erfahrung?

GARY: Nun, erst einmal muss mal aufhören, sich selbst als Opfer zu sehen. Wenn diese Welt von Gott geschaffen wäre, wären wir Opfer Gottes. Wir wären das Opfer einer Macht außerhalb unserer Selbst, die uns etwas angetan hat. Die Welt wurde allerdings nicht von Gott geschaffen, und in einer der frühen Lektionen im Übungsbuch des Kurses heißt es: »Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe.«7 Das ist übrigens der Grund dafür, warum es so wichtig ist, den Text des Kurses zu verstehen, denn sonst versteht man das Übungsbuch nicht richtig. Die Menschen legen ihre eigenen Interpretationen in die Übungsbuchlektionen hinein und biegen sie sich meistens passend zur gängigen New-Age-Weltanschauung zurecht. Aber der Kurs gehört nicht zum New-Age-Kram – er ist einzigartig. Er lehrt eben nicht dieselben Dinge wie die spirituellen Lehrer, die zurzeit so ungemein beliebt sind. Und er sagt gleich am Anfang des Übungsbuches: »Eine theoretische Grundlage, wie sie das Textbuch liefert, ist der notwendige Rahmen, um den Übungen in diesem Übungsbuch Bedeutung zu verleihen.«8 Die meisten Lehrer des Kurses haben ihn noch gar nicht richtig gemacht und verstehen seine Bedeutung nicht wirklich. Oder, falls doch, dann sagen sie es niemandem.

Die Mehrzahl der spirituellen Systeme versucht, Körper, Geist und Seele zu harmonisieren. Sie alle haben ihre Berechtigung, aber der Kurs hat einen ganz anderen Ansatz. Mit dem Kurs lernt man, wie man den Geist dazu nutzt, zwischen dem Körper, dem größten Symbol des Egos für die Trennung, und dem reinen Geist, der im Kurs als vollkommenes Einssein beschrieben wird, zu wählen. Der reine Geist ist dabei nicht zu verwechseln mit der Vorstellung von einer individuellen Seele, die immer noch auf der Idee der Trennung beruht.

Der Kurs lehrt, dass die Welt eine Projektion ist, die aus unserem eigenen kollektiven unbewussten Geist kommt. Was in unserem Geist auf metaphysischer Ebene ganz gewaltig vorhanden war – nämlich die grauenhafte unbewusste Schuld, die wir aufgrund der Trennung von unserer Quelle hatten –, wurde verleugnet und nach außen projiziert.

Jeder Psychologe wird dir sagen, dass auf Verleugnung Projektion folgt. Denn wenn man etwas verleugnet, muss man ja irgendwo damit hin. Wenn etwas erst einmal verleugnet ist, wird es unbewusst, und der Kurs spricht Bände über Verleugnung. Man vergisst also, dass man etwas verleugnet hat, und wenn es dann nach außen projiziert wird, denkt man, die Projektion, die man sieht, sei die Realität. Man vergisst, dass man sie selbst gemacht hat, weil man sie verleugnet! Es ist also die eigene Projektion, aber man ist sich dessen nicht bewusst. Weiter lehrt der Kurs: »Wahrnehmung wird durch Projektion erzeugt.«9 Das heißt, wir haben gemacht, was wir sehen, und diese Tatsache dann wieder vergessen, und deshalb nehmen wir das Sichtbare als Realität hin. Wir vergessen, dass es eine Fehlschöpfung unsererseits darstellt. Um es mit Js Worten zu sagen: »Ist es nicht sonderbar, dass du glaubst, zu denken, du habest die Welt gemacht, die du siehst, sei Arroganz? Gott hat sie nicht gemacht. Dessen kannst du sicher sein. Was kann ER von den Vergänglichen, den Sündigen und Schuldigen, von den Angstvollen, den Leidenden und Einsamen wissen und von dem Geist, der in einem Körper lebt, der sterben muss? Du klagst IHN nur des Wahnsinns an, wenn du denkst, ER habe eine Welt gemacht, wo solche Dinge Wirklichkeit zu haben scheinen. ER ist nicht verrückt. Doch nur Verrücktheit macht eine Welt wie diese.«10

ARTEN: Du und dein Freund J müsst aufhören, so zurückhaltend zu sein. Also, du hast gesagt, ein Teil des Ausweges besteht darin, aufzuhören, sich selbst als Opfer zu sehen, und somit offensichtlich die Verantwortung für seine Erfahrung zu übernehmen. Magst du uns ein bisschen genauer verraten, wie das geht?

