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Das asiatische Jahrhundert


Das asiatische Jahrhundert

China und Japan auf dem Weg zur neuen Weltmacht
1. Aufl.

von: Karl H. Pilny

9,99 €

Verlag: Campus Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 14.02.2005
ISBN/EAN: 9783593401386
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 340

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Die Beziehung der Wirtschaftsmächte China und Japan ist historisch spannungsreich und konfliktbeladen. Gemeinsam könnten sie jedoch zur neuen Supermacht des 21. Jahrhunderts aufsteigen, wie der Ostasien-Experte Karl H. Pilny eindringlich darstellt.
Schon jetzt boomt der Handel zwischen China und Japan in nie gekanntem Ausmaß.Werden wir das Entstehen einer asiatischen Großmacht erleben oder drohen schwelende Konflikte aufzubrechen, die weltweite Konsequenzen haben können? Karl H. Pilny macht die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Ostasien verständlich. Ein Buch, das erstmals die Beziehungen der mächtigsten Wirtschaftsstaaten Asiens in ihren globalen Auswirkungen behandelt.
Inhalt


Prolog9

Asien heute: Ansichten

China: Ein Gigant erwacht15

1. Wirtschaft17
Chancen und Risiken18
-Einheitlicher Markt 32 · Haier und Higher 41 · High Tech und Konfuzius 47 · Banken- und Finanzsektor 50
Agenda 201060
-Land und Wirtschaft 62 · Arbeitslosigkeit und Landflucht 64 · Umweltzerstörung und Rohstoffmangel 68 · Land und Leute 73

2. Gesellschaft und Politik77
Geschichte77
-Niedergang unter den Quing-Kaisern (1797-1912) 77 · Chinesische Republik (1912-1949) 81 · Volksrepublik China (seit 1949) 86 · Maos China (1949-1976) 87 · Deng Xiaoping (1978-1994) 95 · Jiang Zemin (1996-2002) 103
Demokratie und politische Reformen107
Multipolarität und Werteverfall114

3. Außenpolitik und -wirtschaft117
Exporte und Währung117
Militär und Diplomatie124
Internationale Beziehungen128

4. "Groß-China"133
-Geschichte der chinesischen Zivilisation 134 · Macao und Hongkong 142 · Taiwan 145 ·
Überseechinesen 148

5. Würdigung150

Japan: Abenddämmerung oder Sonnenaufgang154

1. Wirtschaft156
Wirtschaftswunderland160
Regierung Koizumi 165· Bilanzrezession 167
Phönix: Quo Vadis?169
-Erfolg der Strukturreformen 173 · Bankenkrise 174 ·
Wachstumsfaktoren 176

2. Innen (Uchi)177
Werte und Weltbild178
-"Chinesische Dinge, japanischer Geist" 179 · "Japanischer Geist, westliche Dinge" 189
Demokratie191
Nationalismus und "kokutai"194
Innenpolitik der Regierung Koizumi196

3. Außen (Soto)203
Stellung in der Welt203
Isolation 203 · Ambivalenz 207 · Geltungsdrang 208
Außenpolitik209
-Historie 209 · Seit 1945 217 · Internationalisierung und
Revisionismus 219 · Regierung Koizumi 222

4. Licht und Schatten225

China und Japan228

1. Geister der Vergangenheit229
Das Klatschen der einen Hand229
1894/95-1945233
Seit 1945239
2. Gegenwart241
Politisch241
Wirtschaftlich245

3. Hinwendung zu Asien249
ASEAN250
-ASEAN plus drei 253 · Freihandelsabkommen 255 · Vietnam 257
Die koreanische Halbinsel262
Historisch 262 · Heute 271
Der indische Subkontinent276

