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Lea und Max von Mantrach

Anna.

Eine Liebe in vielen Leben

Roman

tao.de

© 2017 tao.de in J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, Bielefeld

1. Auflage (2017)

Autor: Lea und Max von Mantrach

Umschlaggestaltung: Lea und Max von Mantrach

Titelillustration: Lea und Max von Mantrach

Titelfoto: Lea und Max von Mantrach

Verlag: J. Kamphausen Mediengruppe GmbH, Bielefeld www.tao.de, e-Mail: info@tao.de

Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.de abrufbar.

ISBN Paperback:978-3-96051-568-5
ISBN Hardcover:978-3-96051-570-8
ISBN e-Book:978-3-96051-569-2

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhalt

1.Teil:

Sehnsucht nach Liebe

Der Anfang vom Neubeginn

Lied der Sehnsucht

Im Tief

Wer bist du?

JONIUS und das Geheimnis

Zwiegespräch mit Abba

Amazing Grace

Zwiegespräch mit IONIUS

Liebesbeziehung zu Gaia

An der Flanke der Tigerin

Durch Liebesenergie verbunden

2.Teil:

Das große Geschenk

Das erste Treffen

Die Frucht

Brot und Wein

Ich brenne

Tagtraum

Das große Geschenk

Im roten Tempel

Magisches Ritual

Die nüchterne Trunkenheit

Die Weite

Das universelle Ja

Ich versinke

Das Hohe Lied

Madonna

Feuer aus dem Wasser

Der Körper

Im Kreis der Höhle

Die Himmelspförtnerin

Landnahme

Der Pavillon

Perlentaucher

Die Gnade des Körpers

3.Teil:

Der neue Weg

Die Entscheidung

Das Lichthaus

Der Angriff

Die Liebesbotschafterin

Paradies

Seelengeschwister

Auferstehung

Lichtgeboren

Pulsar-Liebe

Anhang:

„Eine Liebesinsel bilden“

1.Teil:

Sehnsucht nach Liebe

Der Anfang vom Neubeginn

Es ist auf den einladenden Rücken der Kärntner Nockberge, wo ich meine Unrast hintrage aus den klebrigen Tiefen der Vorschriften, Stresserzeugern und Gedankenspinnweben. Ich entfliehe der Enge meiner Gesellschaft um mit dem Weiteren und Größeren in Kontakt zu treten und meine Sehnsucht zu stillen in dieser aufnahmebereiten Natur.

Rundherum Holz, Knarren und der Geruch der Almhütte, in der ich mich schon einige Male eine Woche zurückgezogen habe.

In ein Stück Land, das die ganze Welt für mich darstellt und den Mythos des Weltenjahres einfängt in jedem Augenblick.

Ich sehe die große flache Wiese, die roten Dolden des Sauerrampfers im Almlicht glühen und die Krähen ihre Signallaute über das flimmernde Luftmeer schicken. Links ist es die uralte Laurenzikirche, die diesem immer schon lebendigen Kraftplatz den männlichen Pol verleiht und rechts der großen Wiese das Annakircherl, das das Ewig-Weibliche ausstrahlt und die Besucher dieses heiligen Ortes aufnimmt, wenn es soweit ist. Wie jedes Jahr.

So findet auch jetzt das große Treffen statt, um wie seit unendlichen Zeiten immer wieder Mitte August den Rangglermeister oder Hagmoar genannt, zu finden. Von überall her kommen sie, die Männer im Saft und in der Freude des geschmeidigen Körpers, ihre Ringkräfte nach klaren Regeln zu messen und sich von den Menschen ringsum bewundern und anerkennen zu lassen.

Und die Götter der Vorzeit schauen zu. Sie kennen den Platz des Rangglertreffens und sie haben ihn nie in den letzten 25 000 Jahren vergessen.

Diese Vereinigung von Kraft, Zuversicht und Harmonie hat sie immer wieder magisch angezogen.

Und tief in diesem Stück Erde haben sie ein drittes unterirdisches Heiligtum geschaffen, in das ich nun eintrete und schaue.

Dunkel ist es und trotzdem freundlich.

Da stehen sie in Stein geformt und warten auf den Zeitpunkt, wo sie wieder die Menschen aufnehmen, die sie suchen, und sie rufen aus ihren Herzen, weil sie die alte Liebesbeziehung nicht vergessen haben.