GARY: Naja, man kann es nicht durch schlaues Denken schaffen oder dadurch, sein eigener Lehrer zu sein. Man muss auf das Denksystem des Heiligen Geistes hören anstatt auf das eigene. Die Wahrheit ist einfach und beständig, aber das Ego nicht. Das Ego ist hochkompliziert und will, dass die Vorstellung von der Trennung überlebt, weil es sich dadurch besonders fühlen kann. In dieser Welt geht es nämlich besondere Beziehungen ein, die entweder besondere Liebes- oder besondere Hassbeziehungen sind, und ich bin mir sicher, dass wir darüber noch reden werden. Die Sache ist die, dass das Ego Komplikationen liebt, weil sie als Nebelwand vor dem einen echten Problem und der einen echten Lösung fungieren.

Das eine echte Problem ist der Glaube, wir hätten uns von Gott getrennt, und die einzige echte Lösung ist, diesen Glauben an die Trennung aufzulösen und nach Hause zurückzukehren. Um uns nach Hause zurückzuführen, gibt uns der Heilige Geist die schlichte Wahrheit anstelle der verworrenen Behauptungen des Egos. Aber das Ego gibt nicht auf. Es ist wie der Terminatorb – es kommt einfach dauernd wieder. Die Wahrheit, die das Ego auflöst, wird allerdings letzten Endes gewinnen, weil der Heilige Geist vollkommen ist und das Ego nicht.

Du veränderst die Erfahrung deiner selbst, indem du die Art veränderst, wie du andere Menschen betrachtest.

Jeder kann das, was der Heilige Geist sagt, verstehen und anwenden. Der Kurs sagt, es sei einfach, und das nicht nur einmal. Er benutzt das Wort 158 Mal! Ich habe in der Konkordanz nachgesehen. Noch dazu leitet der Kurs weder uns noch seine Lehrer, einschließlich aufgestiegener Meister, an, originelle Ideen zu haben. Stattdessen sagt er: »Raffiniertes Denken ist nicht die Wahrheit, die dich frei machen wird, du aber bist frei von dem Bedürfnis, dich darin zu betätigen, wenn du bereit bist, es loszulassen.«11 Und er sagt auch – Moment, lasst mich nachsehen: »Der Kurs gibt lediglich eine andere Antwort, nachdem eine Frage einmal aufgeworfen worden ist. Allerdings versucht diese Antwort nicht, auf Einfallsreichtum oder Raffinesse zurückzugreifen. Das sind Attribute des Egos. Der Kurs ist einfach. Er hat nur eine Funktion und ein Ziel. Nur darin bleibt er gänzlich beständig, weil nur dies beständig sein kann12

ARTEN: Das ist wahr. Aber du hast mir noch nicht den Schlüssel gegeben. Auf der Grundlage deiner Worte: Was ist es am Kurs, das deine Erfahrung verändert?

GARY: Du veränderst die Erfahrung deiner selbst, indem du die Art veränderst, wie du andere Menschen betrachtest.

PURSAH: Ganz genau. Vergebung ist eine Veränderung dessen, wie man die Dinge betrachtet, seien es nun Situationen, Ereignisse oder andere Menschen. Aber es ist nicht leicht.

GARY: Ich sage den Leuten nie, es sei leicht, anderen zu vergeben. Nein, es ist sogar ziemlich ätzend, weil sie es nämlich nicht verdienen.

PURSAH: Auf der Ebene der Form scheint das wahr zu sein, aber nach einer Weile wird einem klar, dass man selbst derjenige ist, dem jedes Mal vergeben wird, wenn er einem anderen vergibt.

