Losang Chökyi Gyältsen

Lamrim Delam

Der angenehme Weg zur Erleuchtung

Übersetzt von
Dr. Cornelia Weishaar-Günter

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4. überarbeitete Auflage 2010

© Tibethaus Deutschland e.V.

Umschlaggestaltung: C. Hackethal, E. Hessel, A. Ansmann

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Inhalt

Einleitung

Anmerkungen zur Übersetzung

Lamrim Delam

Die Basis des Stufenweges

Wie man die Lehrer in Gedanken und Verhalten richtig annimmt

Die kostbare Menschenexistenz

Wegstufen, die mit den Wesen geringerer Motivation gemeinsam sind

Tod und Vergänglichkeit

Die Leiden der niederen Daseinsbereiche

Zuflucht zu den Drei Juwelen

Karma

Wegstufen, die mit den Wesen mittlerer Motivation gemeinsam sind

Die allgemeinen Leiden im Samsara

Die Leiden der höheren Daseinsbereiche

Der Weg zur Befreiung

Wegstufen der Wesen größerer Motivation

Das Entwickeln von Bodhicitta

Die Siebenfachen Unterweisungen

Gleichsetzen und Austauschen von sich selbst und anderen

Die Aktivitäten eines Bodhisattvas

Das Üben von Ruhigem Verweilen und Höherer Einsicht

Anhang

Glossar

Feststehende Zahlbegriffe

Die Gliederung des Lamrim Delam

Einleitung

Lamrim, „Der Stufenweg zur Erleuchtung“, bezeichnet ein buddhistisches Meditationssystem, das der indische Pandita Atisha im elften Jahrhundert in Tibet eingeführt hat. Er fasste damit alle Lehren Buddhas kompakt und handlich zusammen, um den Tibetern, denen das alles oftmals noch recht neu war, den Zugang zu erleichtern.

In der Folgezeit haben dann viele tibetische Meditationsmeister Lamrim zu ihrer Hauptpraxis gewählt und konnten damit eine große innere Entwicklung erreichen. Schließlich wurde Atishas System so berühmt und einflussreich, dass wir es heute in allen Schulrichtungen des tibetischen Buddhismus integriert finden. Gelehrte haben zahlreiche Kommentare geschrieben, die Meditationsmethoden dazu diskutiert und immer wieder gezeigt, dass und wie auch wirklich alle Lehren Buddhas darin angelegt und enthalten sind.

Der vorliegende Text wird auf Tibetisch kurz als Delam, „Der angenehme Weg“, bezeichnet und ist einer der berühmtesten und kürzesten seiner Art. Zugleich ist er ein wichtiger Wurzeltext für weitere, ausführlichere Lamrim–Meditationstexte. Er beschränkt sich auf nur wenige Erklärungen und Zitate, da er vor allem auf sogenanntes zhar-sgom, eine überblicksweise Meditation aller angeschnittenen Themen, ausgerichtet ist. Es war üblich, Delam für die Lamrim–Meditation auswendig zu lernen und ihn dann immer wieder einfach entsprechend durchzumeditieren. Ich habe diesen Text für die vorliegende Veröffentlichung ausgewählt, weil er westlichen Lesern gut als Beispiel oder, wenn man möchte, auch als Stütze für eigene Meditationen dieser Art dienen kann.

Autor ist der Erste Pänchen Rinpoche Losang Chökyi Gyältsen (Blo-bzang chos-kyi rgyal-mtshan, 1570–1662), der für seine überparteiliche Geisteshaltung besondere Berühmtheit erlangt hat. Obwohl er selbst einer der bedeutendsten Lehrer der Gelugpa–Tradition war, war er damit allein nicht zufrieden, sondern strebte danach, alle Schulrichtungen als unterschiedliche Methoden zum gleichen Ziel zu verstehen und eine entsprechend großzügig–umfassende Einstellung unter seinen Schülern zu verbreiten. Von ihm stammt der bei uns sehr bekannte Ausspruch: dpyad-na dgongs-pa gcig-tu ’bab — „Wenn man analysiert, ergibt sich derselbe Gedankengang“1.

