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Die kleinen Morde


Die kleinen Morde


1. Aufl.

von: G J Pattan, Bettina Peters

3,99 €

Verlag: Hierophant
Format: EPUB
Veröffentl.: 01.09.2013
ISBN/EAN: 9783944163864
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 117

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Täglich geschehen sie: „Die kleinen Morde“
Die Geschichten dieses Buches versetzen den Leser literarisch und emotional in die Welt dieser „üblen Zeitgenossen“ und lassen ihn miterleben, was ihnen von unsereinem oft so gedankenlos zugefügt wird.
Lassen Sie sich in die große Welt der Kleinen entführen, in der wir alle längst leben, aber leider oft vergessen.
Eigentlich bin ich ja ein Österreicher. Man behauptet, dass ich am 21. Mai 1960 in Schärding geboren wurde. Kann zutreffen, wirklich erinnern tue ich mich nicht.
However, die ersten sechs Lebensjahre verbrachte ich bei meiner Großmutter väterlicherseits, wobei ich mit meinem zwei Jahre älteren Onkel (er war ein Nachzügler) diese schönen Jahre hauptsächlich in der „Prärie“ verbringen durfte.
Meine Eltern hatten wohl zu dieser Zeit nicht unbedingt Platz für ihren „Unfall“, holten mich dann aber trotzdem in die Stadt Linz, wo ich das Gymnasium besuchte. Das hat Spaß gemacht …

Nach dem Bundesheer – wie man es in Österreich nennt, hat es mich aber gleich wieder nach Bayern gezogen, zuerst nach München, dann aber doch wieder in eine ländliche Gegend, nach Pocking in Niederbayern. Hier lernte ich auch meine Frau – ursprünglich aus dem bayerischen Wald – kennen, welche es mittlerweile bereits 15 Jahre mit mir aushält.
Sie bereicherte mein Leben mit zwei wunderbaren, gesunden Kindern: Patrick, 14 und Tanja, 10 Jahre. Deshalb steht auf meinem Buch/Büchern auch „Pattan“.

Meine Buchthemen? Nun, „Die kleinen Morde“ habe ich geschrieben, weil ich den einen oder anderen aufgrund der reichlichen Möglichkeiten in der oben erwähnten „Prärie“ selbst begangen habe. Weil man beim Älterwerden aber nicht unbedingt bloß grauer, sondern auch reifer werden kann, wollte ich dieses Thema aufgreifen. Außerdem wollte/will ich zum Nachdenken über das eigene Verhalten gegenüber der Natur und ihren Bewohnern anregen.

Die nächsten beiden Bücher werden vielleicht etwas esoterischer, aber bestimmt recht interessant und humorvoll.
Maximaler Downloadzeitraum: 24 Monate
Die Wespe im Glas

Es lächelt mir die Sonne ins Gesicht. Meine Fühler trocknen vom Morgentau.
Wer weiß schon, wie gut es tut, sich die feuchten Flügel mit den samtbehaarten Beinchen zu glätten, um sie anschließend der frühen Sonne zum Trocknen auszubreiten?! Jetzt kommt der Hinterleib. Er bebt geradezu. Klar – ein winziges Körnchen muss noch raus.
Gut, der Tag kann beginnen. Kurz noch mal über meine Fühler gestrichen, die kohlschwarzen Facettenaugen geputzt und zur Vorsorge den Stachelmechanismus ein zweites Mal ausprobiert. Alles in Ordnung.
Hey, was soll das? Die anderen sind ja auch schon startklar; dachte, ich wäre die erste! Gut, ihr Tiefflieger, könnt ihr haben!
Und wir schwirren los, jeder will als erster eine Mücke, eine Fliege, oder was immer auf unserem Raubzug zu langsam für uns ist, fangen.
Toll, wie klein plötzlich die sonst so riesigen Bauten der Großkörper von oben aussehen! Und wie langsam sich dieses Dickvolk bewegt. Wenn ich zweimal um so eine Riesenfigur fliege, gerät sie völlig durcheinander!
Sie fuchtelt wild um sich, dreht sich im Kreis, manche fallen sogar um! Ehrlich, ich hatte keine Ahnung, dass ich soviel Wind mache!
Die Meute hat sich inzwischen großteils aufgelöst. Jeder meiner Kumpels sucht sich eben sein eigenes Ziel.
Blumen interessieren mich weniger, obwohl manche von ihnen wirklich einen verlockenden Duft versprühen.
Aber heute rieche ich ganz was Neues. Süß und sanft durchdringt mich dieser Duft. Ich fliege ihm zu, im Duftsuchen bin ich gut.
Jetzt hab ich´s gefunden. Und lecker sieht es aus! Leider ist eine durchsichtige, obgleich undurchdringliche Hülle drum herum. Wie toll krabble ich an dieser hin und her, auf und ab.
Die Mühe lohnt sich, oben ist offen. Ich lasse mich auf den roten Saft nieder.
Mhmm, ich schlürfe in vollen Zügen, genieße die süße Würze dieses Getränkes.
Weil ich nicht genau weiß, wo es herkommt, wer es mir anbietet, klettere ich sicherheitshalber immer wieder an der durchsichtigen Wand hoch, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.