GARY: Das liegt daran, dass es in Wirklichkeit nur einen von uns gibt.

ARTEN: Ja. Es mag den Anschein haben, als seien die Menschen getrennt, denn sie sehen eine Projektion, die auf der Idee der Trennung beruht, aber das ist nur eine Täuschung. Ganz egal wie oft sich das Ego aufzuteilen scheint, es ist nur eine Illusion. Tatsächlich gibt es nur ein Wesen, das denkt, es habe sich von seiner Quelle abgespalten. Ja, es erscheint als viele, aber in Wahrheit ist da immer nur einer, und das bist du. Es sieht allerdings so aus, als würde sich der Geist weiter aufspalten. Dann projiziert er diese neuen Abspaltungen, was dazu führt, dass mehr und mehr Menschen hier in der Projektion auftauchen. Aber das ist alles nichts als Schall und Rauch. Es gibt immer nur ein Ego, egal wie viele Bilder man sieht.

GARY: Das würde erklären, warum man am Anfang nur ein oder zwei Menschen hat, wie Adam und Eva, und irgendwann scheinen es dann Milliarden zu sein. Ich habe mich immer gewundert, wie Reinkarnation da reinpasst. Ich meine, wenn es am Anfang nur zwei Menschen waren, wie kann es dann sein, dass sich scheinbar Milliarden reinkarnieren, wenn der Geist sich nicht weiter teilt? Das wäre ja gar nicht möglich. Und ich sage »scheinbar reinkarnieren«, denn es ist ja alles eine Illusion, oder besser gesagt ein Traum, der einfach wahr zu sein scheint. Natürlich scheinen Ereignisse in einem Traum zu passieren, aber das heißt nicht, dass sie wirklich geschehen.

PURSAH: Glaubst du an Reinkarnation?

GARY: Nein, aber in einem anderen Leben habe ich das.

ARTEN: Du hast gesagt, du veränderst die Erfahrung deiner selbst, indem du die Art veränderst, wie du andere Menschen betrachtest. Wir müssen das noch deutlicher machen. Wir haben ja sinngemäß schon dieses sehr wichtige Gesetz des Geistes aus dem Kurs zitiert: »Wie du über ihn denkst, wirst du über dich selbst denken.«13

Es ist Zeit, hier ein bisschen konkreter zu werden. Aber erst einmal: Wie geht es deiner Hand?

ANMERKUNG: Eine Woche, bevor A&P (wie ich sie für mich manchmal nenne) mich wieder besuchten, war meine Hand eines Morgens beim Aufwachen völlig taub und unbrauchbar gewesen. Ich ging zu einem Neurologen und bekam die Diagnose »Schädigung des Nervus radialis«. Es hieß, dass das viele Schreiben und ständige Signieren von Büchern den Schaden hervorgerufen habe. Der Arzt sagte, die Heilung könne bis zu einem Jahr dauern, wenn es sich denn überhaupt bessern würde. Ich war entschlossen, dafür zu sorgen, dass die Hand schnell heilte.

Die Symptome kamen zu einem guten Zeitpunkt, wenn es so etwas im Zusammenhang mit dem Auftauchen von Symptomen denn gibt. Ich hatte um Weihnachten herum einen Monat frei, bevor ich wieder viel reisen und Vorträge halten würde. Ich hatte beschlossen, mich von diesen Beschwerden nicht beeinträchtigen zu lassen, und war mit meiner Frau Karen sogar in New York gewesen, um die Weihnachtszeit dort zu genießen, obwohl ich meine rechte Hand kaum benutzen konnte.

Ich begann das anzuwenden, was ich sowohl von Ein Kurs in Wundern als auch meinen zwei aufgestiegenen Freunden über Heilung gelernt hatte. Die Hand wurde besser, tat aber immer noch weh, und an dem Abend, als Arten und Pursah wieder auftauchten, hatte sie ungefähr die Hälfte ihrer früheren Kraft zurückerlangt. Ich machte Notizen, so gut ich konnte, obwohl sie manchmal wie das Gekritzel eines Kleinkindes aussahen.