Schon früh wurde Losang Chökyi Gyältsen als Reinkarnation des Gyälwa Ensapa Losang Chödrub (rGyal-ba bBen-sa-pa Blo-bzang Chos-grub, 1445–?) erkannt, einer großen Persönlichkeit der Gelugpa–Tradition. Dennoch studierte er genauso wie die anderen Studenten in verschiedenen Klöstern Sutra und Tantra, ohne dabei besondere Privilegien zu beanspruchen. Unter anderem hörte er zahlreiche Überlieferungen zu Lamrim nach verschiedenen Darstellungsweisen sowohl der alten wie der neuen Kadam–Schulrichtung und begann, die Unterweisungen ganz besonders wertzuschätzen. Daneben hörte er von vielen Lehrern tantrische Einweihungen (dbang), Kommentare (khrid) und Wortübertragungen (lung) und hat immer gleich in Form verschiedener Meditationsklausuren in die Praxis umgesetzt, was er gehört hat.

Im Laufe der Zeit wurde er als großer Gelehrter bekannt, was sich schließlich in dem Titel niederschlug, der seiner Reinkarnationsreihe zuteil wurde: „Pänchen Rinpoche“, der kostbare große Gelehrte.

Im Jahre 1600, im Alter von 30 Jahren, wurde er dann gebeten, den Thron des Klosters Tashi Lhünpo (bKrashis lhun-po) einzunehmen. Von nun an musste er selbst viele Belehrungen geben und zahlreiche Reisen unternehmen, die ihn vor allem durch Süd- und Westtibet bis hin zum Berg Kailash führten. Besonders viele Belehrungen gab er dem 4. Dalai Lama Yöntan Gyatso (Yon-tan rgya-mtsho, 1589–1616), der aus einer mongolischen Königsfamilie stammte und erst im Jahre 1601 zum Studium in Tibet eingetroffen war. Leider starb der 4. Dalai Lama schon mit 27 Jahren, und Losang Chökyi Gyältsen suchte und identifizierte mit großer Mühe seine Reinkarnation Ngawang Losang Gyatso (Nga-dbang blo-bzang-rgya-mtsho, 1617–1682), dem er dann schließlich alle Belehrungen weitergeben konnte, die er selbst besaß. Er starb mit 93 Jahren.

Bereits zur Zeit des Ersten Pänchen Rinpoche waren in Tibet — genauso wie heute — neben Sutra auch tantrische Meditationstechniken überall verbreitet. Ganz grob kann man sagen, dass Sutra jene Aspekte von Buddhas Lehre bezeichnet, die sich mit unserer normalen Realitätsebene und unserem Umgang mit ihr befassen. Das ist für jeden zugänglich und verständlich. Die Tantra–Lehren hingegen betreffen Meditationsformen, bei denen man ganz andere Welten, ganz andere Realitätsebenen miteinbezieht. Die dafür notwendige Denkweise will gelernt sein und setzt vor allem eine echte Zuneigung dazu voraus.

Lamrim bewegt sich normalerweise auf der Sutra- Ebene und endet mit einem Ausblick auf Tantra. Eine Besonderheit des vorliegenden Textes ist nun, dass von vorneherein mit tantrischen Vorstellungen gearbeitet wird, mit ausgedehnten Visualisierungen von Licht, Nektar und Segen. Für uns Tibeter war eine solche Verbindung von Sutra und Tantra — bedingt durch unsere historische Entwicklung — nach einiger Zeit selbstverständlich.

Westliche Menschen, denen das alles fremd ist, die noch keine Erfahrungen mit der tantrischen Denkweise haben, reagieren jedoch nach meinen Erfahrungen sehr unterschiedlich darauf. Manche sind sehr skeptisch und suchen nach einem nüchterneren Ansatz mit vielen rationalen Erklärungen. Diesen Menschen würde ich empfehlen, die Vorgehensweise in Delam nur zur Kenntnis zu nehmen und nach ausführlicheren, argumentativeren Texten Ausschau zu halten.