Nun bin ich gerade wieder an dem süßen Saft, da passiert etwas Eigenartiges:

Plötzlich bewegt sich das ganze, es wir dunkler.
Der Saft schlägt riesige Wellen.
Was ist los? Ich kann gar nicht mehr nach oben, bin ich eingeschlossen?
Durch die durchsichtige Wand sehe ich zwei riesige, staunende Augen und zwei schmunzelnde Lippen.
Sie gehören einem Großkörper!

Kameraden, wo seid ihr? Ich habe Angst. Große Angst!
Die gläserne Mauer ist undurchdringbar. So oft ich es versuche - mit den Beinen, Flügeln, selbst meine kräftigen Kiefer können nichts ausrichten, mein Stachel ist machtlos. Es ist alles vergebens. Auch das Dach gibt nicht nach.
Ich mag den süßen Saft nicht mehr, ich möchte fliegen.

Die großen Augen starren neugierig auf mich. Aber nicht liebevoll, einfach nur kalt und neugierig.
Und was ist das? Es bebt! Man schüttelt mich rauf und runter. Ich stoße an das Dach, dann lande ich im Saft; nun wieder gegen die durchsichtige Mauer. Alles dreht sich! Wer macht das?
Mich schmerzen zwei Beine und ein Flügel, auch die Fühler!

Verzweifelt versuche ich die Wand zu durchstechen. Aber es geht nicht. Mein Hinterleib zuckt
unkontrolliert, ich habe Todesangst. Was ist hier bloß los?

Nun beruhigt sich die Situation wieder. Aber diese großen Augen starren mich wieder an. Ich kann ihnen nicht entrinnen. Der rote Saft verklebt mir die Beine und meine Flügel. Ich versuche zu schwimmen, aber ich komme nicht vom Fleck.
Schließlich begreife ich, dass ich in einer sehr miesen Falle sitze.
Es geht mir schlecht. Das Atmen fällt schwer. Mein kleines Herz tobt, ich muss ungewollt einwenig aus dem Darm lassen. Nochmals versuche ich verzweifelt
die gläserne Hülle zu durchdringen. Es geht einfach nicht. Ich verliere Kraft. Meine Augen werden trüb, das Licht wird schwach. Ich fürchte, in der roten Suppe zu ertrinken!
Und das große Wesen außerhalb der Mauer sieht mich neugierig an. Es ist kein guter Tag, denke ich.
Plötzlich bebt es wieder, aber noch heftiger als das erste Mal. Ich weiß nicht mehr, wo oben und unten ist, es schleudert mich ziellos umher und der Saft ist jetzt überall.
Irgendwann ist es wieder ruhig. Ich krieg kaum Luft.
Keines meiner Beine ist noch heil, die Flügel zerfetzt, Augen, Fühler, alles ist verklebt. Ich habe solche Schmerzen!
Einwenig erkenne ich die neugierigen Augen. Aber es wird dunkler und fast eigenartig ruhig. Ich bin so todmüde.
Oh mein Schöpfer, denke ich noch, sei nicht böse mit mir, der Duft hat mich verleitet.

Nichts mehr tut mir weh. Ich fliege über eine frische, blühende Wiese. Dann in einen Wald aus lauter süßen Beeren. Ist es schön! Das macht Spaß!
Ich kann sogar auf dem Rücken fliegen!
Und so schnell wie ich mag.
Und überall zugleich!
Und keiner kann mich fangen, weil mich niemand sehen kann!

Warum hat mich vorher niemand wirklich gesehen?
VORWORT

Lieber Leser, Sie halten gerade ein neues Buch in der Hand und erwarten aufgrund des Titels vielleicht eine Kriminalgeschichte.

Nun, da haben Sie sogar ein wenig Recht. Mit dem Unterschied, dass hier nichts erfunden ist, sondern die in den einzelnen Erzählungen beschriebenen Geschehnisse täglich passieren: „Kleine Morde“ an unseren kleinen Mitbewohnern des Planeten.
Vielleicht können Sie sich das eine oder andere Mal in die Welt dieser „üblen“ Zeitgenossen einfühlen und somit miterleben, was ihnen von unsereinem oft so gedankenlos zugefügt wird.

Hat schon einmal jener darüber nachgedacht, und sei es nur für den Bruchteil einer Sekunde, wie – obwohl so winzig – dennoch das Herz einer Fliege zuverlässig funktioniert, während er es kurzerhand zerdrückt, weil das Insekt nervt?
Und könnte man es wieder reparieren, geschweige denn selbst bauen?

Keinesfalls plädiere ich für eine Amnestie dieser Quälgeister, lediglich ein Denkanstoß – ob das eine oder andere sein muss – soll es sein.

Deshalb möchte ich Sie in die große Welt der Kleinen entführen, in der wir alle längst leben, was wir aber vielleicht gar nicht mehr wissen.
Und die Kinder lehrt man schon: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.“
Ein „kleiner Mord“ ist der Bruder des großen!

G.J. Pattan

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