GARY: Sie wird besser.

Ich mache, was mir beigebracht worden ist.

ARTEN: Gut. Bei unserem vierten Besuch in dieser Reihe werden wir über Heilung sprechen, natürlich nicht nur für dich, sondern auch für deine Leser. Du hast noch drei Wochen, bevor es wieder an die Front geht. Arbeite weiter geistig mit deiner Hand, und dann sprechen wir bei unserem vierten Besuch darüber, wie es gegangen ist, wenn wir es schaffen, beim Thema zu bleiben.

PURSAH: So, und nun zurück zum Thema, das auf der Hand liegt ... Das sollte jetzt keine Anspielung sein. Es gibt einige fundamentale Fehler, die Menschen bei der Anwendung des Kurses machen. Einer der Gründe dafür ist, dass sie sich nicht daran erinnern, was reiner Geist wirklich ist. Noch ein Fehler ist, dass sie sich auf die Illusion konzentrieren anstatt auf die Wirklichkeit.

GARY: Was meinst du damit?

PURSAH: Wenn die Leute mit dieser Art von Arbeit anfangen, konzentrieren sie sich oft darauf, dass das Leben eine Illusion ist, und das ist nicht das, worauf man sich konzentrieren sollte. Wenn es wahr ist, dass du dich so sehen wirst, wie du die anderen siehst, und es ist wahr, dann wirst du dich am Ende unbewusst selbst als Illusion sehen, wenn du durchs Leben gehst und andere Menschen und die Welt als Illusion betrachtest. Du wirst dich leer und unwichtig fühlen, was dich wiederum depressiv machen wird. Denke daran, dass dein unbewusster Geist alles, was du über andere denkst, als eine Botschaft über dich auffasst. Das liegt daran, dass – obwohl du dir dessen nicht bewusst bist – dein unbewusster Geist alles weiß, einschließlich der Tatsache, dass es nur einen gibt, der denkt, er sei da. Deshalb ist alles, was du denkst, eigentlich eine Botschaft von dir an dich, über dich. So wird dein unbewusster Geist es sehen. Und aus dem Grund wirst du von anderen ganz bestimmt nicht denken wollen, dass sie Illusionen sind; sonst wirst du dasselbe über dich denken.

Nicht nur Schüler hier in den USA machen diesen Fehler. Auch Menschen in anderen Teilen der Welt denken so, beispielsweise in Indien, weil Hinduismus und Buddhismus schon immer gelehrt haben, dass die Welt, die wir sehen, eine Illusion ist – oder Vergänglichkeit, wie die Buddhisten sagen. Und um die Sache noch zu verschlimmern gibt es in Indien dieses Kastensystem, in dem ein Drittel der Bevölkerung als wertloser denn Tiere angesehen wird. Sie haben keine Rechte und werden nie welche haben. Stell dir einmal vor, was es in der Psyche eines Landes anrichtet, ein Drittel seiner Bevölkerung als etwas zu betrachten, was wertloser ist als ein Mensch!

Zum Glück gibt es in Indien auch viele Menschen, die eine Idee anwenden, welche wir von ihnen übernommen haben. Du siehst und hörst es in vielen Unity-Kirchen hierzulande. Ich meine die Bedeutung des Wortes Namaste: »Die Göttlichkeit in mir verneigt sich vor der Göttlichkeit in dir.« Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, aber er geht nicht weit genug.

Wenn du sagst: »Die Göttlichkeit in mir verneigt sich vor der Göttlichkeit in dir«, dann begrenzt du die betreffende Person auf einen winzigen Ausschnitt von Zeit und Raum. Du machst Individualität wahr. Und du stellst auch eine Trennung zwischen euch beiden her: ein Subjekt und ein Objekt. Was J dagegen getan hat, war über den Körper hinwegzusehen. Nicht dass die Augen seines Körpers nicht scheinbar andere Körper wahrnahmen. Aber ihm war klar, dass sein Sehen nicht von den Augen seines Körpers kam und dass er nicht wirklich in einem Körper war. Er wusste, dass das, womit er sah, sein Geist war. Wie er im Kurs sagt, lassen wir »im Geist Revue passieren [...], was vergangen ist«.14 Könnte es übrigens eine bessere Definition davon geben, einen Film zu sehen? Er ist schon gedreht worden, und alles ist schon fertig und vorbei. Und du siehst ihn dir jetzt an. Und ein Teil dessen, was du siehst, ist dein Körper! Dein Körper ist nur ein Teil derselben Projektion wie die ganzen anderen Körper, die du siehst.