Andere haben gleich große Freude an so farbenfrohen Visualisierungen und möchten am liebsten gleich anfangen — bitte schön! Wenn man von Herzen bei der Sache sein kann, ist das auch sehr zu empfehlen, weil durch die besondere Verbindung von Sutra und Tantra eine sehr kraftvolle Wirkung entsteht. Wir sprechen davon, dass das innere Verständnis durch den Nektar der Inspiration so zum Gedeihen gebracht wird wie eine Pflanze durch Feuchtigkeit.

Wenn man wirklich Delam zur täglichen Meditationsstütze wählen möchte, wäre es in diesem Zusammenhang auch schön — aber nicht unbedingt erforderlich — von einem Lehrer die traditionelle Wortübertragung (Lung) und einen Kommentar dazu zu hören. Ein Kommentar, den S.H. der 14. Dalai Lama 1988 in Dharamsala, Indien, gegeben hat, ist vor kurzem unter dem Titel: Path to Bliss bei Snow Lion, Ithaca, New York 1991, auf Englisch erschienen.

Beim Lung ist Voraussetzung, dass der Lehrer ihn selbst von seinem eigenen Lehrer schon einmal bekommen hat. Um ihn nun weiterzugeben, macht er besondere Wunschgebete und liest den Text einfach vor. Nicht einmal wir Tibeter können das verstehen, in so einem Expresstempo geht das. Nicht mehr viel hätte gefehlt, und die tibetischen Lamas hätten Wettbewerbe veranstaltet, wer am schnellsten lesen kann! Wir hören einfach respektvoll zu und denken daran, dass dieses Vorlese–Ritual beim Autor des Textes selbst seinen Ursprung genommen hat, und dass der Eindruck, der davon in unserem Bewusstseinsstrom entsteht, uns eines Tages helfen kann, die nötige Inspiration zu finden, um den Inhalt nicht nur intellektuell zu verstehen, sondern wirklich auch innerlich daran zu wachsen. Wir Tibeter empfinden darum große Dankbarkeit gegenüber jedem Lehrer, von dem wir irgendwann einmal einen Lung gehört haben, gleichgültig wie kurz er war.

Aber Inspiration hin oder her, besonders im Westen sollte das sorgfältige Nachdenken nicht zu kurz kommen. Es ist keinesfalls zu empfehlen, nur in tantrischen Segensvorstellungen zu schwelgen und Delam einfach gläubig als den Schlusspunkt der Weisheit Buddhas zu betrachten. Stets sollte man versuchen, jeden der Punkte durch Belehrungen oder Lektüre nach und nach immer genauer und tiefer zu verstehen.

Diese Art der analytischen Meditation, in der man versucht, möglichst viele Aspekte zu erfassen, ist für die Lamrim-Meditation wirklich essentiell.

Rheinbach, im April 1992
Dagyab Kyabgön Rinpoche

1 Aus dem „dGe-ldan bka’-brgyud rin-po-che’i phyag-chen rtsa-ba rgyal-ba’i gzhung-lamzhes-bya-ba“, einem Mahamudra–Text des 1. Pänchen Losang Chökyi Gyältsen: „lhan-cig-skyes-sbyor ga’u-ma/ lnga-ldan ro-snyoms yi-gebzhi/ zhi-byed gcod-yul rdzogs-chen dang/ dbu-ma’i lta-khrid la-sogs-pa/ so-sor ming-’dogs mang-na-yang/ nges-don lung-rigs-la mkhas-shing/ nyams-myong-can-gyi rnal-’byor-pas/ dpyad-na dgongs-pa gcig-tu ’bab“:

„Es gibt zwar viele unterschiedliche Bezeichnungen (von Meditationssystemen) wie lhan-cigs-kyes-sbyor, ga’u-ma, lnga-ldan, ro-snyoms, yi-ge-bzhi, zhi-byed, gcod-yul, rdzogs-chen oder dbu-ma’i lta-khrid, aber wenn ihre absolute Bedeutung von erfahrenen Yogis analysiert wird, die im überlieferten Wissen gelehrt sind, so ergibt sich derselbe Gedankengang.“

Anmerkungen zur Übersetzung

Bei dieser Übersetzung aus dem Tibetischen ins Deutsche stand mir Dagyab Kyabgön Rinpoche mit der geduldigen Beantwortung aller meiner Fragen zur Seite. Aus inhaltlichen und sprachlichen Gründen erschien es manchmal ratsam, von einer streng wörtlichen Übersetzung abzuweichen und den Gebrauch von Fachtermini oder Synonymen je nach Zusammenhang flexibel zu handhaben.