4. Beziehungen zu den USA281

5. Beziehungen zu Europa283
Europäische Union283
Russland285

6. Ausblick286


Asien morgen: Aussichten

China - Japan: Umarmung oder Konfrontation?291

1. Einblick292

2. Ausblick302

Kampf der Kulturen?305

1. Strukturen und Systeme305

2. Werte und Wandel311
Religion312
-Konfuzianismus 312 · Islam 318 · Hinduismus 321 · Buddhismus 321
Nationalismus322

Epilog325

Literatur327

Register 334
Das 21. Jahrhundert ist das
asiatische Jahrhundert
Karl H. Pilny beschäftigt sich beruflich seit zwanzig Jahren mit der Geschichte, der Kultur und der wirtschaftlichen Entwicklung
Chinas und Japans. Er ist Partner einer renommierten englischen Anwaltskanzlei, die sich auf internationales Wirtschaftsrecht
spezialisiert hat. Karl H. Pilny lebt und arbeitet in Berlin.
Kaum ein Tag vergeht ohne Schlagzeilen und Analysen zum "Wirtschaftsgiganten China", der künftigen "Supermacht", zu unvorstellbaren Marktchancen oder ebenso kaum vorstellbaren Gefahren einer weltweiten Dominanz durch das Reich der Mitte. Die Flut der Statistiken, Hochrechnungen und griffigen Vergleiche scheint kein Ende zu nehmen. Es ist also ein guter Moment, dieses Phänomen näher zu beleuchten, solange es noch im Werden begriffen ist und bevor das Dasein vollendete Tatsachen geschaffen hat. Wichtig ist aber, nicht nur das Wellengekräusel an der Oberfläche zu erfassen, sondern die tieferen Strömungen zu verstehen.
Die Rede von einem "asiatischen" Jahrhundert erfordert allerdings eine Präzisierung, da Asien in drei Regionen zu unterteilen ist: in Südasien, Südostasien und Ostasien.
Die geografisch-historische Einheit Südasiens ist durch den Gebirgszug des Himalaja im Norden und die Form des indischen Subkontinentes vorgegeben. Indien wird als Zentralmacht in Südasien punktuell in diesem Buch zum Vergleich herangezogen, insgesamt soll jedoch Südasien nicht Teil der Analyse sein. Auch Südostasien, das eine sehr vielfältige Region bildet, wird im Folgenden nur eine Nebenrolle spielen als Projektionsfläche und Spielfeld für die eigentlichen Protagonisten: China und Japan.
Es ist nicht einfach, die Geschichte Ostasiens in einer einheitlichen Struktur darzustellen. Die Kernregion Ostasiens besteht aus den heutigen Staaten der Volksrepublik China, Taiwan, Japan und Korea sowie dem nördlichen Vietnam. Während für China bereits seit dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend gesicherte Quellenüberlieferungen vorliegen, treten Korea erst im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und Japan sogar erst um die Zeitenwende mit staatsähnlichen Strukturen als historische Einheiten auf. Außerdem gab es nur wenige Ereignisse, die die gesamte Region gleichermaßen betrafen oder erschütterten wie etwa die Expansion der Mongolen im 13. Jahrhundert oder die Bildung eines modernen Nationalismus im 19. Jahrhundert.
Das Kernthema dieses Buches ist die Beziehung der vormaligen wirtschaftlichen Supermacht Japan mit dem derzeitigen beziehungsweise kommenden ökonomischen Riesen China. Gemeinsam haben diese Länder ein unermessliches wirtschaftliches und politisches Potenzial, aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der Analyse auf ihnen, Hinzu tritt die koreanische Halbinsel, die als Puffer, Brücke, Zankapfel zwischen diesen beiden Mächten untrennbar mit deren Geschichte und Gegenwart verknüpft ist.
China und Japan müssen im Kontext Asiens und Asien muss wiederum im Verhältnis zu den USA und Europa, respektive Deutschland betrachtet werden. Nur wenn man die Geschichte von China und Japan, insbesondere ihre wechselseitige Hassliebe kennt, kann man das gegenwärtige Verhältnis der beiden Länder zueinander verstehen. Und erst aus einer Untersuchung der derzeitigen Verknüpfungen in wirtschaftlicher, sozialer, historischer und weltanschaulicher Hinsicht lässt sich eine Einschätzung wagen, wie sich die beiden Länder und die Region in den nächsten dreißig bis fünfzig Jahren entwickeln könnten. Das künftige Verhältnis von China und Japan wird ohne Zweifel von enormer Bedeutung sein, nicht nur für Asien, sondern für den Rest der Welt. Es ist derzeit schwer abzusehen, ob es zwischen China und Japan zu einem Konflikt kommen wird oder ob die Annäherung der beiden Kulturen, die doch so viel gemeinsam haben, durch eine erfolgreiche Aufarbeitung und Bewältigung der dunklen Kapitel in der gemeinsamen Vergangenheit zum Nutzen aller asiatischen Länder und der Weltwirtschaft gelingen wird. Vielleicht könnte sogar eine "großasiatische Wohlstandssphäre" unter gemeinsamer chinesisch-japanischer Führung entstehen.

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