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»Der Hass hat uns geeint«


»Der Hass hat uns geeint«

Junge Rechtsextreme und ihr Ausstieg aus der Szene
1. Aufl.

von: Birgit Rommelspacher

16,99 €

Verlag: Campus Verlag
Format: EPUB
Veröffentl.: 13.03.2006
ISBN/EAN: 9783593402406
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 246

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Kameradschaft suchen sie, Anerkennung und politische Orientierung. Und sie wollen provozieren, rebellieren gegen Schule und Elternhaus. Sie fühlen sich wohl mit den Kameraden, hassen alle, die anders sind. Doch oft kommt es zu Enttäuschungen, und der meist nicht einfache Weg heraus aus der rechten Szene beginnt.
Für den einen erfolgte der Riss, als er im Knast saß und kaum Unterstützung bekam von den »Kameraden«: Kameradschaft ist nicht Freundschaft. Ein anderer begegnet Menschen, die er eigentlich hassen müsste, weil sie anderer Herkunft sind, und die er doch zu mögen beginnt. Birgit Rommelspacher schildert anhand von Interviews und Biographien, wie Jugendliche in die rechte Szene hineingeraten, was sie dort suchen " und wie sie sich später, als junge Erwachsene, in einem langen inneren Prozess aus der Ideologie und dem Umfeld lösen. Dabei brauchen sie Unterstützung, Bezugspersonen, die vor der Auseinandersetzung nicht zurückscheuen, und vor allem menschliche Anerkennung. Neben dieser persönlichen Seite analysiert die Autorin die gesellschaftlichen Ursachen des Rechtsextremismus " je mehr rechte Ideologien in der »Mitte« der Gesellschaft akzeptiert werden, desto mehr finden sich die Extremisten am »Rand« bestätigt. So zeigt sie ein Geflecht an Ursachen für die Ausbreitung des Rechtsextremismus und entsprechende Möglichkeiten, ihm gegenzusteuern.
Vorwort

1. Der Einstieg: Anlässe und Motive
1.1 Aktionismus und Gewalt
1.2 Gemeinschaft und soziale Anerkennung
1.3 Protest und Politik
1.4 Zur Rolle der Familie

2. Überzeugungen festigen sich
2.1 Zunehmendes Engagement
2.2 Idealismus und Menschenverachtung

3. Rechte Ideologien - Rechte Fraktionen
3.1 Rechte Fraktionen
3.2 Thematische Schwerpunkte
3.3 Rechtsextremismus in Ostdeutschland
3.4 Das Geschlechterverhältnis im Rechtsextremismus

4. Der Rechtsextremismus und die "Mitte"
der Gesellschaft
4.1 Einstellungen in der Bevölkerung
4.2 Die etablierten Parteien und politischen Strömungen
4.3 Themen der Rechten - Themen der "Mitte"
4.4 Gesellschaftliche Diskurse zum Rechtsextremismus
und seinen Ursachen

5. Der Rechtsextremismus -
ein dominanztheoretischer Ansatz
5.1 Zur "Rasse"-Konstruktion
5.2 Rechtsextremismus und Rassismus
5.3 Die dominanztheoretische Perspektive
5.4 Dominanzideologie in rechten Einstellungsmustern

6. Erfahrungen in der rechtsextremen Szene:
Enttäuschungen und Widersprüche
6.1 Kameraden: Freunde oder Feinde
6.2 Führer: Vorbilder oder Verräter
6.3 Entfremdung von sich und der Umwelt

7. Der Ausstieg
7.1 Verschiedene Verläufe
7.2 Ambivalenzen beim Ausstieg
7.3 Irritierende Erfahrungen
7.4 Auseinandersetzungen mit dem Ausstieg

8. Strategien gegen Rechtsextremismus -
Hilfen zum Ausstieg
8.1 Staatliche Sanktionen: Haftstrafen
8.2 Das soziale Umfeld
8.3 Professionelle Unterstützung
8.4 Zivilgesellschaftliche Initiativen

Quellen
Literatur
Strategien gegen Rechts
Birgit Rommelspacher (1945-2015) war Professorin für Psychologie mit dem Schwerpunkt Interkulturalität und Geschlechterstudien an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. 2002 erschien von ihr bei Campus Anerkennung und Ausgrenzung " Deutschland als multikulturelle Gesellschaft.

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