Im tibetisch–indischen Kulturraum wird häufig mit festen Aufzählungen gearbeitet: die Drei Juwelen, die Vier Unermesslichkeiten etc. Sie sind an der Großschreibung zu erkennen und im Anhang aufgeschlüsselt. Klammern bezeichnen Einfügungen der Übersetzerin. Ein Glossar buddhistischer Fachbegriffe ist beigefügt.

Für Eingabe und Bearbeitung am Computer gilt Sabine Heinlein und Stephan Cherdron besonderer Dank.

Erlangen, im April 1992
Cornelia Weishaar–Günter

Lamrim Delam

Zu Füßen dessen,

der meinen verehrten Lehrer,

Buddha Shakyamuni und Vajradhara

untrennbar in sich vereint,

werfe ich mich für alle Zeiten nieder.

Bitte nimm dich meiner

mit großem Mitgefühl an.

Die tiefgründige Methode,

die geeignete Wesen

zur Buddhaschaft gelangen lässt,

die Unterweisungen des

Stufenweges zur Erleuchtung,

werden hier in zwei2 Teilen erklärt.

2 Siehe Kapitel „Die Gliederung des Lamrim Delam“

Die Basis des Stufenweges

Wie man die Lehrer in Gedanken und
Verhalten richtig annimmt

An einem angenehmen Ort nimmt man auf einem bequemen Sitz Platz, entweder in der Achtfachen Position oder in einer anderen Körperhaltung, in der man sich wohlfühlt. Man prüft sein eigenes Bewusstsein sorgfältig und rezitiert–meditiert dann aus einem besonders heilsamen Geisteszustand heraus:

Vor mir im Raum ist ein hoher, geräumiger Juwelenthron, der von acht mächtigen Löwen getragen wird. Darauf befindet sich auf den Sitzkissen eines verschiedenfarbigen Lotus, einer Mond- und einer Sonnenscheibe mein eigener gütiger Lehrer in der Gestalt von Buddha Shakyamuni.

Seine Körperfarbe gleicht reinem Gold. Er hat eine Kopferhöhung, ein Gesicht und zwei Arme. Die rechte Hand berührt die Erde, die linke hält in der Geste der Ausgewogenheit eine mit Nektar gefüllte Bettelschale. Sein Körper ist auf schöne Weise in die Drei safranfarbigen Dharmagewänder gehüllt und geschmückt mit allen Haupt-- und Nebenmerkmalen der Buddhaschaft. Seine Natur besteht aus strahlend klarem Licht. Beide Beine sind in der Vajra–Sitzhaltung. So sitzt er inmitten der Lichtstrahlen, die von seinem Körper ausgehen.

Um ihn herum befinden sich meine persönlichen Lehrer sowie die Lehrer der Lehrtradition umgeben von den Scharen der Meditationsgottheiten, Buddhas, Bodhisattvas, Dakas, Dakinis, Dharmapalas und Erkenntniswesen. Vor jedem von ihnen befindet sich ein kleines Podest von vollkommener Schönheit, darauf in der Form von Büchern die Dharmalehren, die er weitergegeben hat. Auch sie haben Lichtnatur.

Die Wesen des Ansammlungsfeldes freuen sich über mich. Ich erinnere mich an ihre vollkommenen Eigenschaften und ihr großes Mitgefühl und überlege mit dem entsprechenden großen Vertrauen:

Obwohl ich genauso wie alle anderen Lebewesen, die meine Mütter sind, von anfangloser Zeit bis heute die verschiedenen Leiden von Samsara und im Besonderen die Leiden der Drei niederen Daseinsbereiche erfahren habe, ist noch immer kein Ende des Leidens abzusehen. Im Augenblick habe ich den kostbaren Menschenkörper erlangt, der so schwer zu finden ist und der, wenn man ihn findet, so großen Nutzen haben kann. Wenn ich mich nicht jetzt sofort darum kümmere, jene Befreiung, die alles Leiden hinter sich lässt — den Zustand des Lama–Buddha —, zu erlangen, werden wir von neuem die Leiden von Samsara und im Besonderen die jeweiligen Leiden der Drei niederen Daseinsbereiche erfahren müssen. Der Lehrer und die Drei Juwelen vor mir haben die Fähigkeit, uns vor diesen Leiden zu schützen. Ich muss um jeden Preis zum Wohle aller Lebewesen, die meine Mütter sind, den kostbaren Zustand der vollkommenen Buddhaschaft erlangen. Deshalb werde ich von Herzen zum Lama und den Drei Juwelen Zuflucht nehmen.

Man meditiert über die Zufluchtnahme, die Entwicklung von Bodhicitta und die Vier Unermesslichkeiten.

Sodann wiederholt man siebenmal, einundzwanzigmal usw.:

Insbesondere werde ich zum Wohle aller Lebewesen, die meine Mütter sind, schnell schnell und um jeden Preis den kostbaren Zustand der vollkommenen Buddhaschaft erlangen. Deshalb werde ich mit Hilfe der tiefgründigen Methode des Guru–Yoga über die Unterweisungen des Stufenwegs zur Erleuchtung meditieren.

(In Verbindung mit den Meditationsanweisungen zur Zufluchtnahme wurden Lama–Buddha Shakyamuni und seine Begleiter aufgelöst. Das Ansammlungsfeld muss nun neu vorgestellt werden:)

Vor mir im Raum ist ein hoher, geräumiger Juwelenthron, der von acht mächtigen Löwen getragen wird. Darauf befindet sich auf den Sitzkissen eines verschiedenfarbigen Lotus, einer Mond-- und einer Sonnenscheibe mein eigener gütiger Lehrer in der Gestalt von Buddha Shakyamuni.

Seine Körperfarbe gleicht reinem Gold. Er hat eine Kopferhöhung, ein Gesicht und zwei Arme. Die rechte Hand berührt die Erde, die linke hält in der Geste der Ausgewogenheit eine mit Nektar gefüllte Bettelschale. Sein Körper ist auf schöne Weise in die Drei safranfarbigen Dharmagewänder gehüllt und geschmückt mit allen Haupt-- und Nebenmerkmalen der Buddhaschaft. Seine Natur besteht aus strahlend klarem Licht. Beide Beine sind in der Vajra–Sitzhaltung. So sitzt er inmitten der Lichtstrahlen, die von seinem Körper ausgehen.

Hinter ihm, etwas höher, auf den Sitzkissen eines verschiedenfarbigen Lotus, einer Mond-- und einer Sonnenscheibe, ist Buddha Vajradhara, umgeben von den Lamas seiner Überlieferung des Segens für die Praxis.

Rechts von ihm ist der erhabene Maitreya, umgeben von den Lamas seiner Überlieferung der ausgedehnten Aktivität.

Links von ihm ist der erhabene Manjushri, umgeben von den Lamas seiner Überlieferung der tiefen Sichtweise.

Vor ihm ist mein eigener gütiger Lehrer, umgeben von all den Lehrern, mit denen ich im Dharma verbunden bin.

Sie alle werden umgeben von den Scharen der Meditationsgottheiten, Buddhas, Bodhisattvas, Dakas, Dakinis, Dharmapalas und Erkenntniswesen.

Vor jedem von ihnen befindet sich ein kleines Podest von vollkommener Schönheit, darauf in der Form von Büchern die Dharmalehren, die er weitergegeben hat. Auch sie haben Lichtnatur.

Von der Zentralfigur ebenso wie von den Begleitern gehen unzählige Emanationen in die Zehn Himmelsrichtungen aus, in all den Formen, die für die jeweiligen Schüler hilfreich sind.

Am Scheitel sind (die Wesen des Ansammlungsfeldes) mit einer weißen Silbe OM versehen, am Hals mit einem roten AH, an der Brust mit einem blauen HUM, am Nabel mit einem gelben SVA und am geheimen Ort mit einem grünen HA; fünffarbige Lichtstrahlen gehen davon aus.