Ein Schaudern erfasst meinen Körper und mein Herz droht zu zerspringen.

Ist meine Sehnsucht, mein Hingezogensein auf diesen Platz in St.Lorenzen ein großer Hinweis, ein „Zeichen der Götter“, mich dort im richtigen Zeitpunkt einzufinden und meine Liebste mitzubringen?

So stehen wir da. Endlich vereint. An meiner Seite die große Vertraute. Und wir fühlen die Welt unter unseren Füßen erbeben.

Es wird auf einmal frühzeitig dunkel und sie schaut auf zu den Sternen und ruft: ,,Schau! Sie kommen! Die Lichten sind endlich da.“

Ein Strahlen zerteilt das Dunkel und eine Stimme spricht: ,,Holt sie zusammen, die wir gerne ins Licht nehmen. In das Licht, das euch in eine neue Erde befreit.

Kommt! Alle, die es angeht, wissen es." Und sie alle blicken zu uns, die vielen tausend Menschen. Wie geschockt reißen die einen die Augen auf und weinen, die anderen jauchzen aus voller Brust.

So einen kollektiven Laut habe ich noch nie gehört.

Ich spüre, er ist aus dieser geheimnisvollen Resonanz von Herz zu Herz entstanden. Und plötzlich stimmen alle, die es erfasst hat, das Lied an.

Das neue Lied der Liebe.

Und wer es singen kann, der ist im Licht dieser Liebe.

Der ist geschaffen die neue Welt mit zu gestalten.

Und wir dürfen sie anregen und mitnehmen, uns in den Lichtstrahl zu folgen.

All dies geschieht in großer Ruhe und mitten im Treiben der Rangglermeisterschaft.

Die Welt aber steht nicht mehr still. Sie taumelt.

Und manche Menschen können diesen Riss zwischen Alltagsrealität und diesem andersartigen Geschehen nicht ertragen. Viele haben Sehnsucht nach der gewohnten Welt und sie bekommen sie auch wieder.

All diese verschiedenen Erdenmenschen wachen in ihrer jeweiligen Welt auf und sind auf ihre Weise glücklich.

Wir spüren Glückseligkeit in unserer Herzzu Herz -Verschmelzung und wir singen mit allen Zellen unseres sich auflösenden alten Körpers das Auferstehungslied.

Wir fühlen uns verbunden mit den unermesslichen Universen aller Universen. Wir glühen und vibrieren wie die Pulsare, die uns Jesus, the Lord of the Heart als Vorbild gezeigt hat.

Wir gehen als Botschafter der Liebe hinaus und sogleich in das Herz der Schöpfung hinein.

Vielleicht entdeckt uns ein Wesen am anderen Ufer der Milchstraße als Sternschnuppe und freut sich einen Augenblick mit uns.

Lied der Sehnsucht

Wohin

hat sich

die Liebe verkrochen?

Und wohin

hat sich

die Freude verflüchtigt?

Die Samen

der Lust

und des Jubels

sind farblos

vertrocknet.

Was

lohnt es sich

zu weinen

und zu hadern

wenn immer nur

Übliches

Gewohntes

Bekanntes

mein Leben

bestimmen?

Ich gehe

verängstigt

hinein in die Stille

und singe

mit der Natur

mein schweigendes

Lied der Sehnsucht.

Im Tief

Im Traum sind wir auf einem Inselchen. Ich frage meine Begleiterin, wie wir an das andere Ufer kommen können. Ein Sturm kommt auf. Soll ich mit den Kleidern hinüberschwimmen?

Ist es unsere Freundschaft oder unsere Feindschaft, die mich dazu bringen kann? Die Begleiterin lacht mich aus. Solche Gedanken scheint sie nicht nachvollziehen zu können.

Meine innere Verzweiflung ist groß. Meine Irrwege haben mich die letzte Kraft gekostet.

Ich will mich zum Sterben zurückziehen, wie ein alter Hund.

Haltlos treibe ich in einem dunkelgrauen Bleiwasser von der kleinen Insel zum Ufer.

Schwimme ich überhaupt?

Hat das alles einen Sinn?

Kann ich nicht einfach sterben?

Wer bist du?

Ich, Lorenz, möchte mein Leben selbst in die Hand nehmen. Also fange ich bei diesem Traum an, der mir zeigt, dass ich in einer Talsohle angekommen bin.

