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Arbeitswut


Arbeitswut

Warum es sich nicht lohnt, sich abzuhetzen und gegenseitig die Jobs abzujagen.
1. Aufl.

von: Philipp Löpfe, Werner Vontobel

9,99 €

Verlag: Campus Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 11.02.2008
ISBN/EAN: 9783593414737
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 170

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Wie wütend macht es Sie, dass Sie zu viel arbeiten? Und wie viel Wut ist in einem, der trotz aller Bemühungen keine Arbeit findet? Zwischen beiden Formen von Arbeitswut gibt es einen Zusammenhang: Je mehr die einen arbeiten, umso weniger Arbeit bleibt für die anderen.
Stetig wachsende Produktivität, längere Arbeitszeiten und Vollbeschäftigung sind einfach unvereinbar. Nicht die Faulheit der Arbeitslosen ist das Problem, sondern die weit über die eigenen Konsumbedürfnisse hinausgehende Arbeitswut der großen Mehrheit. Arbeit und Konsum müssen wieder in Einklang gebracht werden. Deshalb kann es nicht darum gehen, die Faulen zur Arbeit zu zwingen, sondern die »Normalen« aus den Sachzwängen zu befreien, zu viel zu arbeiten. »Arbeitswut« kanalisiert dies nicht nur treffend und scharf, es zeigt auch, wie man sich ganz praktisch von der Wut befreien kann.
Inhalt



1.Wie viel Arbeit braucht der Mensch?
2.25 Stunden sind genug
3.Die reinste Grausamkeit
4.Eine kurze Geschichte der Arbeit
5.Das Ende der Verantwortung
6.Arbeit um jeden Preis
7.Prekäre Verhältnisse
8.Cyborgs oder: Wie der Mensch zur Maschine wird
9.Die neuen Oligarchen
10.Der Wohlstandskrieg
11.So geht es nicht: Scheinlösungen
12.So könnte es gehen: Lösungen
Schlusswort

Literatur
Anmerkungen
Arbeit macht krank, auch die Erfolgreichen
Phillip Löpfe und Werner Vontobel sind Wirtschaftsjournalisten und Autoren. Zuletzt erschien ihr gemeinsames Buch »Der Irrsinn der Reformen« (2005).
Kapitel 1
Wie viel Arbeit braucht der Mensch?

Geht es Ihnen auch so? Sie könnten gerade wieder in die Tischkante beißen, weil Sie mit der 40-Stunden-Woche im Büro schon längst nicht mehr auskommen. Also arbeiten Sie auch noch zu Hause, schreien die Kinder an, weil der Stress Ihre Nerven blank legt, und kriegen Krach mit Ihrem Partner. Die Alternative? Ein Underperformer sein, im Vergleich mit den Kollegen zurückfallen, den Job verlieren? Die Angst hält Sie im Laufrad. Aber so arbeiten zu müssen, das macht sie wütend.
Willkommen im Land der Arbeitswut.
Oder sind Sie ein glücklicher Workaholic? Weniger als 60 Stunden Arbeit in der Woche sind für Sie undenkbar, weil sich das Glücksgefühl erst dann einstellt, wenn Sie so richtig durchstarten.
Willkommen im Land der Arbeitswut.
Oder sind Sie vielleicht ganz ohne Arbeit und doch stets auf der Suche danach, jedoch ohne Erfolg? Fühlen Sie sich aussortiert, obwohl Sie doch noch so viel leisten könnten? Werden Sie von der Arbeitsagentur mit sinnlosen Maßnahmen, Vorladungen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen drangsaliert, obwohl Sie wie Ihr Arbeitsberater genau wissen, dass es für Sie nie wieder Arbeit geben wird? Spüren Sie, wie die Wut in Ihnen steigt?
Willkommen im Land der Arbeitswut.
In einem Land, in dem die einen mehr arbeiten als je zuvor, während die anderen ganz schlechte Aussichten haben, überhaupt wieder eine Arbeit zu bekommen. Die einen da oben, die anderen da unten.
Aber gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen der Arbeitswut der Vielbeschäftigten und der Arbeitswut der Joblosen? Ja, den gibt es, das ist unsere Überzeugung. Und mehr noch: Es könnte eine Lösung für das Problem der Arbeitswut geben, wenn man diesen Zusammenhang einmal genauer unter die Lupe nimmt. Das ist unsere Absicht.
Und wenn Sie nun sagen: Was geht's mich an? Ich habe eine Arbeit, aber ich mache mich nicht kaputt, das ist alles nicht mein Problem - dann sind Sie auf dem Holzweg. Die Konsequenzen der Arbeitswut betreffen die gesamte Gesellschaft. Sie richten Jahr für Jahr einen riesigen Schaden an, weil sie unnötige Kosten im Sozial- und Gesundheitssystem verursachen und in enormem Maße Kreativität und Innovation vernichten. Und das geht wohl doch uns alle an.
Willkommen im Land der Arbeitswut.

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