Anstatt denjenigen, mit dem du zu tun hast, auf einen kleinen Ausschnitt von Zeit und Raum zu begrenzen, willst du über den Körper hinwegsehen und tun, was Jesus getan hat. Du willst den anderen als unbegrenzt ansehen. Anstatt zu denken, dass die anderen ein Teil des Ganzen sind, denke lieber, dass sie das Ganze sind. Wenn du das tust, wird es dich vom Fokus auf die Illusion wegbringen und zu einem sehr erfreulichen Ergebnis führen. Es wird funktionieren. Es wird dir viele Leben Arbeit ersparen. Indem du andere als alles sieht, als nichts weniger als Gott, wirst du dich auf diese Weise schließlich selbst so erfahren. So hat J es geschafft. Er sah überall das Gesicht Christi. Im Kurs ist J nichts Besonderes. Er sagt, dass du ihm gleichwertig bist und das auch erfahren wirst. Der schnellste Weg zu dieser Erfahrung ist, die Wirklichkeit des reines Geistes in jedem zu sehen, dem du begegnest.

Der Schlüssel liegt darin, jeden als das Ganze zu sehen.

GARY: Okay. Ich betrachte also jeden, dem ich begegne, als dasselbe wie Gott. Das ist das vollkommene Einssein, von dem der Kurs spricht. In unserem natürlichen Zustand sind wir nicht anders als Gott, und es ist keine Arroganz, so zu denken. Es ist Arroganz zu denken, dass wir auf irgendeine Art von Gott getrennt sein könnten. Die Wahrheit ist, dass wir nicht von Gott getrennt sein können, außer in Träumen. Deshalb könnte man auch sagen, dass der Kurs die Idee von einem Universum von Zeit und Raum nimmt und dahingehend weiterentwickelt, dass dies ein Traum ist, aus dem wir erwachen werden, und dieses Erwachen ist Erleuchtung.

ARTEN: Sehr gut. Der Schlüssel liegt darin, jeden als das Ganze zu sehen. Damit tust du etwas, das nur sehr wenige Menschen in der Geschichte vor dir getan haben, und es wird deine Erleuchtung beschleunigen. Dein Unbewusstes wird verstehen, dass – wenn die anderen vollkommenes Einssein mit Gott sind – es bedeutet, dass du vollkommenes Einssein mit Gott sein musst. Sogar J musste daran arbeiten, aber am Ende zahlte sich seine Wachsamkeit aus.

GARY: Mann, ich vermute mal, wenn er daran arbeiten musste, dann muss das wohl jeder.

ARTEN: Allerdings. Und das bringt uns zu dem Thema, was spirituelle Sichtweise wirklich ist. Das Ego liebt Unterschiede. Wie kann man Urteile haben, wenn es keine Unterschiede gibt? Wie kann es Krieg, Mord und Gewalt geben, wenn es keine Unterschiede gibt? Das Ego will also, dass du denkst, die ganze von dir wahrgenommene Trennung sei wahr. Das ist es, was es für dich echt macht – dein Glaube daran. Das ist es, was ihm seine Macht verleiht. Das ist es, was ihm Macht über dich verleiht. Das Ego lechzt nach Gegensätzen und beschwatzt dich dazu, in der Welt an sie zu glauben. Der Heilige Geist dagegen sieht Gleichheit. Ja, der Heilige Geist wird Gegensätze benutzen, um sein Denksystem dem des Egos gegenüberzustellen. Aber das ist die angemessene Verwendung von Gegensätzen, denn einer ist wahr und der andere nicht.

denkst