Ich habe plötzlich die Eingebung mit meiner unbarmherzigen Begleiterin aus dem Traum Verbindung aufzunehmen. Müsste doch klappen, hier im einsamen Berghaus über den lärmenden Tälern. Warum soll sie nicht mit mir reden oder ich mit ihr inspiriert schreiben?

„Begleiterin, wer bist du und was willst du mir sagen?“ fange ich an.

Kaum dass ich diese Frage formuliert habe, antwortet sie mir . „Ich bin deine dunkle unbekannte Seite des Nicht-Leben-Wollens. Ich fordere dich auf, dich zu deklarieren. Was willst du: Leben oder Tod?

Und auf der anderen Seite bin ich die Materie, die du viel zuwenig ehrst und liebst. Die ganze Menschheit benützt mich, ohne mich zu lieben. Ich bin so verzweifelt wie du im Traum. Wenn du dich umbringst, sterbe ich mit dir.“

Ich sehe mit meinem inneren Auge nur bleiernes Wasser, schwarze Sturmwasserwände und durch dieses Meer soll ich zum Ufer schwimmen?

Ich: „Wie kann ich uns helfen?“

Materie: „In dem du mein Liebespartner, mein gleichberechtigter Schöpfer bist.“

Ich sehe eine mächtige Frauengestalt. Gebärend. Kraftstrotzend. Ohne Gesicht. Materie: „Ich habe dich aus meinem Leib geformt.“

Ich: „Ich danke dir dafür.“

Plötzlich verwandelt sich meine Begleiterin, die Materie, in einen Riesenvogel, der mich packt, in sein Nest setzt und dann mich lehrt über der Erde in luftiger Höhe zu fliegen. Ab geht es in großer Geschwindigkeit in den Horizont unter den Wolken. Es ist Herbst.

Meine Zeit des inneren Aufbruchs. Rosarote Wälder. Der Geruch der Laubfeuer. Eine herbe Schönheit und Ursprünglichkeit überall. Farben. Aufbruch in ein sensibles Leben.

Ich schwebe jetzt in einem Glücksgefühl.

Ich: „Möchtest du für mich sorgen?“

Materie: „Dich anregen zur Lebensfreude.“ Ich: „Das ist dir gelungen. Ich befreie mich. Beim Fliegen fühlen wir uns doch wie überirdisch, obwohl du als Materie das Irdische bist.“

Materie: „Ich bin das Trägerelement dessen, was auf dieser Erde ausgeformt und in das Leben gehoben wird. Ich bin auch Gaia, die Weltseele, die sich dir offenbaren will. Schau einmal nach, was Gaia alles bedeutet.“

Ich: „Nach James Lovelock ist Gaia das sich selbst regulierende System des Planeten Erde. Der Mensch zerstört es gerade. Gaia war auch die Mutter der Titanen und die Erdgöttin bei den Griechen.“

Gaia: „Jetzt heißt es für mich, für Mensch, Tier und Pflanze: wieder zusammen zu finden zum Leben.“

Ich: „Machen wir das nicht gerade?“

Gaia: „Ja. Schalte die Herznavigation ein.“

Ich: „Wir fliegen. Es ist ein exstatisches Gefühl im ganzen Körper. Wie wunderbar!“

Am nächsten Tag sehe ich das Bild, wie eine entzückende Dame in einem kunstvollen Blätterkostüm bei der offenen Türe neckisch herein schaut. Ich erkenne sie sofort als „meine“ Gaia, die mich zuerst als Begleiterin, dann als Materie in dieser zuletzt charmanten Weise dazu gebracht hat, die Materie – und damit auch meinen eigenen Körper - durch die Erde zärtlich zu lieben und mit ihr in Symbiose zusammen zu leben.

Sie lächelt mir zu. Mein Herz schmilzt. Sie ist so verführerisch natürlich anzuschauen.

Durch sie ist mir klar geworden, dass ich jetzt als Erdenwesen mich auch geistig nur weiterentwickeln kann, wenn ich mit ihr als Gaia-Materie ein Liebesverhältnis eingehe.

Seitdem hilft sie mir immer wieder.

Und ich wiederum bitte für sie beim Ursprungs-Schöpfer um Hilfe.

Eine gleichberechtigte Partnerschaft, auch eine Herzensverbindung zwischen Mutter und Kind, zwischen den Geliebten.