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Andrea Einbrodt

Blutiger Kurztrip
in den
Tod

Eine Thriller - Kurzgeschichte

über den tödlichen Besuch aus der Fremde

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Inhalt

Kapitel 1

Sein Leben bestand nur aus Arbeit. Robert jagte von einem Termin zum anderen. Er gönnte sich eher selten eine Auszeit um auch mal zu entspannen. Somit konnte es auch nicht anders kommen. Robert, ein kräftig gebauter junger Mann, gerade mal kurz über die 40, kippte eines Tages aus den Latschen. Dies passierte in der Firma. Mit dem Notarztwagen wurde Robert in die nahe liegende Klinik eingewiesen. Die Diagnose war rasch gefunden: Verdacht auf Herzinfarkt. Und nun? Da hatte es ihn voll erwischt. Robert wurde natürlich erst einmal richtig durchgecheckt. Das musste schon sein, denn ein Herzspezialist machte sich mit Robert seinem Krankheitsbild erst einmal vertraut. Verschiedene Spezialgeräte wurden an Robert sein Bett gestellt. Einen Tropf mit einer ganz bestimmten Infusion bekam er auch. Das musste schon sein. Verschiedene Geräte überwachten durchgehend den Gesundheitszustand von Robert. Er war mit Kabeln und Schläuchen verbunden. Die Geräte piepten alle nur vor sich hin. Aber ganz leise. Robert beobachtete das ganze auch ein wenig, denn die ganze Angelegenheit war ihm im ersten Augenblick auch ziemlich fremd. Nun ja, er hatte vorher noch nie Herzprobleme. Zur jährlichen Untersuchung ging er schon. Da war er schon gewissenhaft. Und dann ein Herzinfarkt. Ja, so rasch kann das mal gehen. Und so lag nun der Robert im Bett. Angeschlossen an diese Geräte. Nur gut, so dachte er, darf ich alleine zur Toilette. Er hatte schon bedenken, auf den Schieber zu müssen. Doch diese Sorge war er los. Gott sei Dank! Dachte er sich. Ja, er fühlte sich auch schwach und hatte ja auch Angst um sein Leben und um seine Existenz. Robert erholte sich gut. Nun ja, er befolgte auch die Anweisungen der Ärzte und Schwestern. Er nahm ganz vorbildlich die verschriebenen Medikamente. Er war ein sehr vorbildlicher Patient. Ja, dies betonten die Ärzte auch ab und an, wenn die Visite durchgeführt wurde.

Die Behandlungen der Ärzte zeigten bald Erfolge und Robert wurde entlassen. Eine, dafür zuständige kompetente Person des Krankenhauses bemühte sich um einen Platz in einer Rehabilitationsklinik. Bei schwerwiegenden Krankheitsbildern ging dies auch rasch. Und Robert hatte Glück. Doch er konnte sich einen „gelben Urlaubsschein“ - den Krankenschein eigentlich nicht leisten. Wollte rasch wieder in der Firma seinen Mann stehen. Doch der behandelnde Arzt konnte nicht anders handeln. Die Einweisung in eine Reha-Klinik war für Robert unumgänglich. Schließlich war mit einem Herzinfarkt nicht zu spaßen. Robert nahm den Rat des Arztes an und ließ sich anschließend in eine empfohlene Reha-Klinik überweisen. Dort angekommen machte er sich erst einmal ein kleines Bild von der Klinik und dem ganzen Drum und Dran. Die Aufnahme durch die Ärzte und Schwestern empfand er als freundlich und zuvorkommend. Er fühlte sich doch gleich ganz wohl, denn das ganze Ambiente sprach ihn an. Die Reha-Klinik lag außerhalb der Stadt auf einer Anhöhe. Die Landschaft war super. So stellte Robert fest. Das Innere der Klinik hatte auch etwas Einladendes. Die Wände waren mit einer schönen Tapete verkleidet. Es war so eine Art Raufaserstruktur mit einem zarten Grün. Einige Bilder schmückten die Wände. Sie passten alle auch farblich zur Tapete. An den Wänden und an der Decke der Klinik befanden sich kleine Lampen. Sie erhellten die Gänge; blendeten aber nicht. Kurz; der Robert fühlte sich nach den kurzen Eindrücken die er gemachte hatte, ganz wohl in dieser Umgebung.